Revolution oder Restauration

Nein, morgen Abend wird die deutsche Meisterschaft nicht entschieden. Lasst Klopp reden und Watzke schweigen! Wie auch immer das Topspiel zwischen Borussia Dortmund und Bayern München ausgeht – am Samstag nach dem Derby kann die Fußballwelt schon wieder ganz anders aussehen. Möglicherweise wird man am Saisonende sagen, dass die morgige Partie vorentscheidenden Charakter hatte. Sicher ist das nicht. Niemand weiß heute, wann wir wissen, ob im deutschen Fußball Unerhörtes passiert und die eherne Regel aller Bayern-Fans außer Kraft gesetzt wird, dass ihr Verein mindestens jedes zweite Jahr deutscher Meister wird. Oder ob die alten Kräfte obsiegen und die Macht wieder an sich reißen.

So. Das musste gesagt werden. Und jetzt sollte ich klarstellen, dass ich mich wie vermutlich jeder Schwarz-Gelbe oder Rote über alle Maßen auf das Spiel freue und über alle Maßen gespannt und aufgeregt bin. Es ist schließlich ein Spitzenspiel am 30. Spieltag, an dem mein Verein beteiligt ist und das wirklich völlig offen erscheint. Man könnte jetzt die Gründe aufzählen, die für den BVB oder für Bayern sprechen. Aber es ist doch so, wie es Jürgen Klopp auf der PK zum Spiel formulierte:

Ihr wollt, dass ich was Neues sage? Geht nicht. Es ist alles gesagt worden. Von allen.

Und das Fazit lautet sowieso, dass morgen alles passieren kann. Die beiden Mannschaften sind nahezu gleich stark und niemand kann seriös vorhersagen, welche Spieler oder welche anderen Faktoren den Ausschlag geben werden.

Aufgrund der entspannten Personallage ergeben sich natürlich Fragen bezüglich der Aufstellung der Borussia. Zwei offensichtliche betreffen die Startelf: Wer besetzt den linken Flügel und welcher zentrale Mittelfeldspieler muss auf die Bank? Da von den Flügeln der Bayern zweifellos eine gewisse Gefahr ausgeht, wird Jürgen Klopp auf links den defensivstärkeren Kevin Großkreutz vorziehen, dem auch die prickelnde Atmosphäre im Westfalenstadion entgegenkommt. In der Zentrale kommt der Trainer eigentlich nicht an Ilkay Gündogan vorbei, obwohl er darüber länger nachdenken dürfte. Kehl hat zuletzt ordentlich, jedoch nicht überragend gespielt. Wenn Bender im Training topfit war, könnte er anstelle des Kapitäns in die Startelf rücken – aber nur dann.

Und dann ist da noch Mario. Der im Hinspiel das Siegtor schoss und während seiner Verletzungspause auf eine Rückkehr zum morgigen Termin hinarbeitete. Wenn es irgendwie geht, wird er morgen im Kader stehen. Und je nach Spielstand auch eingewechselt werden. Pfeifen wird übrigens Knut Kircher – hoffentlich müssen wir anschließend nicht über ihn diskutieren.

So. Zurück zum Countdown. Noch 22 Stunden und 41 Minuten…

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2 Kommentare

  1. Da die Defensive immer Klopps oberste Priorität ist, kann ich mir gut vorstellen das er mit Kehl und Bender beginnt. Kehl aufgrund seiner Erfahrung und Manni aufgrund seiner defensiven Qualitäten.
    Großkreutz für Perisic halte ich auch für mehr als wahrscheinlich.

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  2. Großkreutz wird spielen, im Mittelfeld wird es bei Gündogan / Kehl bleiben. Bayern wird mit Gustavo / Schweinsteiger – Kroos spielen. Robben bekommt eine Pause. Dortmund wird gewinnen. Keine Sorge! Ich weiß es.

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