Eine klare Sache?

Erneuter Meister gegen feststehender Absteiger. Da sollte doch klar sein, wer die drei Punkte holt. Oder? Man muss nicht bis ins Jahr 2003 und zu Energie Cottbus zurückgehen, um zu wissen, dass sich Absteiger nicht immer sang- und klanglos aus der Bundesliga verabschieden. Der 1.FC Kaiserslautern ist zwar am vergangenen Samstag in Berlin abgestiegen, hat aber dank des Auswärtssiegs einen ersten Schritt zur Versöhnung mit den Fans getan. Diesen Weg wollen die roten Teufel im letzten Heimspiel mit Sicherheit fortsetzen.

Selbstverständlich hat der alte und neue Meister Borussia Dortmund die Qualität, auch auf dem Betzenberg zu gewinnen. Die Situation stellt sich zudem anders dar als in der letzten Saison. Damals verloren die schwarz-gelben Jungs das erste Spiel nach dem vorzeitigen Titelgewinn recht kläglich 0:2 in Bremen. Damals standen sie jedoch nicht im Pokalfinale. Nicht nur Mario Götze wird darauf brennen, zu zeigen, dass er in Berlin (und bei der EM) dabei sein sollte. Für ihn könnte am Samstag Kuba weichen, der einen Atemwegsinfekt hat. Ob der wirklich so schlimm ist, dass der Mittelfeldspieler unter keinen Umständen spielen könnte, sei mal dahingestellt.

Marcel Schmelzer laboriert an einer Zerrung und einer Muskelverhärtung in der Wade und wird möglicherweise durch Chris Löwe ersetzt. Der ganz nebenbei auch ein weiteres Spiel verdient hat. Im zentralen Mittelfeld soll Sven Bender geschont werden, so dass erneut das Duo Kehl/Gündogan auflaufen dürfte. Auf der linken Seite hat Ivan Perisic sicher Chancen auf eine weitere Partie, bevor er im Hinblick auf das Pokalfinale wieder durch Kevin Großkreutz ersetzt wird. Shinji Kagawa dürfte gesetzt sein und wird womöglich das drittletzte Spiel in schwarz-gelb bestreiten.

Die Gastgeber werden bei ihrem vorletzten Auftritt in der Spielklasse auf die Offensivkräfte Simunek und Kouemaha verzichten müssen, die schon länger verletzt sind. Mit Tobias Sippel steht der neben Christian Tiffert vermutlich stärkste Gegenspieler der Borussia mal wieder im Tor. Sollten bei den Schwarz-Gelben ein paar Prozent Konzentration fehlen, kann uns allerdings auch diese Lauterer Elf, die ich im Gegensatz zum Effzeh aus Köln schon zu Saisonbeginn zu den Abstiegskandidaten zählte, weh tun.

Bei manchem BVB-Fan wird an diesem Wochenende das Schwarz-Gelbfieber ein wenig abklingen, um dann zur Übergabe der Schale und des DFB-Pokals wieder rapide anzusteigen. Ich empfinde das anders und freue mich auf ein schönes und hoffentlich erfolgreiches Spiel in Kaiserslautern. Noch sechs Punkte bis 81, noch 16 Tage bis zum Pott.

 

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