Kagawa Shinji fast weg, Gerüchte um Pizarro

Shinji Kagawa hatte eine Entscheidung über seine schwarz-gelbe Zukunft auf die Zeit nach dem Pokalfinale vertagt und diese nun prompt verkündet. Oder von seinem Berater verkünden lassen. Der 23-jährige wird seinen bis 2013 laufenden Vertrag beim BVB nicht verlängern. Nun deutet alles darauf hin, dass Shinji bereits in diesem Sommer für einen zweistelligen Millionenbetrag verkauft wird – möglicherweise an Manchester United, doch auch mehrere englische Ligakonkurrenten sollen interessiert sein. Die Entscheidung macht finanziell Sinn, menschlich und sportlich ist sie schade. Kagawa war ein Publikumsliebling und hatte am erneuten Meistertitel sowie vor allem am Pokalsieg erheblichen Anteil.

Doch nach allem, was Shinji schon für uns geleistet hat, kann man ihm nicht böse sein, wenn er sich seinen mutmaßlichen Jugendtraum erfüllen will. Denn Jürgen Klopp könnte Recht haben, wenn er gegenüber der SZ sagt: „Da, wo Shinji geprägt wurde, zählt unsere Bundesliga nichts. Da ist die englische Liga alles.“ Die Premier League ist in Japan zweifellos ungleich populärer als die Bundesliga und Manchester United wird ohnehin international noch viele Jahre einen größeren Namen haben als der BVB. Und selbst sportlich muss der Wechsel für Kagawa nicht sinnlos sein. Alle englischen Topclubs mit Ausnahme des neuen Meisters haben gute Gründe, ihre Mannschaften ein wenig aufzufrischen. Auch Sir Alex wird Veränderungen vornehmen und einem Shinji Kagawa in der Form von Samstag wäre zuzutrauen, sich in Manchester in die Startelf zu spielen – da könnte ihm auch seine Flexibilität helfen.

Nicht mehr als ein „heißes Gerücht“, das jedoch immerhin der Kicker verbreitet, ist das Interesse, das die Borussia an Claudio Pizarro haben soll. Der Vertrag des erfahrenen Stürmers bei Werder Bremen läuft aus und Pizarro macht derzeit keine Anstalten, ihn zu verlängern. Ende Juni wäre der 33-jährige ablösefrei zu haben, würde jedoch sicherlich ein substanzielles Jahresgehalt verlangen. Der Kicker spricht von der Erfahrung Pizarros, die für die nächste Champions League-Kampagne des BVB nützlich sein könnte. Ob jedoch ein erfahrener Stammspieler der richtige Ersatz für Lucas Barrios ist? Mit einem ablösefreien Torjäger Gespräche zu führen, ist sicher kein Fehler – eine Verpflichtung ist jedoch noch in weiter Ferne.

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4 Kommentare

  1. Der Weggang von Shinji ist sicherlich sehr zu bedauern, andererseits war es ja schon vor Wochen abzusehen. Ich schätze das er wohl hin und hergerissen war bei seiner Entscheidung, ansonsten hätte er sich wohl kaum solange Zeit gelassen. Nun gehts darum eine angemessene Ablöse zu kassieren.

    Im Hinblick auf den Reus Transfer muss man vielleicht auch eingestehen, das dies so die vernünftigste Entscheidung war. Nächste Saison wäre wohl sonst ein Überangebot entstanden und einer der beiden hätte auf der Bank Platz nehmen dürfen. Bleibt zu hoffen das Kagawa neben den bereits sicheren Abgängen, der letzte ist der den Verein in diesem Sommer verlässt.

    Ich bin guter Dinge das die Mannschaft auch nächste Saison noch so zusammenspielt, rechne aber mit einem Abgang von Lewandowski in 2013.
    So wie sich sein Berater bisher präsentiert hat wäre das nichts überraschendes. Mehr Hoffnung hab ich da bei Hummels.
    In den nächsten Jahren wird sich zeigen ob es uns wie Werder Bremen ergeht, oder ob wir es schaffen immer wieder neue Alternativen zu finden.
    Fakt ist, um den Kader zu halten muss man bei steigendem Erfolg das Gehaltsgefüge hochschrauben.
    Aber im momentan geniesse ich vorerst das hier und jetzt.
    Danke für diese beiden tollen Jahre Shinji und viel Erfolg in England!
    Vielleicht sieht man sich in der CL wieder.

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  2. Hinsichtlich den Gerüchten um Pizarro denke ich das er sportlich und wirtschaftlich sicher eine gute Alternative zu Robbie ist. Ich bezweifle allerdings das er sich aufgrund seines Charakters einfach stillschweigend auf die Bank setzen wird!?

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  3. Pizarro würde uns keine Ablöse kosten, aber in zwei oder drei Jahren höchstwahrscheinlich auch keine einbringen. Und seine Gehaltsforderungen dürften beträchtlich sein. Trotzdem ist er sportlich über jeden Zweifel erhaben und würde uns noch mindestens zwei Jahre weiterhelfen. Schwierige Entscheidung – wenn denn überhaupt ernsthaft darüber nachgedacht wird. Im Hinblick auf einen zukünftigen Lewandowski-Wechsel sollte man auch schon an einen langfristigen Nachfolger denken.
    Ansonsten, wie du schon sagst: Jetzt wird noch eine Weile gefeiert, zumindest innerlich!

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