Die Freuden eines langen Sommers

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Es gibt in Fußball-Deutschland eine Diskussion, die passt in jedes Sommerloch. Vor allem wenn es so groß ist wie das diesjährige. Und damit sind wir schon mitten im Thema: Verschiedene Funktionsträger von Bundesliga-Clubs haben sich über die Länge der Sommerpause 2012 beschwert. Für den Trainer des 1.FC Nürnberg Dieter Hecking zieht sie sich hin „wie ein Kaugummi“. Womit er nur die eine Seite der Medaille beschreibt – auf der anderen Seite steht ein 4:2-Sieg seines Teams über den Deutschen Meister Borussia Dortmund.

Während der BVB erst seit einigen Tagen wieder mit seinen drei polnischen Stammspielern trainieren kann und die fünf potenziellen deutschen Stammspieler erst heute ins Training einsteigen, hatte Dieter Hecking seinen Kader weitgehend zusammen und konnte in den vergangenen Wochen gut mannschaftlich arbeiten. Weswegen die schwarz-gelbe Niederlage im gestrigen Abschiedsspiel für Marek Mintal auch nicht schmerzhaft ist. Doch die Borussia muss sich daran gewöhnen, eine Spitzenmannschaft zu sein. Dazu gehören viele zu ihren Nationalteams abgestellte Spieler, Testspiel-Niederlagen und umso mehr Spannung, wie es denn im ersten Pflichtspiel aussieht. Es ist durchaus vorstellbar, dass der Meister sich auch in den ersten Ligapartien gegen eingespieltere Gegner schwer tun wird.

Kein Grund zur Klage also für Dieter Hecking – aber auch der BVB braucht sich noch keine Sorgen zu machen. Vorigen Mittwoch kam die Mannschaft mit einem standesgemäßen 4:0 vom Drittligisten RW Erfurt zurück. Und Jürgen Klopp hat noch eine Reihe von Testspielen, inklusive dem Liga-Total-Cup, um mit seinem vollen Kader zu arbeiten. Nächste Gelegenheit bietet im Schweizer Trainingslager die Partie gegen den FC St. Gallen, die am Mittwoch um 20 Uhr angepfiffen und von Sport1 live übertragen wird. Sollte die Borussia weiterhin auf dem Erfolgsweg bleiben, werden wir uns eben daran gewöhnen müssen, erst zum Saisonstart die Leistungsstärke unserer Lieblingsmannschaft abschätzen zu können. Die besten Trainingslager aller Zeiten haben nichts zu bedeuten – da muss man bloß die Bayern fragen.

Und sonst? Bleibt es wie vorhergesagt ruhig um den BVB. Keine Überraschung ist die Verlegung der Pokalbegegnung beim FC Oberneuland ins Bremer Weserstadion. Und bei den Vertragsgesprächen mit Mittelfeldspieler Kuba stehen die Zeichen auf Einigung und eine mittelfristige Verlängerung des noch bis nächstes Jahr laufenden Kontrakts.

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