Dortmund schwitzt sich zum Sieg

DFB-Pokal, 1. Runde / FC Oberneuland 0 BVB 3

Nur im rein wörtlichen Sinne wurde es den Schwarz-Gelben in ihrem ersten Pflichtspiel der Saison heiß. Im Bremer Weserstadion wurden 30 Grad im Schatten gemessen – doch nur ein Drittel des Spielfeldes lag in selbigem. Spielerisch hatte der Doublesieger nie ernsthafte Probleme mit dem Regionalligisten FC Oberneuland.

Die Spieler gingen mit Überzeugung in die 90 Minuten und ließen nie einen Zweifel daran, wer am Ende die Oberhand haben würde – auch wenn das Tempo wegen der Temperaturen nicht so hoch war wie gewohnt. Es war so eine Art positive Arroganz zu spüren – positiver als bei den Bayern natürlich. Mir ging es ja ähnlich: ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass der BVB dieses Spiel verlieren könnte.

Mats Hummels entschied während des Aufwärmens, sich gar nicht auf die Auswechselbank zu setzen, sondern daneben. Neven Subotic und Felipe Santana bildeten die Innenverteidigung und hatten keine nennenswerten Probleme mit den Oberneuländern, die im ganzen Spiel zu nur drei Torschüssen kamen. Es entwickelte sich also ein recht entspannter Sommerfußball, der natürlich deutlich besser als das war, was es in der Saisonvorbereitung zu sehen gab. Schon in der 11. Minute gelang Marco Reus sein erstes Pflichtspieltor für die richtige Borussia, als er den Ball von Lewandowski bekam, Torwart Mandic umspielte und von halbrechts ins lange Eck schob. Es ist bereits klar ersichtlich, welche Rolle er auch in schwarz-gelb spielen kann, wenn er fit bleibt. Die Abläufe sind da zwar noch nicht zu jedem Zeitpunkt perfekt abgestimmt, aber das wird kommen.

Nach einer schöpferischen Pause schlug die Borussia in der 38. Minute in Person von Kuba wieder zu, der aus ganz ähnlicher Position wie Reus zum 2:0 traf. Zwischen Jakub und Mario Götze wird es einen interessanten, aber sicherlich rein sportlichen Konkurrenzkampf geben. Auch wenn es in anderen Szenen mit den Abschlüssen haperte, punktet Kuba derzeit mit Schnelligkeit und Zielstrebigkeit.

Auf der anderen Seite liegt Ivan Perisic nach den letzten Eindrücken deutlich vor Kevin Großkreutz. Ein schöner Diagonalpass vor dem 2:0, ein toller Schuss an die Latte in der zweiten Hälfte und letztendlich gelang Ivan noch ein echter Perisic, als er von links nach innen zog und aus spitzem Winkel über den Torwart ins lange Eck schoss. Für die Partie gegen die anderen Bremer am Freitag sollte er gesetzt sein und könnte dann eine wichtige Rolle spielen.

Es war ein Pflichtsieg, der höchstens dadurch getrübt wurde, dass der Berliner AK noch höher gewonnen hat. Denn natürlich hatte der BVB Chancen für weitere Tore. Julian Schieber unterstrich wenige Meter vor dem Tor noch mal seine Ambitionen auf die Rolle des Lewandowski-Ersatzmanns. Aber in Wahrheit gibt es natürlich nichts zu meckern. Ein vollkommen souveräner Erfolg, der die Vorfreude auf Freitag und die Spannung bezüglich des nächsten Pokalgegners noch mal erhöht.

Die Aufstellung: Weidenfeller – Piszczek, Subotic, Santana, Schmelzer – Gündogan, Kehl – Kuba (85. Großkreutz), Reus (65. Götze), Perisic – Lewandowski (69. Schieber). Tore: Reus, Kuba, Perisic

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