Schwabenwoche, Teil 2

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Nachdem Borussia Dortmund seine Pokal-Mission in Aalen auf eine Art und Weise gelöst hat, die eines Double-Siegers würdig war, wartet am Samstag der nächste Gegner aus dem Schwabenland: Der VfB Stuttgart ist zu Gast im Westfalenstadion. An das letzte Aufeinandertreffen kann sich mit Sicherheit noch jeder erinnern: Neben den zwei Siegen gegen die Bayern und dem Erfolg über Real war das 4:4 wohl das eindrücklichste Spiel in diesem Jahr. Trotzdem kann man Jürgen Klopp gut verstehen, der sich im Vorfeld des erneuten Aufeinandertreffens mit den Schwaben so äußert: „Ich war einer der wenigen, die am 4:4 damals im Frühjahr wohl nicht so ihren Spaß hatten.“

Was schon dieses Ergebnis ausdrückte, gilt auch in der neuen Saison: Man weiß nicht so recht, was man vom VfB zu erwarten hat. Die sprichwörtliche schwäbische Sparsamkeit kam während der letzten Transferphase wirklich zum Tragen. Viele Beobachter zweifelten, dass das Team von Bruno Labbadia in dieser Besetzung in der Lage sei, erneut in den Europapokal einzuziehen. Der Beginn der Spielzeit schien ihnen recht zu geben. Dann hielt der Trainer eine Wutrede und seither läuft es bei den Stuttgartern. Der kausale Zusammenhang zwischen diesen beiden Tatsachen wäre jedoch erst zu belegen. Alles in allem scheint mir Labbadia nach seinen weniger erfolgreichen Stationen in Leverkusen und Hamburg noch unterschätzt und seine Fortentwicklung zu wenig anerkannt zu werden.

Dennoch: Nach den beiden ganz starken Auftritten gegen Real und in Aalen (von letzterem habe ich allerdings keine Bilder gesehen) muss der BVB zwangsläufig die Favoritenrolle annehmen. Dementsprechend werden die Schwarz-Gelben übermorgen auch auftreten – bleibt die Frage, ob die Mannschaft inzwischen in der Lage ist, eine Partie gegen einen solchen Gegner über die volle Distanz zu kontrollieren. Auf einen Stuttgarter muss man zweifellos besonders achten: Vedad Ibisevic hat die Borussia schon zu seiner Hoffenheimer Zeit so manchen Nerv gekostet und inzwischen auch in die neue Spielzeit gefunden. ‚Rechtzeitig‘ zum Besuch in Dortmund scheint Ibrahima Traore ebenfalls zu seiner Form gefunden zu haben, während der dritte Offensivmann Martin Harnik ohnehin einen ordentlichen Auftakt hatte. Arthur Boka und Cacau gehören zu den namhafteren Ausfällen, die die Schwaben zu verkraften haben. Weh tun würde ihnen jedoch eher ein Fehlen von Rechtsverteidiger Sakai, der positionsgetreu nur durch den unerfahrenen Antonio Rüdiger ersetzt werden könnte.

Die Borussia muss auch am Samstag wegen eines Muskelfaserrisses auf Sven Bender verzichten – bei ihm besteht allenfalls für die Reise nach Madrid noch Hoffnung. Kuba und der erneut operierte Patrick Owomoyela fehlen weiterhin. Doch die Erfolgself vom Dienstag wäre aktuell einsatzbereit, dazu die geschonten Marco Reus und Sebastian Kehl. Und auch eine Einwechslung von Julian Schieber hätte übermorgen sicher ihren Charme.

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Ein Gedanke zu “Schwabenwoche, Teil 2

  1. Ein schlechterer Gegner wie Stuttgart könnte uns glaube ich derzeit kaum passieren. Nach der Berg und Talfahrt der letzten Wochen scheint die Mannschaft bereit zu sein nun alles zu geben. Labbadia hat da wohl den Richtigen Ton getroffen und das er sich vor die Mannschaft gestellt hat scheint das Team nun zurück zu zahlen. Mit Vedad Ibisevic wartet zudem ein Spieler der gerade auf Fehler lauern wird. Ohne volle Konzentration wird es gegen den VfB sicher keine Punkte geben

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