Lust auf mehr

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Wie schnell man seinen Lieblingssport und seine Lieblingsmannschaft vermisst, merkt man erst, wenn man ein Spiel verpasst hat. So ein Spiel. Denn dass eine A2-Auswahl des BVB den englischen Meister geschlagen hat, ist groß. Auch wenn Manchester City wohl wenig Lust auf die Europa League an den Tag legte. Bis zur Winterpause stehen den Schwarz-Gelben jetzt nur noch drei Pflichtspiele bevor und auf jedes davon freue ich mich.

Am Samstag sind die Trümmerkicker vom VFL Wolfsburg zu Gast im Westfalenstadion, die noch mit den Hinterlassenschaften der Magath-Ära zu kämpfen haben. Der aktuelle Cheftrainer auf Abruf Lorenz-Günther Köstner hat zwar für ein besseres Betriebsklima beim VW-Klub gesorgt, doch noch keinen nachhaltigen Aufschwung eingeleitet. Drei Siegen in der Liga seit seinem Amtsantritt stehen zwei Unentschieden und zwei Niederlagen gegenüber. Ob es mit einem typischen Flohmarkt-Kader Magath’scher Prägung gelingen kann, die Wende zum Guten noch in dieser Saison zu schaffen, ist fraglich. Der neue Sportdirektor Klaus Allofs hat die Trainerfrage vorerst offen gelassen – drängender scheint tatsächlich die Reduzierung und Neuausrichtung des Kaders zu sein.

Obwohl der unstrukturiert aussieht, finden sich doch eine Menge guter Leute darin. Zu Bremer Zeiten hat Diego den BVB das ein oder andere Mal geärgert – vor der Partie am Samstag ist der VFL-Spielmacher jedoch angeschlagen. Ebenfalls zu beachten ist der niederländische Stürmer Bas Dost, auch wenn ihm noch ein wenig Konstanz fehlt. Es gibt noch weitere Namen, die man nennen könnte, doch das würde in diesem Fall zu lange dauern. Jürgen Klopp warnte in der PK zum Spiel vor einer Mannschaft von hoher Qualität, die wieder „Spaß am Fußball“ gefunden habe. Damit müssen die Schwarz-Gelben wohl rechnen, doch sollte die höhere mannschaftliche Geschlossenheit weiter bei ihnen zu finden sein.

Die Personalsituation wird Klopp noch bis Samstag beschäftigen. Die defensiven Mittelfeldspieler Sven Bender und Sebastian Kehl werden aller Voraussicht nach verletzt ausfallen. ‚Manni‘ hat Probleme an der Leiste, Kapitän Kehl laboriert weiter an seiner Kapselreizung im Knie. Aufgrund dieser Konstellation schloss Klopp nicht aus, auch gegen Wolfsburg wieder auf die zuletzt zweimal erprobte 4-3-2-1-Taktik, auch „Tannenbaum“ genannt, zurückzugreifen. Bei weiteren angeschlagenen oder erkrankten Spielern muss der Trainer das morgige Abschlusstraining abwarten; die Tendenz bei Subotic, Blaszczykowski und Piszczek scheint jedoch positiv zu sein.

Jürgen Klopp sprach vor der Presse auch von der unglücklichen Situation, ausgerechnet jetzt gegen die beiden kommenden Gegner antreten zu müssen, die jeweils einen neuen Trainer an Bord haben. Möglicherweise kommt der VFL aber noch zur rechten Zeit – ehe sich die positiven Veränderungen verfestigt haben. Bleibt zum Abschluss zu hoffen, dass die beiden Teams mit hohem spielerischem Potenzial nicht durch schlechte Witterungsverhältnisse ausgebremst werden.

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