Letzte Auswärtsfahrt Sinsheim

Borussia Dortmund tritt mal wieder die Fahrt in die sogenannte Metropolregion Rhein-Neckar an, um aus einem Stadion bei Sinsheim drei Punkte mitzunehmen – ein Erfolg, der bei vier Besuchen erst einmal gelang. Vielleicht wird es die vorerst letzte Auswärtsfahrt dorthin sein; mit Sicherheit ist es das letzte Ligaspiel der Hinserie. Die Gerüchteküche, die den Sportmedien normalerweise über die Fußball-lose Winterpause hilft, ist schon mit Geschichten über eine bevorstehende Vertragsverlängerung von Neven Subotic oder den feststehenden Abschied von Robert Lewandowski befeuert worden. Mit diesen Themen braucht man sich jedoch bei der derzeitigen Quellenlage noch nicht zu beschäftigen. Die Wahrheit liegt vielmehr… genau, auf dem Platz, auch in Sinsheim.

Angesichts der bisherigen Bilanz bei diesem Gegner und der Tabellensituation wäre es umso schöner, wenn Jürgen Klopps Zielsetzung, die er auf der Pressekonferenz zum Spiel formulierte, wahr würde:

Wir haben vor, das Bundesliga-Jahr so positiv wie irgendwie möglich zu beenden.

Die Machbarkeit dieses Vorhabens ist sicher gegeben – es wäre jedoch einfacher umzusetzen, wenn die defensiven Mittelfeldspieler Sven Bender und Sebastian Kehl nicht erneut ausfallen würden. Die Anfälligkeit bei Kontern durch den vermutlich eher defensiv ausgerichteten Gegner dürfte ohne die beiden deutlich größer sein. So wie es aussieht werden bei der Borussia erneut Ilkay Gündogan und Moritz Leitner in der Zentrale beginnen, wobei angesichts der überschaubaren Zweikampfstärke des Letzteren auch Varianten mit Kevin Großkreutz oder Ivan Perisic denkbar wären.

Vor dem fünften Auftritt bei der TSG Hoffenheim spricht ansonsten allein die Vergangenheit für die Gastgeber. Wichtiger als die Statistiken der Vergangenheit ist jedoch immer die aktuelle Situation. Die TSG kommt derzeit nicht erst seit der Trainerentlassung arg kopflos daher und kann die unzweifelhaft vorhandene Qualität nur phasenweise aufs Feld bringen. Die Torwartfrage konnte bisher weder durch den verletzten Tim Wiese noch durch seinen aktuellen Ersatzmann, den Belgier Koen Casteels, befriedigend beantwortet werden.

Hoffnung könnte den Hoffenheimern auch die Unberechenbarkeit des Fußballs machen, die der BVB am letzten Samstag erleben musste. Unglückliche Umstände, ‚freak goals‘, Wahrnehmungsfehler können immer auftreten. Mit der Spielleitung hat der DFB den erfahrenen Florian Meyer beauftragt, den Jürgen Klopp in der PK indirekt aufforderte, konsequent gegen holzende Hoffenheimer vorzugehen. Es bleibt zu hoffen, dass diese Aussage überflüssig war.

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