Sie nannten ihn Jorge Kloppiola

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Nach einem für Dortmunder Verhältnisse ungewohnt aufregenden Jahresbeginn steht die schwarz-gelbe Borussia vor dem Rückserien-Auftakt am Samstagabend in Bremen. Es gab erwartete und unerwartete Abgänge, eine spektakuläre Rückkehr, und der Verein ist zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit im Januar noch in allen Wettbewerben vertreten. An all dem nicht ganz unschuldig ist Jürgen Klopp, Trainer von Weltformat mit Vertrag bis 2016. Der Mann, dem die Fans vertrauen. Und wegen dem wir auch in diese Halbserie mit komplizierten Aufgaben zuversichtlich gehen.

Das Komplizierteste bei Werder Bremen ist die Vorhersage des Ergebnisses. Wie kaum eine andere Mannschaft haben die Jungs von der Weser Konstanz vermissen lassen und rangieren derzeit nur auf Platz 12 der Tabelle, allerdings nur vier Punkte hinter den Europapokal-Plätzen. In der Winterpause haben sich die Bremer bisher nicht mit Änderungen im Spielerkader beschäftigt, sondern waren bemüht, einen Ersatz für den von VW Wolfsburg abgeworbenen Manager Klaus Allofs zu finden.

Jürgen Klopp hält es offensichtlich nicht für unwahrscheinlich, dass die Grün-Weißen am Samstag zuhause ohne echte Spitze antreten werden und hat seine Spieler im Training darauf eingestellt. Der zuletzt formstarke Marko Arnautovic ist gelbgesperrt, was dazu führt, dass einem aus der Werder-Offensive eigentlich nur Eljero Elia richtig Respekt einflößt. Von den Stammspielern müssen die Gastgeber ansonsten nur Sebastian Bargfrede langfristig wegen einer Knie-OP ersetzen.

Die meistgestellte Frage an Jürgen Klopp dürfte die nach Nuri Sahins Rolle am Samstag gewesen sein. Ein Startelf-Einsatz könnte dann zur Debatte stehen, wenn ‚Kuba‘ Blaszczykowski wegen Wadenproblemen ausfallen würde. Die letzten Nachrichten klangen jedoch positiv für den polnischen Flügelflitzer. So spricht vieles für ein eingespieltes Mittelfeld mit Sven Bender oder Sebastian Kehl neben Ilkay Gündogan und Kuba wie gewohnt auf der rechten Seite. Nachdem auch der angeschlagene Lukasz Piszczek wieder ins Training eingestiegen ist, werden nach heutigem Stand ’nur‘ Neven Subotic und Patrick Owomoyela fehlen.

Spiele in Bremen waren in den letzten Jahren häufig umkämpft, manchmal kontrovers und selten einfach. All das könnte auch für Samstagabend zutreffen. Da ist potenziell alles drin, was ein spannendes Bundesligaspiel ausmacht. Und doch geht man als Schwarz-Gelber zuversichtlich wie lange nicht in ein Auswärtsspiel in Bremen. Kloppiola sei Dank.

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