Hallo Jogi, zählst du schon?

1. Bundesliga, 19. Spieltag / BVB 3 1.FC Nürnberg 0

icon_spielberichtfinalAGW kann weiterhelfen: 191 reguläre Pflichtspiel-Minuten ist Roman Weidenfeller nun bereits ohne Gegentor. Das ist noch keine absolut spektakuläre Zahl – dafür war der Doppel-Save, den die Dortmunder Nummer 1 gegen Nürnberg zeigte, brillant und entscheidend für den Ausbau der Statistik. Es war die eine Szene, in der die Taktik der Gäste hätte aufgehen und für einen ungemütlicheren Freitagabend aus schwarz-gelber Sicht hätte sorgen können.

Ansonsten hatte die Borussia das Spiel komplett im Griff. Dass die Nürnberger tief stehen und auf ihr Prunkstück, die halbwegs stabile Defensive, setzen würden, war klar. Welchen Sinn diese Ausrichtung allerdings beim Stand von 0:2 macht, muss der neue Club-Trainer Michael Wiesinger mit seinen Spielern klären. Der Grund, warum es ein souveräner Sieg in einer eher durchschnittlichen Partie wurde, liegt vor allem darin, dass die Gäste den BVB auch nach dem Rückstand frühestens in der eigenen Hälfte attackierten. So hatten es die Schwarz-Gelben zwar nicht leicht, sich durch die engmaschige Verteidigung des Clubs zu kombinieren, gerieten aber nach dem Doppelschreck aus der 15. Minute auch nicht mehr ernsthaft in Gefahr.

In Bremen waren es Götze und Reus gewesen, die prima harmoniert und die entscheidenden Akzente gesetzt hatten. Gegen Nürnberg hatte Mario in Jakub Blaszczykowski einen ebenso kongenialen Partner, der bewies, dass er aus dieser Mannschaft nicht wegzudenken ist. Bevor Kuba den sehr fragwürdigen Elfmeter verwandelte und nur wenig später eine Flanke von Götze zum 2:0 verwertete, hatte er schon einen Riesenantritt hinter sich, an dessen Ende er leider zu Lewandowski querlegte, anstatt ins kurze Eck oder über Schäfer hinweg zu vollenden. Trotzdem war vor allem Jakubs erste Hälfte ganz stark – der Konkurrenzdruck für Rückkehrer Sahin, der in der 76. Minute für Kehl eingewechselt wurde, ist enorm. Nuri wird noch ein wenig auf seine Chance warten müssen, denn auch Gündogan überzeugte wieder vollauf. Der unauffälligste Mittelfeldspieler war Marco Reus, der sehr fleißig, aber bis kurz vor Schluss nicht allzu effektiv agierte.

Nürnbergs Taktik, das Zentrum dichtzumachen, sorgte zwar dafür, dass es in den zweiten 45 Minuten nicht mehr allzu viele Torgelegenheiten gab, doch Punkte holt man mit solch einer Einstellung in Dortmund nicht. Es wäre einen kleinen Tick unbefriedigend gewesen, wenn ein solch überlegen geführtes Spiel nach einer torlosen Halbzeit einfach so ausgeplätschert wäre. Doch es fehlte ja noch ein Lewandowski-Tor. Der Mann, von dem wir nicht wissen, was er im nächsten Sommer tun wird, ist bekannt für seine späten Treffer. Auch wenn er vorher in die Arme des Torwarts köpft, aus Abseitsposition verwandelt oder ein Schuss von ihm auf der Linie geklärt wird – irgendwann ist es soweit. So auch am Freitag, als Robert nach einem schnellen Angriff und einer Hereingabe von Reus in der Mitte frei stand und einfach draufhalten konnte. 3:0, was will man mehr, ab nach Leverkusen!

Die Aufstellung: Weidenfeller – Piszczek, Santana, Hummels, Schmelzer – Gündogan (89. Leitner), Kehl (76. Sahin) – Blaszczykowski (76. Bender), Götze, Reus – Lewandowski. Tore: Blaszczykowski (2), Lewandowski

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