Ein absolutes Spitzenspiel

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Wer darauf setzt, dass es in der Bundesliga in den nächsten Jahren einen Zweikampf à la Real v Barca geben wird, lag schon immer falsch. Je nach Investitionsbereitschaft gewisser Unternehmen werden irgendwann Wolfsburg und womöglich schon eher Bayer Leverkusen ganz oben angreifen können. Die Werkself gibt bereits in dieser Saison eine Kostprobe ihres Könnens und Jürgen Klopp hat vollkommen recht, wenn er vor der Begegnung Zweiter gegen Dritter von einem absoluten Spitzenspiel spricht.

Dass im Kader von Leverkusen sehr viel Potenzial steckt, war bald nach oder sogar schon vor Beginn der Saison ersichtlich. Etwas fraglich war eher, wie sich das Trainerduo Sascha Lewandowski & Sami Hyypiä längerfristig schlagen würde. Stand heute muss die Antwort lauten: ausgezeichnet. Die beiden haben eine taktisch gut geschulte und auf den meisten Positionen sehr gut besetzte Mannschaft geschaffen – letzteres natürlich mit Hilfe von oben. Die Gastgeber vom Sonntag haben einen treffsicheren Mittelstürmer, potente Außen und ein mehr als solides Mittelfeld zur Verfügung. Allenfalls die neu zusammengestellte Abwehr hat gelegentlich mal mäßige Tage dabei.

So schnell wird Borussia die Werkself also trotz des beeindruckenderen Rückserienstarts nicht los. Am Sonntag geht es für Leverkusen natürlich auch um eine Revanche für die deutliche Niederlage in der Hinrunde, aber vor allem darum, Platz 2 zu behaupten. Den Gastgebern stehen alle wichtigen Spieler zur Verfügung, der wiedergenesene Michal Kadlec dürfte zumindest auf der Bank sitzen. Beim BVB ist Neven Subotic ins Mannschaftstraining zurückgekehrt, würde aber nur im Notfall in den Kader rutschen. Felipe Santana wird also nach einem sehr guten und einem mäßigen Auftritt in der Innenverteidigung eine weitere Chance bekommen. Alle anderen Akteure, die gegen Nürnberg dabei waren, sollten auch am Sonntag zumindest fit sein.

Jürgen Klopp wurde in der PK zum Spiel nach den vielen ‚6ern‘ im Kader gefragt und brachte einen Systemwechsel ins Spiel. Leverkusen praktiziert ein 4-3-3 und ist die Heimmannschaft – der BVB könnte sich also anpassen und damit auch Nuri Sahin ein Plätzchen in der Startelf bieten. Ob es allerdings sinnvoll ist, auf einen 10er wie Götze zu verzichten? Möglicherweise schwebt Klopp auch ein Zwischending vor  – etwa mit Gündogan zentral und Mario über außen. Wie auch immer – die individuelle Klasse und Tagesform dürfte am Sonntag ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Da ist es schon gut, wenn man noch einen Sahin bringen kann – auch wenn der sein Testspiel am Montag verloren hat.

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