Am Ziel

1. Bundesliga, 30. Spieltag / BVB 2 FSV Mainz 05 0

icon_spielberichtfinalBorussia Dortmund hat sich erneut für die Champions League qualifiziert und damit das zweite große Saisonziel vorzeitig erreicht. Das andere – ein besseres Abschneiden in Europas Königsklasse – wurde ja bereits absolut übererfüllt. Der gesicherte dritte Platz – auf den man derzeit sogar acht Punkte Vorsprung hat – war der interessanteste Fakt und der eigentliche Grund zum Feiern nach einem mäßigen Bundesligaspiel, das nur durch den knappen Zwischenstand lange Zeit spannend blieb.

Jürgen Klopp setzte trotz des bevorstehenden Champions League-Halbfinales gegen seinen früheren Verein auf eine nahezu komplette A-Elf. Das deutet einerseits auf Respekt vor dem Gegner hin, andererseits auch darauf, dass der Trainer eine echte Generalprobe vor dem Real-Spiel haben wollte. Ein nachvollziehbarer Gedanke, zumal vier Tage Zeit zur Regeneration bleiben. Als einziger Stammspieler nicht im Kader war Sven Bender wegen Adduktorenproblemen. Bei der Borussia hofft man jedoch, ihn am Mittwoch wieder zur Verfügung zu haben. Für ‚Manni‘ rückte Nuri Sahin in die Startelf, konnte aber nicht allzu viele Punkte sammeln, die für einen Einsatz von Beginn an gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber sprechen.

Die Geschichte des Spiels ist im Grunde schnell erzählt. Der schnelle Treffer nach nur gut 30 Sekunden machte Spaß: Er beinhaltete einen schönen langen Pass von Mats Hummels, einen sich beim Herauskommen verspekulierenden Ex-Schalker Torwart und Marco Reus, der den freien Ball ins ungesicherte Tor schoss. Allerdings tat dieses frühe Tor dem Spiel nicht unbedingt gut. Den Mainzern war etwaiger Wind aus den Segeln genommen; sie agierten zu zerfahren, um eine weitgehend stabile BVB-Defensive zu gefährden. Und die Borussia machte nicht sonderlich viel aus ihrer allgemeinen Überlegenheit, den häufigen Balleroberungen. Eine gewisse Schlampigkeit sorgte dafür, dass die Zahl der dicken Chancen überschaubar blieb.

Es hätte jedoch durchaus noch höher ausgehen können. Marcel Schmelzer und Robert Lewandowski zielten knapp daneben. Zweimal war Christian Wetklo zur Stelle, der sich beim schwarz-gelben Publikum nicht beliebter machte, als er Lewandowski nach einer vermeintlichen Schwalbe anschnauzte. Marco Reus hatte aus zentraler Position eine Riesenchance auf einen Doppelpack, jagte den Ball aber über die Latte.

Kritisieren will ich gar nicht viel. Nicht nach einem Spiel, das man schließlich 2:0 gewinnt und damit bereits vier Spieltage vor Schluss sein Saisonziel erreicht. Nur hätten die Schwarz-Gelben früher das zweite Tor erzielen sollen, um die Gefahr durch den berüchtigten „Treffer aus dem Nichts“ zu schmälern. In der 87. Minute traf schließlich fast schon unweigerlich Robert Lewandowski und bleibt Gerd Müller auf den Fersen. Sein Abstauber-Tor wurde von Leitner und Piszczek vorbereitet.

Der Schwerpunkt der Arbeit von Jürgen Klopp und seiner Mannschaft wird nun für mindestens neun Tage auf der Champions League liegen. Sollte der BVB wirklich ins Finale von Wembley einziehen, gibt es trotzdem noch zwei andere Partien, die für die Fans von gesteigertem Interesse sind: Das Aufeinandertreffen mit dem FC Bayern – allerdings nur für den Fall, dass der FC Barcelona die Münchener ausschaltet. Und den letzten Spieltag mit dem Heimspiel gegen Hoffenheim. Das könnte noch eine gelungene Schlusspointe zu einer erneut sehr guten Bundesligasaison der Schwarz-Gelben werden.

Die Aufstellung: Weidenfeller – Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer – Gündogan, Sahin – Blaszczykowski (62. Großkreutz), Götze (74. Schieber), Reus (86. Leitner) – Lewandowski. Gelbe Karten: Reus, Hummels, Schmelzer. Tore: Reus, Lewandowski

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