Sokratis wird mehr als der neue Santana

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Heute trudeln also die ersten Vollzugsmeldungen ein: Borussia Dortmund hat seine angekündigte Transferoffensive gestartet, über die ich hier gestern noch spekuliert habe. Die beiden nun bekannt gegebenen Veränderungen im Kader sind keine Überraschungen mehr. Innenverteidiger Felipe Santana wechselt zum Lokalrivalen FC Schalke. Über die Ablösemodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart“, doch es ist ein offenes Geheimnis, dass Santana eine Ausstiegsklausel für eine Million Euro hatte.

Über meine Empfindungen in diesem Fall habe ich mich im letzten Beitrag schon geäußert. Manche mögen es besonders bitter finden, dass der Held des Malaga-Spiels jetzt zu den Blauen geht. Ich denke, ‚Tele‘ hat mit seinem 3:2 etwas Bleibendes geschaffen, das ihn immer mit dem BVB verbinden wird. Etwas Vergleichbares muss ihm in Gelsenkirchen erst mal gelingen.

Auch der Ersatz für Santana war bereits bekannt: Sokratis Papastathopoulos kommt zum 1. Juli von Werder Bremen und konkurriert künftig mit Jakub ‚Kuba‘ Blaszczykowski um den schwierigsten Nachnamen. Er hat einen Fünfjahresvertrag unterschrieben; die Ablösesumme wird bei acht bis zehn Millionen Euro veranschlagt, möglicherweise mit erfolgsabhängig fälligen Nachschlägen. Das ist nicht gerade wenig für einen Abwehrspieler, doch Sokratis ist hinten flexibel einsetzbar und könnte in den ersten Monaten der kommenden Spielzeit Lukasz Piszczek ersetzen, der wegen seiner Hüftoperation ausfallen wird.

Mit seiner Variabilität passt der Grieche sehr gut ins Anforderungsprofil von Jürgen Klopp und Michael Zorc, die gerade auch die Defensive noch mal verstärken wollen. Es ist davon auszugehen, dass noch ein weiterer Neuzugang mit Linksverteidiger-Qualitäten kommt. Ob dieser dann eher eine Back-Up-Lösung oder ein ernsthafter Konkurrent für Marcel Schmelzer sein wird, muss sich zeigen. Herzlich Willkommen, Sokratis!

In spanischen Medien, auf die sich der „Kicker“ bezieht, fiel unterdessen ein neuer Name im Zusammenhang mit der Borussia. Der 19-jährige Außenstürmer Gerard Deulofeu vom FC Barcelona B könne leihweise nach Dortmund wechseln, wird kolportiert. In Spanien gilt er als eines der größten Talente. Stellt sich natürlich die Frage, inwieweit kurzfristige Lösungen Sinn machen. Deulofeu hat seinen Vertrag bei Barca gerade erst bis 2017 verlängert – es müsste in Deutschland also schon sehr gut für ihn laufen, um ihn von einem dauerhaften Wechsel zu überzeugen. Darüber hinaus soll die Ausstiegsklausel 35 Millionen Euro betragen. Es könnte sich also wieder mal um eine typische Spekulation der spanischen Sportseiten handeln.

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