Auftakt am Jadebusen

Es ist ein bisschen unwirklich. Eine aufregende Saison ist erst vor ein paar Wochen zu Ende gegangen, eigentlich stehen zurzeit spannende bis nervende Transferspekulationen im Mittelpunkt, und dennoch wurde gestern bereits die erste Runde des DFB-Pokals 2013/14 ausgelost. Borussia Dortmund startet zwischen dem 2. und 5. August an der Nordseeküste beim SV Wilhelmshaven in die neue Saison. Der Nord-Regionalligist beendete die vergangene Spielzeit als Tabellen-16. und ist bei seinen fünf Pokalteilnahmen nie über die erste Hauptrunde hinausgekommen. Ihre Spielklasse konnten die Wilhelmshavener nur halten, weil Holstein Kiel den Aufstieg in die 3. Liga geschafft hat.

Über eineinhalb Monate ist diese Partie noch hin. Läuft alles normal, dürfte sie ein Warm-up für eine auf mehreren Positionen veränderte BVB-Elf werden. Eine gute Gelegenheit, sich unter Pflichtspiel-Bedingungen einen ersten Eindruck von den neuen Gesichtern zu verschaffen. Gespielt wird aller Voraussicht nach im Jadestadion, in dem der SV Wilhelmshaven auch seine Ligaspiele austrägt. Das Stadion gehört der Stadt und fasst nur 7500 Zuschauer, weswegen es nicht einfach wird, an Tickets zu kommen.

Eine Begegnung, bei der es direkt kribbelt, hat die erste Pokalrunde in diesem Jahr nicht zu bieten. Innenminister und Polizei dürften vor allem die Aufeinandertreffen von BFC Dynamo und VfB Stuttgart sowie dem 1. FC Magdeburg und Energie Cottbus interessieren. Meine (objektive) Wahl für das Livespiel wäre 1. FC Saarbrücken v Werder Bremen. Der FC Bayern muss ebenfalls bei einem Nord-Regionalligisten, Schwarz-Weiß Rheden, antreten. Die Revierrivalen haben es sogar nur mit einem Fünftligisten, dem FC Nöttingen aus Baden-Württemberg zu tun. Und Bayer Leverkusen muss nach Westfalen – zum Regionalligisten SV Lippstadt.

All das steht noch unter dem kleinen Vorbehalt, dass sich die Sportfreunde Baumberg überlegen, Einspruch gegen die Auslosung einzulegen. Der Verein war fälschlicherweise zunächst gegen einen anderen ‚Amateurverein‘, RB Leipzig, gezogen worden – weil Glücksfee Nia Künzer die entsprechende Kugel in den falschen Topf gerutscht war. Markus Stenger, Abteilungsleiter Spielbetrieb beim DFB, unterbrach daraufhin die Ziehung und ordnete an, für die Baumberger einen neuen Gegner auszulosen (heraus kam der Zweitligist FC Ingolstadt). Sollte es zu einem Einspruch kommen, werden diesem jedoch wenig Chancen auf Erfolg eingeräumt – immerhin war der DFB ja aufmerksamer als der Lotto-Notar.

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