Anfang gut, alles gut?

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Borussia Dortmund hat die ersten zwei ‚ernsthaften‘ Testspiele der Saisonvorbereitung hinter sich gebracht und nicht den Eindruck hinterlassen, dass der vergleichsweise späte Trainingsauftakt ein Problem sein könnte. Beim 3:0 in Magdeburg am Montag sah es spielerisch zwar noch sehr nach Frühphase der Vorbereitung aus, doch vorgestern Abend gelang den Schwarz-Gelben im Basler St. Jakob-Park gegen den örtlichen Champions League-Teilnehmer, der auch noch kurz vor dem Saisonstart steht, ein 3:1. Der BVB überzeugte dabei vor allem in der ersten Hälfte, in der Jürgen Klopp mit Ausnahme des jungen Eric Durm rechts hinten eine mögliche Pflichtspiel-Startelf aufbot.

Das Schöne für uns Fans: Alle Neuzugänge waren über einen längeren Zeitraum zu sehen. Henrikh Mkhitaryan spielte von Beginn an bis zur Pause und zeigte genau das, was Jürgen Klopp und Michael Zorc in ihm gesehen haben müssen: Vielseitigkeit und gute Laufwege, egal ob durch die Mitte oder eher über außen, Passgenauigkeit und Treffsicherheit. Und dass alles so gut funktionierte spricht zudem für seine Entschlossenheit, sich so schnell wie möglich zu integrieren und durchzusetzen. Pierre-Emerick Aubameyang kam zur zweiten Hälfte und nahm die meiste Zeit eine Linksaußen-Position ein. Wie Lewandowski und Großkreutz hatte er Pech mit einem Pfostenschuss – ansonsten war vor allem seine Schnelligkeit deutlich zu erkennen.

Sokratis durfte 45 Minuten auf seiner Lieblingsposition in der Innenverteidigung ran und machte seine Sache sehr gut. In den nächsten Begegnungen werden wohl auch seine Fähigkeiten als Rechtsverteidiger überprüft werden.

Offen bleibt die Frage, ob Marcel Schmelzer adäquat ersetzt werden kann. Nachdem er am Mittwoch verletzt raus musste, übernahm der junge Jannik Bandowski seine Position, der allerdings noch Zeit braucht, um eine ernsthafte Alternative auch für Pflichtspiele zu sein. Hans-Joachim Watzke hat die Transferaktivitäten der Borussia nun offiziell vorerst für beendet erklärt. Die Optionen hinter Schmelzer lauten nun also Großkreutz, möglicherweise Sokratis und irgendwann vielleicht mal Bandowski. Klar, es wäre schön, wenn Kevin wieder regelmäßiger spielen oder sich ein Junge aus dem Nachwuchs durchsetzen würde. Der Weg, der hier entgegen früherer Bekundungen eingeschlagen wird, ist jedoch riskant; die Flügel scheinen nicht unverwundbar.

Ein junger Spieler, der viel Anlass zu Optimismus gibt, ist allerdings Jonas Hofmann. Der kam vor zwei Jahren von der TSG Hoffenheim nach Dortmund und hat nach allen bisherigen Eindrücken das Zeug dazu, sich im Bundesliga-Kader zu etablieren. Die starke Vorstellung in Basel krönte er mit dem späten 3:1.

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3 Gedanken zu “Anfang gut, alles gut?

  1. Seit diesem Spiel gegen den As Rom 2007 halte ich jeden Testspiel für ein Muster ohne Wert im Hinblick auf eine mögliche Aussagekraft für die anstehende Saison. Der erste Maßstab wird das Auswärtsspiel in Augsburg.

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  2. Das ist was zählt, klar. Pokal natürlich auch. Du hast natürlich recht, man kann anhand der Testspiele keinen Aufschluss über das spätere Funktionieren der Mannschaft oder ihre Leistungsfähigkeit erwarten. Aber man kann doch erste Anzeichen hinsichtlich der individuellen Klasse und der Fähigkeiten einzelner Spieler beobachten. Deswegen auch mein Augenmerk auf die Neuen, also ganz konkret darauf, was die gut machen und was noch fehlt. Dass die theoretisch hinterher wieder total einbrechen können, ist natürlich klar.

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