Neues Bremen, alter Spaß?

Spiele gegen Werder Bremen haben in der Vergangenheit oft Spaß gemacht. Sie waren für die Borussia beileibe nicht immer erfolgreich, manchmal umstritten, aber meistens spannend. Wie wird das mit dem neuen Werder sein, das eine desaströse Saison hinter sich hat und im Pokal einen ebensolchen Start in die neue Spielzeit hinlegte? Das aber in der Liga nach zwei 1:0-Erfolgen wie der BVB mit sechs Punkten da steht.

Der Klub von der Weser versucht gerade den Umbruch. Schaaf und Allofs sind weg, Dutt und Eichin da. Beim Spielerkader dauert der Umbau naturgemäß länger und noch ist höchstens ansatzweise sichtbar, welche Personalpolitik die neuen Verantwortlichen machen wollen. Klar ist: Große Sprünge sind derzeit nicht drin. Mit Cedric Makiadi wurde ein Routinier fürs Mittelfeld verpflichtet, der dieser Zone etwas mehr Struktur und Stabilität geben soll. Wie wir ja auch von Jürgen Klopp hin und wieder zu hören kriegen, entstehen Gegentore häufig genau dort. Neben Makiadi wurden eher jüngere Leute geholt: Der 22-jährige italienische Innenverteidiger Luca Caldirola ist angeschlagen und für das Spiel in Dortmund am Freitag fraglich – wie auch Kapitän Clemens Fritz.

In den letzten zwei Jahren war Werder ziemlich unvorhersehbar und diesem Problem steht man auch bei der Bewertung der Transfers gegenüber. Nehmen wir den letzten Neuzugang, Franco di Santo. Der spielte in der Saison 2012/13 bei Wigan Athletic in der englischen Premier League und wurde somit gleichzeitig FA-Cup-Sieger und Absteiger. Bei den ‚Latics‘ ließ er gelegentlich Talent und Torgefahr aufscheinen; er war jedoch absolut kein Spieler, der imstande wäre, eine Partie ‚allein‘ zu entscheiden oder einen negativen Trend umzukehren. Trotzdem bin ich sehr gespannt, falls er am Freitagabend zum Einsatz kommen sollte.

Wie schon gesagt: Der BVB benötigt eine Steigerung gegenüber der Partie vom Sonntag. Vielleicht kommt den Schwarz-Gelben die taktische Einstellung der Gäste entgegen – aber auch das ist derzeit selbst für Jürgen Klopp schwer einschätzbar, der dazu auf der Pressekonferenz zum Spiel wenig sagen mochte. Nahezu sicher ist nur eins: Die Borussia wird es wieder mit Offensivfußball versuchen und den Gegner früh stören. Welches Personal zum Einsatz kommen wird ist verglichen mit der letzten Saison deutlich ungewisser. Klopp kündigte auf der PK an, dass es in dieser Saison auch bei gleichem Fitnessstand der Akteure auf manchen Positionen zur Rotation kommen wird.

In der Innenverteidigung hat Sokratis gegen Braunschweig ein gutes Spiel gemacht, Neven Subotic zuvor jedoch ebenfalls nicht enttäuscht. Im Mittelfeld dürfte Nuri Sahin eine weitere Bewährungschance bekommen, da Ilkay Gündogan frühestens nächste Woche wieder einsatzbereit ist – eine Doppel-6 mit Bender und Kehl ist in einem Heimspiel nicht so recht vorstellbar. Wohl aber, dass der Kapitän für ‚Manni‘ in die Startelf rotiert.

Marco Reus und Jonas Hofmann sorgten am Sonntag für Belebung im BVB-Spiel. Doch Aubameyangs Schnelligkeit könnte gegen die zumindest in der Vergangenheit häufig auf Abseits spielenden Bremer ein Plus sein und auch sein Hattrick ist selbstverständlich noch nicht vergessen. Und Mkhitaryan braucht vermutlich ohnehin nur Spielpraxis. Gut möglich ist, dass wir Marco, Henrikh und Pierre-Emerick zusammen sehen – und das ist doch beinahe eine Spaßgarantie!

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