Lasst die Spiele beginnen!

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Habt ihr Bock auf Champions League? Ich schon. Vier Monate nach dem Finale von Wembley geht es für Borussia Dortmund wieder bei Null los. Ein bitter-süßes Gefühl, doch die Vorfreude überwiegt deutlich, obwohl man nicht von einem ähnlichen Durchmarsch ausgehen sollte.

Schon die Gruppenphase wird wieder schwer genug. Neben Last-Minute-Arsenal hat sich auch der erste BVB-Gegner SSC Neapel verstärkt. Und da fangen die Parallelen mit unserer Borussia an. Der Weggang eines Schlüsselspielers, Cavani, wurde durch eine intelligente Reinvestition des Transfererlöses kompensiert – so wie es allem Anschein nach auch den Schwarz-Gelben geglückt ist. Jedenfalls treffen am Mittwoch der italienische und der deutsche Spitzenreiter aufeinander – die Gastgeber sind so wenig ein typisches Topf 4-Team wie es der BVB in der letzten Saison war.

Verstärkt haben sich die Napolitaner in allen Mannschaftsteilen, vor allem aber in der Verteidigung und im Sturm. Neben Italien-Legende Paolo Cannavaro spielen jetzt etwa Raul Albiol (vormals Real Madrid) und der Kolumbianer Pablo Armero in der Viererkette. Und vorne wirbeln Gonzalo Higuain und José Maria Callejon – beide ebenfalls vom spanischen Vizemeister eingekauft. Am meisten aufpassen muss die BVB-Defensive aber möglicherweise auf einen, der schon lange im Verein ist: den slowakischen Mittelfeldspieler Marek Hamsik, dessen Frisuren mindestens so extravagant sind wie die von Pierre-Emerick Aubameyang. In den ersten Saisonspielen hat sich der Nationalspieler in exzellenter Frühform präsentiert und ist bester Torschütze des Klubs.

Aber muss sich Borussia Dortmund an diesem Montag vor irgendjemand verstecken? Sorgen macht allenfalls der langfristige Ausfall von Kapitän Sebastian Kehl. Dessen Trainingsverletzung hat sich als ein knöcherner Bandausriss herausgestellt, der eine Pause von rund sechs Wochen erfordert. Was für das Spiel am Mittwoch noch keine unmittelbaren Konsequenzen haben dürfte, könnte bei einem weiteren Ausfall im zentralen Mittelfeld problematisch werden. Denn bis zu Ilkay Gündogans Rückkehr in etwa zwei Wochen heißen die Alternativen am ehesten Oliver Kirch, Kevin Großkreutz oder Mats Hummels. Nicht nur deswegen: Gute Besserung, Sebastian!

Ob sich die erlittenen leichten Blessuren aus dem Hamburg-Spiel auf die Aufstellung in Neapel auswirken? Kaum anzunehmen ist, dass Henrikh Mkhitaryan auf die Bank muss, wenn er einsatzfähig ist. Interessant wird eher die Frage, ob Kuba wieder den Mehrfach-Torschützen Aubameyang aus der Startelf verdrängt – immerhin stehen wir auswärts einem offensiv- und heimstarken Kontrahenten gegenüber.

Der Ausgang der Partie ist nicht deshalb kaum vorherzusagen, weil der BVB und der SSC sich noch nie in einem Pflichtspiel gegenüber standen. Ein möglicher Hexenkessel im Stadio San Paolo muss ein Team, das Erfahrung mit sowas hat, nicht benachteiligen. Und auch sonst könnten gewisse Dinge den Ausschlag geben, müssen es aber nicht. Für die Borussia spricht, dass Neapel sehr aktiv auf dem Transfermarkt war und mehr neue Spieler integrieren muss(te). Für Neapel könnte sprechen, dass der Qualitätsunterschied zu den bisherigen Gegnern der Schwarz-Gelben hoch ist, vielleicht mit Ausnahme von Eintracht Frankfurt. Also was will man mehr? Spannung, ein kochendes Stadion, Abendspiel? Let’s get this party started!

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