Hat die Suche jetzt ein Ende?

Und wieder ist es ein Name, den niemand auf der Rechnung hatte: Borussia Dortmund wird sich nach „Kicker“-Informationen mit dem 21-jährigen serbischen Mittelfeldspieler Milos Jojic verstärken, sollte dieser heute den Medizincheck bestehen. Der einmalige Nationalspieler kommt von Partizan Belgrad, das seinen Abgang bereits auf der Vereinshomepage verkündet hat – allerdings noch nicht das Ziel des Spielers des Jahres der ersten serbischen Liga. Der Kicker will aber wissen, dass es Jojic zum BVB zieht, er etwa zwei Millionen Euro Ablöse kostet und einen Vierjahresvertrag erhält.

Jojic ist laut „transfermarkt.de“ auf mehreren Positionen im Mittelfeld einsetzbar: Am häufigsten spielt er zentral offensiv, doch auch die Gündogan-Position und der Flügel sind denkbar. Damit erfüllt Jojic zumindest auf dem Papier das Anforderungsprofil, das in den letzten Tagen, nach Kubas Kreuzbandriss und auch wegen Gündogans schleppender Genesung, von Jürgen Klopp eher indirekt skizziert wurde. Angeblich soll – mal wieder – auch Bayer Leverkusen an dem Spieler interessiert gewesen sein. Ob und wann er in Dortmund aufschlägt, werden sicher die Journalisten mitbekommen, die nach Klopps Worten und zu dessen Amüsement gestern bereits einen Live Ticker aus dem Krankenhaus befüllten – wohl eher in der Hoffnung, dort auf Lewis Holtby zu treffen.

Doch der BVB hält nicht nur die Augen nach neuen Spielern offen. Er ist vor allem auf der Suche nach Form und Selbstsicherheit – und nach den Gründen, warum sie verloren gingen. Mit einer durchgehend kohärenten Begründung tun sich nicht nur die Medien, sondern auch der Trainer schwer. Neben der Verletzungsproblematik gibt es eigentlich keine weiteren guten Gründe – was im Umkehrschluss heißt: Je mehr fitte Topspieler in den Kader zurückkehren oder neu hinzukommen, desto wahrscheinlicher ist ein Ende der kleinen Ergebniskrise.

Warum nicht am Freitag? Jürgen Klopp freut sich auf das Abendspiel in „großartiger Atmosphäre“ in Braunschweig. Das Engagement des Teams braucht nach dem jüngsten Rückschlag niemand in Frage zu stellen und die Rückkehr von Mats Hummels sowie die mögliche Ankunft eines Kuba- und Gündogan-Ersatzes könnte die Schwarz-Gelben weiter pushen.

Einfach wird es gegen eine sicher mit allen Kräften kämpfende Heimmannschaft nicht werden. Eintracht Braunschweig könnte zudem bis Freitag ebenfalls noch auf dem Transfermarkt tätig werden – im Gegensatz zum BVB hat man das unzweideutig angekündigt. Bisher hat man sich für die Rückrunde bereits leihweise mit dem jungen norwegischen Offensivspieler Havard Nielsen von RB Salzburg verstärkt. Mehr Durchschlagskraft ist jedenfalls ein Thema, das auch die Braunschweiger Löwen beschäftigt.

Auf dem Papier sollte die Borussia am Freitagabend drei Punkte holen können. In der Realität dürfte es ein stimmungs- und reizvolles, engagiertes, emotionales und hoffentlich friedliches Flutlichtspiel werden. Für alles andere muss die Mannschaft ihre Qualität auf den Platz bringen.

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