Der Adler ist gelandet, BVB fliegt weiter

DFB-Pokal, Viertelfinale / Eintracht Frankfurt 0 BVB 1

Borussia Dortmund steht im DFB-Pokal unter den letzten Vier und ist damit einem wichtigen Saisonziel einen Schritt näher gekommen. Es war der erwartet schwere Pokalfight, doch insgeheim hatte man sich erhofft, dass sich der Qualitätsunterschied im Kader etwas häufiger zeigt. Angesichts der Verletztenliste war das vielleicht auch noch zu optimistisch.

Geplant war nach Jürgen Klopps Worten, die Frankfurter ruhig das Spiel machen zu lassen und etwas abwartender als gewöhnlich zu agieren. Es entwickelte sich eine sehr ausgeglichene Partie, in der die Frankfurter wie vermutet auf konsequentes Pressing im Mittelfeld setzten. Eigentlich war es eine angenehme Abwechslung, sich mal nicht als Heimmannschaft fühlen zu müssen, sondern auf Konter setzen zu können.

Leider gab es aber auch Dinge, die nicht so funktionierten wie erhofft und dafür sorgten, dass erst in der 83. Minute das entscheidende Tor fiel. Im Offensivspiel fehlte zeitweise die Übersicht, zu oft wurden Spieler auf den Flügeln übersehen. Ein ‚Übeltäter‘ war hier Henrikh Mkhitaryan, der aber sonst ordentlich spielte und schließlich auch den Eckball vor dem Treffer schlug. Im Spiel nach vorne gab es mit Pierre-Emerick Aubameyang und Sebastian Kehl zwei Akteure, deren Pässen es gelegentlich an Präzision mangelte. Hier wären sicher Reus und Hummels hilfreich gewesen. Und leider wirkte defensiv unsere linke Seite wieder mal alles andere als gefestigt. Schmelzer stand bei Frankfurter Angriffen oft sehr zentral, der Flügel war verwaist, generell passte die Abstimmung mit dem nach links beorderten Großkreutz nicht wie früher.

Die Chancen waren dennoch da und der Sieg letztendlich verdient. In der zweiten Hälfte erhitzte das Duell Carlos Zambrano gegen Robert Lewandowski die Gemüter. Der Frankfurter Abwehrspieler agierte hier unter der Überschrift „Austeilen, aber nicht einstecken können“: Er fiel theatralisch, setzte aber schon mal den Ellbogen gegen Lewa ein. Nicht nur deswegen war es ein klassisches Pokalspiel mit offenem Visier und stetem Auf und Ab. Zu den besten Akteuren gehörten Sokratis und Lewandowski, Sahin steigerte sich in Halbzeit 2. Am Ende wurde der enge Tanz durch einen Eckball entschieden. Keine schwarz-gelbe Stärke zuletzt, umso besser, dass es funktionierte. Kehl verlängerte Mkhitaryans Hereingabe, am langen Pfosten nickte Aubameyang ein, Frankfurts Rode war auf der Torlinie noch am Ball.

Nach der Führung kam von den Gastgebern nichts Gefährliches mehr, was den Sieg auch zu einem verdienten macht; allerdings kann man sicher anderer Ansicht sein als Jürgen Klopp, der von 70 richtig guten Minuten des BVB sprach. Trotzdem danke und jetzt ein Heimspiel, bitte!

Die Aufstellung: Weidenfeller – Piszczek, Friedrich, Sokratis, Schmelzer – Kehl, Sahin – Aubameyang (90. +4 Schieber), Mkhitaryan (89. Hofmann), Großkreutz – Lewandowski. Gelbe Karten: Sokratis, Schmelzer, Aubameyang. Tor: Aubameyang

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