Unter der Woche wird gearbeitet

Champions League, Achtelfinale / Zenit St. Petersburg 2 BVB 4

Eine gegenüber Samstag nicht wiederzuerkennende schwarz-gelbe Mannschaft gewinnt in St. Petersburg und hat beste Chancen, erneut das Viertelfinale der Champions League zu erreichen. Die Akteure waren allerdings zum großen Teil dieselben wie am Wochenende; nur Kehl und Reus kamen neu ins Team. Ein hervorragendes Beispiel für den Unterschied wie Tag und Nacht: Marcel Schmelzer. Von dem sehr behäbigen, unkonzentrierten ‚Schmelle‘ vom Hamburg-Spiel war nichts mehr zu sehen – gestern Abend war er ein Vorbild an Laufbereitschaft, Zweikampfverhalten und Einsatz. Wollen wir hoffen, dass er und die anderen eine Lektion gelernt und nicht nur einfach in den Champions League-Overdrive geschaltet haben.

Die vier Auswärtstore des BVB hatten auch viel mit Marco Reus zu tun – an dreien war er direkt beteiligt. Ein ganz großer Schritt war bereits mit dem Doppelschlag in der 4. und 5. Minute zu tun. Zunächst schnappt sich Reus den Ball und läuft einfach immer weiter, obwohl er von Zenit-Spielern mehrfach angegangen wird. Erst im Strafraum kommt er zu Fall, doch den freien Ball schießt Mkhitaryan ins Tor. Der Neuzugang bereitet kurz darauf mit einer Vorlage für Großkreutz das 2:0 vor. Kevin lässt in den Lauf von Reus abtropfen und der vollendet von rechts ins lange Eck, fast wie ‚Miki‘ eine Minute zuvor.

Auch wenn in der ersten Hälfte eine Reihe von vielversprechenden Spielzügen gegen scheinbar wirklich sehr kalt gestartete St. Petersburger nicht effektiv genug zu Ende geführt wurden, hatte die Borussia die Partie für eine Auswärtsmannschaft beeindruckend im Griff. Da brannte auch nichts an, als die Gastgeber durch ein Abseitstor und einen viel zu harten Elfmeter in der zweiten Halbzeit zweimal verkürzen konnten. Denn es gibt ja noch den talentierten Mr. Lewandowski, der von Piszczek und eben wieder Reus mustergültig bedient wurde und aus zentraler Position zweimal traf. Es war erneut eine Glanzvorstellung des polnischen Torjägers und es bleibt erneut die Erkenntnis, dass der BVB ihn in der nächsten Saison extrem vermissen wird.

Eine großartige Vorstellung zeigte allerdings auch fast die komplette Belegschaft, nur Nuri Sahin fiel leicht ab. Richtig zu schätzen kann man das trotzdem erst wissen, wenn am Samstag drei Punkte gegen Nürnberg raus springen.

Die Aufstellung: Weidenfeller – Piszczek, Friedrich, Sokratis, Schmelzer – Kehl, Sahin – Großkreutz (90. +1 Durm), Mkhitaryan (70. Aubameyang), Reus (85. Hofmann) – Lewandowski. Gelbe Karte: Piszczek. Tore: Mkhitaryan, Reus, Lewandowski (2)

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