Es geht um 70 Punkte

Einen Punktestand wie in den letzten Meisterjahren zu erreichen und mindestens das umgekehrte Ergebnis wie im Hinspiel gegen Hertha BSC – das sind die Ziele, um die es für Borussia Dortmund in der letzten Partie der Bundesligasaison noch geht und die motivierend wirken könnten. Ohne Zweifel ist das erste von zwei Spielen innerhalb von acht Tagen in der Hauptstadt nicht das spannendere. Doch ist wirklich ein Druckabfall zu befürchten? Gegen Hoffenheim war der nur in Ansätzen zu erkennen und es spricht wenig dafür, dass er sich kurz vor dem Pokalfinale und kurz nach der WM-Kadernominierung noch voll einstellt.

Bundestrainer Joachim Löw hat sechs deutsche BVB-Spieler in seine vorläufige 30er-Auswahl berufen. Keiner von denen möchte sich unmittelbar danach eine Blöße geben. Außerdem ist die Konkurrenzsituation um die Startelf für das Pokalfinale erfreulich stark ausgeprägt. Selbst im zentralen Mittelfeld wird sich die Lage spätestens im Lauf der nächsten Woche entspannen. Oliver Kirch und womöglich auch Sebastian Kehl sind bereits für das Hertha-Spiel wieder Optionen. Bei Sven Bender könnte es gegen die Bayern reichen, wobei Jürgen Klopp aufgrund fehlender Spielpraxis unserer Stamm-6 zunächst auf andere Spieler setzen könnte. Interessant: Gegen Hoffenheim patzten drei Akteure, deren Positionen mit am sichersten sind.

Hertha BSC gehört bekanntlich zu den schlechtesten Teams der Rückserie. Trotzdem oder gerade deshalb werden sie sich für das Duell gegen den Vizemeister, Pokalfinalisten und Ramos-Käufer noch etwas vorgenommen haben. Positiv für die Borussia: Der bei Standards so starke Ronny wird wegen eines Anrisses des Syndesmosebands nicht spielen können. Schon mehrere Monate fehlt Fabian Lustenberger, der eine überzeugende Hinserie gezeigt hatte. Ansonsten werden die schwarz-gelben Jungs Zeugen eines Abschieds: Nach langer Bundesliga-Karriere wird Levan Kobiashvili seine Laufbahn beenden, die zwar durch den Aussetzer beim notorischen Relegationsspiel gegen Düsseldorf ein wenig gelitten hat, aber in ihrer Gesamtheit dennoch beeindruckt. Jos Luhukay hat ihm einen Einsatz von Beginn an versprochen.

Im Olympiastadion werden am Samstag wieder über 10.000 BVB-Fans dabei sein. Viele von ihnen wären das auch gerne in der Woche drauf, die Zahl der Enttäuschten ist riesig. Trotzdem: Machen wir das letzte Saisonspiel zu etwas Besonderem, zu einer Einstimmung auf das große Finale, egal wo man es verfolgen wird. Und gleichzeitig zu einem würdigen Ende einer erneut weitgehend erfreulichen Bundesliga-Spielzeit.

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