Ginter will nach Dortmund, Reus bleibt zu Hause

Katastrophen-Nachricht für Marco Reus: Im letzten Vorbereitungsspiel vor der Fußball-WM in Brasilien hat sich der Dortmunder Mittelfeldstar einen „Teilriss des vorderen Syndesmosebandes oberhalb des linken Sprunggelenks“ zugezogen und fällt für das Turnier aus. Bundestrainer Löw, der Shkodran Mustafi nachnominiert hat, zeigte sich betroffen:

Für ihn und für uns ist dies extrem bedauerlich. Marco war super drauf, (…) hat vor Spielfreude gesprüht. In unseren Überlegungen für Brasilien hat er eine zentrale Rolle gespielt.

Zwar hat die deutsche Nationalmannschaft sicher genügend Alternativen im offensiven Mittelfeld, aber das unberechenbar-kreative Element von Marco Reus wird tatsächlich schwer zu ersetzen sein.

Ein schwerer Schlag für Joachim, aber auch für den BVB? Nach DFB-Angaben wird Marco erst in sechs bis sieben Wochen wieder ins Training einsteigen können. Das wäre Mitte bis Ende Juli. Die Saisonvorbereitung der Borussia ist dann zwar schon voll im Gange, sie beginnt am 5.7., aber natürlich steigen die zahlreichen WM-Fahrer ohnehin später ein. Bei normalem Heilungsverlauf könnten wir zum Saisonstart also einen gesunden und trainierten Marco Reus in der Startelf haben. Wie sehr den 25-jährigen das verpasste Turnier belasten wird, ist eine andere Frage – allerdings würde ich ihn nicht so einschätzen, dass er daran Mitte August noch täglich denkt. Für Marco kann es einem sehr leid tun; der Verein könnte dagegen sogar den Vorteil haben, dass der Spieler nicht in einem weiteren internationalen Schaufenster vorspielt.

Unterdessen verdichten sich die Anzeichen, dass Defensiv-Allrounder Matthias Ginter zum BVB wechseln wird. Zumindest ist das nach Lesart des „Kicker“ der Wunsch des Spielers. Dem SC Freiburg ist es dagegen verständlicherweise nicht recht. Auch wenn bei den Breisgauern derzeit kein vergleichbarer Exodus wie im Sommer 2013 zu befürchten ist, würden sie mit Ginter erneut einen ihrer Topspieler verlieren. Zwar wird nach den Worten von Sportdirektor Hartenbach der Wunsch des Spielers respektiert, aber Michael Zorc dürfte ein harter Verhandlungspartner gegenübersitzen.

Für die Borussia stellt sich die Frage, ob das Ausgeben einer weiteren zweistelligen Millionensumme mit dem Standing korrespondiert, das Ginter in absehbarer Zeit im Team haben könnte. An einer direkten Rückleihe an Freiburg scheint der 20-jährige nicht interessiert zu sein. Der große Vorzug bei ihm ist seine Vielseitigkeit. Zwar wird kolportiert, dass Michael Zorc ihn vorwiegend als Innenverteidiger sieht, doch Ginter wäre nicht der erste Spieler, den Jürgen Klopp auf einer anderen Position erfolgreich einsetzt – zumal der Noch-Freiburger diese Allrounder-Qualitäten bereits hat. Die Möglichkeit, einen derartigen jungen deutschen Nationalspieler zu bekommen, der auch noch eine alte Affinität zum BVB hat, ist verlockend. Warum sollte man Ginter nicht zutrauen, sich auf einer der möglichen Positionen auch gegen Konkurrenz durchzusetzen?

Der Fortschritt der Verhandlungen zwischen Sportclub und Borussia ist allerdings unklar. Jüngst hatte die „Badische Zeitung“ berichtet, die Gespräche lägen auf Eis. Freiburg will offenbar die WM abwarten – entweder um Ginter noch mal umzustimmen oder einen höheren Preis zu erzielen. Dem Spieler wäre es lieber gewesen, die Sache vor dem Turnier zu klären. Deshalb war noch unter der Woche gemeldet worden, der Transfer könne bald über die Bühne gehen. Gibt es die Hängepartie oder eine weitere Wendung? Relativ sicher scheint nur zu sein, dass Dortmund Ginters bevorzugtes Ziel ist.

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