Zur Kritik am Supercup

Eins mal vorweg: Klar soll mit dem DFL-Supercup Geld verdient werden. Wie mit jedem anderen Profi-Fußballspiel. Und man kann über die in diesem Jahr unglücklich frühe Terminierung streiten. Aber zwei Argumente gegen den ‚Wettbewerb‘, die in den letzten Tagen häufig zu hören und lesen waren, sind für mich absolut nicht nachvollziehbar.

1. Von manchen Fans ist zu hören, der Supercup habe keine Tradition. Diese Kritik wird dann häufig mit dem Geld-Argument verbunden. Zugegeben, DFL und DFB haben in den letzten Jahrzehnten viel an diesem Wettbewerb herumgedoktert. Der Modus wurde mehrmals verändert, zwischendurch der Cup ganz abgeschafft. Natürlich ging es gerade beim Versuch, die Zahl der Spiele zu erhöhen, um Profitmaximierung. Aber in seiner jetzigen Form kann man dem Cup international gesehen Tradition nicht absprechen. Es gibt das Duell Meister gegen Pokalsieger vor der Saison in vielen Ländern, von England bis Spanien. Und die Wurzeln der ganzen Supercups reichen durchaus schon einige Jährchen zurück.

2. Ziemlich hanebüchen ist das Argument, der BVB habe als zweifacher Vize ja gar nicht verdient gehabt, den Supercup zu spielen. Kann man einen Wettbewerb, den man pushen und ernsthaft betreiben will, denn einfach absagen, wenn ein Verein das Double gewinnt? Wie gesagt, ziemlicher Blödsinn! Nicht zu vergessen: In der Liga und im Pokal unterlegene Vereine können auch in die Europa League nachrücken, wenn die erfolgreicheren Klubs Champions League spielen – darüber hat sich noch niemand aufgeregt.

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