Der Wende erster Teil

Champions League, 2. Spieltag / RSC Anderlecht 0 BVB 3

Es ist ja schon komisch, wie schnell das geht mit den Wenden im Fußball. Der FC Schalke erlebt sie ungefähr nach jedem zweiten Spiel. Und die Sport Bild kann eigentlich heute ihr gestern erschienenes Heft schon einstampfen. Denn Borussia Dortmund ist wieder da, hat mit einem 3:0-Auswärtssieg seine blitzsaubere Champions League-Bilanz gewahrt. Und hofft nun, mit einem Sieg gegen den Tabellenletzten HSV in die Länderspielpause zu gehen, nach der einige Topspieler in den Kader zurückkehren könnten.

Die Schwarz-Gelben starteten gestern mit intensivem Pressing ins Spiel, was sich schon nach drei Minuten auszahlte. Nach einem Pass von Bender lupfte Kagawa den Ball in den Lauf von Immobile, der erzielte ein frühes und schönes Tor für die Gäste. Dass der BVB in der Folge den Fuß ein wenig zu sehr vom Pedal nahm und sich ein paar Unachtsamkeiten leistete – geschenkt. Denn die Phase ging vorüber. Über weite Strecken dominierte die Borussia, hatte weitere Chancen durch Aubameyang. Mit ihm, einem prächtig aufgelegten Shinji Kagawa, dem immer besser zurecht kommenden Immobile und dem wieder toll ackernden Kevin Großkreutz sah die Offensive trotz der ganzen fehlenden Akteure prima aus.

Jürgen Klopp setzte auf ein 4-2-3-1 und auf die Akteure aus dem zum Glück breiten Kader, die die nötige Form haben. Mats Hummels zunächst auf der Bank zu lassen entpuppte sich als ebenso richtig wie die Maßnahme, Adrian Ramos als Joker zu bringen. Prompt verwertete der zwei Hereingaben von Piszczek und Aubameyang zu zwei Treffern. Überlegt, ruhig, humorlos, wie ein Torjäger.

Das frühe Tor half der Borussia und schockte die Gastgeber, die eine Viertelstunde vor Schluss noch mal den Pfosten trafen. Aber eine solche Reaktion auf Derbypleite und Krisengerede musst du erst mal zeigen. Und deswegen hat Jürgen Klopp natürlich recht, wenn er es für lächerlich hält, den Charakter dieser Mannschaft in Frage zu stellen. Mir schwant nichts Gutes – für den HSV.

Die Aufstellung: Weidenfeller – Piszczek, Subotic, Sokratis, Schmelzer – Bender (82. Hummels), Kehl – Aubameyang, Kagawa, Großkreutz (65. Ramos) – Immobile (72. Durm). Tore: Immobile, Ramos (2)

2 Gedanken zu “Der Wende erster Teil

  1. Wenn der Gegner mitspielt und wir auch noch in Führung gehen dann kommt uns das alles sehr gelegen. In der Liga stellen sich leider 95% der Mannschaften hinten rein und wenn wir dann hinten liegen fehlt die nötige Kreativität im Spiel nach vorn. Der CL Start ist nahezu perfekt da gibts nichts zu meckern..

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  2. Ja, am Mittwoch hatten wir eben mit dem frühen Druck Erfolg, das hat uns gegen die junge Anderlechter Mannschaft natürlich geholfen. Die Bundesligisten kennen uns einfach besser und ein Team wie der HSV wartet eben auf den einen Fehler, der immer mal drin ist derzeit. Wenn in den nächsten zwei Wochen nicht wieder neue Verletzte dazu kommen, sollte es danach endlich besser werden. Ich bin sicher, gegen Shinji UND Marco oder Henrikh hätte der HSV allerhöchstens einen Punkt geholt.

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