Elf Spieler für ein Halleluja

Nachdem Borussia Dortmund sich am Samstag in Leverkusen je nach Sichtweise ohne Gegentor oder spielerisch bescheiden aus der Affäre gezogen hat, ist für die kommende Partie am Mittwoch der Auftrag klar: Nun muss die Erlösung her. Zu schwach waren die Auftritte fernab des Westfalenstadions und zu groß die Zuversicht nach einer langen Winterpause, als dass man nun weniger als einen Heimsieg verlangen könnte.

Das Problem heißt Augsburg. Niemand kann bestreiten, dass der dortige FC seit dem Aufstieg absolut herausragende Arbeit geleistet hat. Und vor allem in der Hinserie dieser Saison einiges besser gemacht haben muss als der BVB, obwohl die Gäste natürlich nicht mit den gleichen Problemen zu kämpfen hatten. Doch die Fuggerstädter hatten immerhin Abgänge vom Kaliber eines Andre Hahn zu verkraften; dafür haben sie sich unter anderem mit dem Ex-Borussen Markus Feulner verstärkt. Da dessen Mittelfeld-Kollege Alexander Esswein mit einer Muskelverletzung am Mittwoch fehlen wird, könnte auch der jüngst von Dortmund nach Augsburg zurück transferierte Ji Dong-Won seinem alten Team gegenüberstehen.

Der FCA steht nach einem 3:1 am Sonntag im heimatlichen Schneetreiben gegen die TSG Hoffenheim unglaublicherweise auf einem Punkteniveau mit dem direkten Champions League-Platz 3. Vom FC Bayern wurde zuletzt noch Pierre-Emile Hojberg ausgeliehen, der gestern bereits einen Scorerpunkt verbuchen konnte. Ergo: Die Augsburger haben sich rein durch ihre eigene Arbeit den Status einer neuen Kraft in der Liga gesichert. Ob die in drei Jahren noch genauso stark sein wird, ist ungewiss – aber die Möglichkeit besteht.

Um das jetzt so wichtige Momentum zu behalten, muss der BVB nun gegen diesen FCA gewinnen. Es gibt leichtere Aufgaben, aber auch einen Lösungsweg, den Trainer und Spieler von ihrem Potenzial her finden können. Gut 900 Gästefans kündigte Pressesprecher Sascha Fligge bei der Pressekonferenz zum Spiel an – die Lautstärke-Wertung dürfte also schon mal Schwarz-Gelb gewinnen, denn das Westfalenstadion ist ausverkauft. Klopp wiederum gab zu Protokoll, dass die Herangehensweise wie bei jedem Gegner eine andere sein werde als zuvor. Ein Rumprobieren werde es aber auch nicht geben, sondern „klare Aktionen“.

Es steht zu erwarten, dass die Augsburger deutlich defensiver postiert sein werden als gestern. Ohne spielerische Mittel wird es also nicht gehen. Der BVB muss die Umstellung meistern und das machen, was die Engländer so schön einfach als „get the ball down and play“ umschreiben. Da es heute keine schwarz-gelben Schlusskaufaktivitäten gegeben hat, stehen dafür ähnliche Namen wie zuletzt zur Verfügung. Aubameyang und Kagawa sind beide körperlich fit und könnten auflaufen, wenn Klopp will. Einen von diesen beiden würde ich deutlich präferieren.

Im zentralen Mittelfeld scheinen Sebastian Kehl und Sven Bender auf einem guten Weg zu sein, aber erst nächste Woche wieder für den Kader in Frage zu kommen. Bei Ilkay Gündogan stehen die Chancen für Mittwoch recht gut, während bei Kuba die Zweifel ein wenig und bei Piszczek noch etwas größer sind. Erik Durm könnte nach der Rückkehr ins Mannschaftstraining ebenfalls wieder zur Verfügung stehen. Meine elf Mann für die heikle Mission wären:

Weidenfeller – Durm, Sokratis, Hummels, Schmelzer – Gündogan, Sahin – Aubameyang, Reus, Kampl – Immobile.

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