Dortmund hat wieder einen Schweizer

Der BVB setzt wieder auf einen Eidgenossen und damit eine Tradition fort, die Stephane Chapuisat, Alexander Frei und, ähm, Philipp Degen begründet haben. Roman Bürki, in der abgelaufenen Saison Stammtorwart beim Absteiger SC Freiburg, kommt wie erwartet für rund vier Millionen Euro. Und bringt trotz des am letzten Spieltag verspielten Klassenerhalts aus dem Breisgau einiges an Vorschusslorbeeren mit: Laut „Kicker“ war er mit einer Durchschnittsnote von 2,72 zweitbester Keeper der Bundesliga.

Mit Mitch Langerak deutet sich ein hoffentlich offener und fairer Zweikampf an. Unsere aktuelle Nummer 1 hat lange auf seine Chance warten müssen, diese aber zumindest in der letzten Spielzeit ansatzweise bekommen. Nun sofort komplett unangefochten zu sein, kann er nicht erwarten. Thomas Tuchel äußerte sich in dieser Frage so:

Roman wurde auf jeden Fall verpflichtet, mit der Möglichkeit, die Nummer eins zu werden. (…) Wir haben ihm da nichts versprochen, da sind keine Dinge entschieden.

Alles deutet darauf hin, dass aus dem Top-Torhüter-Trio, das die Borussia nun in ihren Reihen hat, Roman Weidenfeller derjenige ist, der den Verein verlassen soll. Im selben „Sky“-Interview, aus dem das obige Zitat stammt, sagte Tuchel über Weide, dass man „sehr ehrlich miteinander sprechen und eine gute Lösung finden“ werde.

Bei allen Verdiensten, die der langjährige schwarz-gelbe Keeper hat, war klar, dass der Verein nach einer solchen Saison wie 2014/15 Dinge verändern und Weichen für die Zukunft stellen musste. Man könnte Langerak vermutlich nicht halten und hätte Bürki nicht bekommen, wenn man jetzt weiter uneingeschränkt auf Weidenfeller setzen würde.

Should Ginter stay or should he go now?

Nicht gut gelaufen ist diese Spielzeit auch für Matthias Ginter. Dass es für ihn gegen starke Konkurrenz in der Innenverteidigung nicht einfach werden würde, war klar. Doch der Ex-Freiburger konnte bei seinen wenigen Einsätzen auch selten überzeugen. Trotzdem wäre es traurig, wenn er nun tatsächlich zur falschen Borussia wechseln sollte – selbst wenn Max Eberl & Co mit zehn Millionen Euro eine ähnliche Summe bieten, wie sie der BVB letzten Sommer gezahlt hat. Gut möglich, dass Ginter in Gladbach tatsächlich aufblühen und sein Potenzial abrufen würde – und die Schwarz-Gelben mal wieder einen jungen Spieler mit Perspektive zu früh hätten gehen lassen.

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Ein Kommentar

  1. Es würde mich schon sehr wundern, wenn unsere Verantwortlichen Ginter ziehen lassen würden. Man hat ihn klar als Mann für die Zukunft verpflichtet und auch aus dem Grund das er seit Kindestagen an BVB Fan ist. Sicher will er sich nicht noch so eine Saison antun wie die letzte, doch ich hoffe einfach das er auch daran denkt das Hummels und Subotic nicht mehr ewig bei uns verweilen dürften. Für mich ist er hinter Hummels und Sokratis die Nummer 3 von unseren IVs und selbst im defensiven Mittelfeld einsetzbar.
    Selbst wenn er weg wollen würde sollte man bei 3 Jahren Restlaufzeit einfach NEIN sagen, zumal 10 mio. jetzt auch kein Betrag ist wo man ins grübeln kommt. Und indirekt evtl. noch einen direkten Konkurrenten um die CL Plätze stärkt

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