Pop-up Ilkay

In Berlin sind sie gerade ziemlich angesagt: Geschäfte, die sich für einen temporären Zeitraum an einem Ort niederlassen, um dort manchmal durchaus besondere Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Die Betreiber der Pop-Up Stores entscheiden sich in der Regel für diese Lösung, weil sie keine besseren Räumlichkeiten finden oder nicht vorhaben, sich langfristig zu binden.

Ganz ähnlich liegt der Fall Ilkay Gündogan – und die Überschrift ist gar nicht mal despektierlich gemeint. Zum Ausprobieren sind diese temporären Shops sowohl für Käufer wie für Verkäufer ja ideal. Ebenso könnte sich die Vertragsverlängerung des 24-jährigen Nationalspielers für den BVB entwickeln. Zwar hat Ilkay nur für ein weiteres Jahr, also bis Juni 2017, unterschrieben. Damit sind auch seine Aussagen über Thomas Tuchels überzeugendes Konzept weitgehend obsolet. Gündogan hat natürlich vor, bald zu einem vermeintlich größeren Verein zu wechseln. Doch die Borussia kann ihn nun nach einer im Idealfall besseren Spielzeit womöglich teurer verkaufen und bekommt mindestens so viel geboten wie vom Neu-Schalker Geis.

Dass die Sache besonders für Ilkay und von seinem Camp aus unglücklich gelaufen ist, steht außer Frage. Wie groß der sportliche Verlust bei einem Weggang gewesen wäre, darüber kann man sich trefflich streiten. Den genialen Spieler, für den manche Gündogan halten, habe ich auch vor der abgelaufenen Saison nur sporadisch gesehen. Klar, da ist schon richtig viel Qualität vorhanden, aber ist er ein echter Gamechanger?

Man sollte die Personalie also mit der gebotenen Gelassenheit betrachten. Es gibt ja noch andere Neuigkeiten: Milos Jojic steht laut Kicker unmittelbar vor einem Wechsel zum 1. FC Köln – für eine Ablöse von rund drei Millionen Euro. Zwar ist auch ihm mehr zuzutrauen als in der missratenen letzten Spielzeit, aber die Borussia muss schlicht und einfach ihren Kader verkleinern. Es dürfte also für beide Seiten die derzeit beste Lösung sein.

Des Weiteren hat der BVB drei junge, nach vorne orientierte Spieler verpflichtet – zunächst einmal für die in die Regionalliga West abgestiegene U23. Vom Oberligisten Westfalia Rhynern kommt Philipp Hanke (22 Jahre), aus der Jugend von Real Madrid Agoney Gonzalez Perez (20) und von NK Domzale aus Slowenien Alen Ozbolt (19). Natürlich dürften besonders die internationalen Verpflichtungen auch im Hinblick auf eine spätere Beförderung getätigt worden sein.

Und dann war heute noch der offizielle Saisonauftakt an der Strobelallee, nachdem Tuchels schwarz-gelbe Jungs schon am Freitag ihr erstes Testspiel beim Siebtligisten VfL Rhede mit 5:0 gewonnen hatten. Es geht wieder los … und es wird noch einiges passieren.

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