So geht Europapokal!

Europa League, Zwischenrunde / BVB 2 FC Porto 0

Die Borussia im Europa-Modus – 2016 erinnert das zum Glück wieder eher an Madrid als an Thessaloniki. Am heutigen Abend, unter den letzten 32 in der Europa League, zeigten die Schwarz-Gelben Lust auf den letzten fehlenden Titel. Schließlich hatte die Südtribüne mit einer entsprechenden Choreo gut vorgelegt. Viel souveräner als zu erwarten war gelang ein Heimsieg ohne Gegentor, der allerdings noch höher hätte ausfallen können.

Mit leichten Bauchschmerzen hatte Thomas Tuchel Nuri Sahin in der Anfangsformation aufgeboten, da Ilkay Gündogan wegen eines Infekts nicht zur Verfügung stand. Doch er wusste natürlich, was er erwarten konnte – sonst hätten Ginter oder Castro den Vorzug bekommen. Während seines 57-minütigen Einsatzes zeigte Nuri, dass sein Comeback nicht zu früh kam. Unspektakulär, aber umsichtig und ballsicher organisierte er das Mittelfeld, wurde dabei außerdem von seinen offensiveren Kollegen wie auch durch die typischen Vorstöße von Mats Hummels unterstützt.

Der BVB war von Beginn an wach und präsent – und belohnte sich früh, was gegen die defensiv eingestellten Portugiesen sicher ein Vorteil war. Entgegen der Aussagen aus dem Verein begnügte sich der FC Porto damit, abzuwarten. Offensichtlich wollte man lange ein 0:0 halten, auf Konter lauern und auf das Rückspiel setzen. Doch gelang der Borussia endlich mal eine Eckball-Variante und Piszczek kam in Höhe des kurzen Pfostens frei zum Abschluss. Zwar wehrte Iker Casillas noch ab, doch per Kopf traf Piszczu im zweiten Versuch.

Damit waren wohl endgültig auch Selbstbewusstsein und Souveränität da, wo sie bei einem solchen Spiel sein müssen. Die Schwarz-Gelben spielten noch besser Pressing als sonst, eroberten sehr viele Bälle im Mittelfeld. Porto kam kaum zum Zug, der BVB allerdings auch zunächst nur zu wenigen weiteren Großchancen. Kagawa vergab im Sechzehnmeterraum erstaunlich frei stehend – das wars in der ersten Hälfte.

Doch bei allem Vertrauen der Gäste auf das Spiel im Estadio do Dragao – man muss einen CL-Teilnehmer erst mal so im Griff haben. Genau so hatte sich der FC Porto das sicher nicht vorgestellt. Und einige starke Szenen der Schwarz-Gelben gab es ja noch: Kagawa steigerte sich, bereitete nicht nur exzellent das 2:0 durch Reus vor, sondern prüfte Casillas auch noch selber. Und Miki, der beim zweiten Treffer die unmittelbare Vorlage gab, traf mit einem ungeheuer selbstbewusst wirkenden Kopfball noch den Pfosten. Die einzige größere Chance der Gäste durch den eingewechselten Suk vereitelte in der 89. Minute Bürki.

Gut, wir reden hier vom Europapokal und vom FC Porto. Und alle Schwarz-Gelben wissen aus eigener Erfahrung, dass es nach einer guten Ausgangsposition im Rückspiel noch richtig eng werden kann. Wir hatten schließlich noch nie was gegen Spannung! Man freut sich so allerdings einfacher darauf.

Die Aufstellung: Bürki – Piszczek, Sokratis, Hummels, Schmelzer – Weigl, Sahin (57. Leitner) – Mkhitaryan, Kagawa (87. Ginter), Reus (86. Pulisic) – Aubameyang. Tore: Piszczek, Reus

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