Offiziell: Das Olympiastadion ist nicht Anfield

DFB-Pokal, Halbfinale / Hertha BSC 0 BVB 3 

Sie haben das BVB-Fanmobil bemalt, die schwarz-gelben Jungs unsanft geweckt, doch genutzt hat es nichts. Borussia Dortmund steht im Pokalfinale in Berlin und das völlig zu Recht.

Eine knappe Woche nach Liverpool hat der BVB bewiesen, dass eine Partie nicht die ganze Saison definieren kann. Tatsächlich lief die Begegnung so deutlich für die Borussia wie es der Riesenvorsprung in der Liga nahelegt. Man hätte nicht mehr von den schwarz-gelben Jungs verlangen können. Außer das Spiel bei einer der zahlreichen Gelegenheiten früher klar zu machen. Dass es nicht so kam, hatte Hertha auch Keeper Jarstein zu verdanken.

Die Vorfreude auf die seltene Gelegenheit, das Pokalfinale daheim zu spielen, schien die Hertha eher zu lähmen. Die Gastgeber überließen der Borussia nicht ganz unerwartet den Spielaufbau, standen aber häufig viel zu weit weg, um rechtzeitig eingreifen zu können. So konnte der BVB ein beeindruckend sicheres Kurzpassspiel aufziehen, das man so souverän von den Schwarz-Gelben auch nicht jeden Tag sieht.

Spieler wie Castro und Kagawa, die sich zunächst noch häufiger verzettelten, fanden letztlich so gut ins Spiel, dass sie zu Matchwinnern aufstiegen. Gleiches gilt für Marco Reus, dem ja nachgesagt wird, kein Mann der großen Spiele zu sein. Dass Miki und Mats überragten, überraschte da gar nicht mehr so sehr.

Es brauchte keinen Aubameyang, ja nicht mal ein Stürmertor des sichtlich bemühten Ramos, um die Partie zu entscheiden. Castro mit einem veritablen Kracher und Reus mit eigenem Tor und der Vorlage für Miki reichten – der BVB zeigte, dass mit ihm auch nach Liverpool zu rechnen ist.

Zwar blieb Hertha BSC nicht ohne Chancen, hatte sogar eine fast hundertprozentige – doch es wirkte immer eher zufällig oder wie ein Strohfeuer wenn den Berlinern etwas gelang. Die Borussia behielt diesmal immer die Kontrolle. Ob die Mannschaft nun bereit ist, auch die Schummelbayern zu stoppen? An einem Abend wie diesem erscheint nichts unmöglich.

Die Aufstellung: Bürki – Piszczek, Bender, Hummels, Schmelzer (84. Durm) – Weigl, Castro (77. Gündogan) – Mkhitaryan, Kagawa, Reus – Ramos. Gelbe Karte: Castro. Tore: Castro, Reus, Mkhitaryan 

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