Erste Entscheidung im langen, heißen Transfersommer

Selbst wenn es alles andere als eine Überraschung ist: Immerhin ist der Fall Ilkay Gündogan nun endgültig geklärt. Der Nationalspieler wechselt für rund 25 Millionen Euro zu Manchester City. Bonuszahlungen können die Summe angeblich noch erhöhen. Damit endet für Borussia Dortmund eine lange Verletzungs- und Transfer-Saga, derer man durchaus überdrüssig werden konnte. Gündogans spielerische Fähigkeiten bleiben unbestritten. Sollte er in Manchester unter Pep Guardiola mehr Glück mit seinem Körper haben, könnte sich die Verpflichtung als schlau herausstellen. Doch für die Borussia erscheint er weder unersetzlich noch kann man ihn sich mit seinen ständigen Abwanderungsgedanken als echten Führungsspieler vorstellen.

Geschätzte 60 Millionen hat der BVB nun mit Hummels und Ilkay eingenommen. Kein Wunder, dass es in der Gerüchteküche brodelt. Die am häufigsten genannten Namen sind Linksverteidiger Raphael Guerreiro, Stürmer Emre Mor und seit heute Barcas dritter Innenverteidiger Marc Bartra. Ömer Toprak soll aufgrund der geforderten Ablöse unwahrscheinlicher geworden sein.

Die Substanz der Spekulationen ist wie immer schwer einzuschätzen, wenn inzwischen selbst der „Kicker“ schreibt, dass die Schwarz-Gelben alle diese Spieler haben wollen. Halten wir uns deshalb an den einzigen Namen, von dem das Sportmagazin wissen will, dass ein Transfer unmittelbar bevorsteht. Sebastian Rode soll für rund 14 Millionen Euro vom FC Bayern kommen, wo er zuletzt meistens den Platz auf der Ersatzbank einnahm. Damit relativiert sich die hohe Ablöse, die für Mats Hummels erzielt wurde, wieder etwas. Wer weiß, ob BVB und FCB nicht doch über eine ‚Verrechnung‘ der beiden Personalien gesprochen, dies aber nicht kommuniziert haben.

Wie dem auch sei, in München halten sie einiges von Rode – auch wenn er zuletzt trotzdem kaum gespielt hat. Er soll dieser „aggressive leader“ sein, den sie an der Säbener Straße immer beschwören. Doch da gibt es ja nun noch Vidal. Für Borussia Dortmund könnte die Verpflichtung eines neuen, jüngeren Sebastian Sinn machen, wenn man an die These glaubt, dass ein solcher Spielertyp etwa in Liverpool oder im Pokalfinale gefehlt hat. Allerdings sollte man keine technischen Kabinettstückchen von Rode erwarten – und darf die Frage stellen, ob auf seiner Position nicht eine ausreichende Kaderdichte herrscht. Weigl, Sahin, Bender, Ginter und Merino kommen alle für die ‚6‘ in Frage – Baustellen gibt es eher außen.

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