Der neue Hummels kommt vom FCB

Trotz der üblichen Gerüchte hätten damit wohl nur wenige gerechnet: Borussia Dortmund verpflichtet Marc Bartra, 25-jähriger Innenverteidiger – vom FC Barcelona. Der ist auch noch spanischer Nationalspieler, steht im EM-Aufgebot und hat eine Ausstiegsklausel über angeblich 8 Millionen Euro aktiviert, um nach Dortmund wechseln zu können. Bei Twitter ist Bartra beim Unterschreiben des Vertrags zu bewundern, auch wenn auf der BVB-Webseite noch von mit Barca zu klärenden Details die Rede ist. Ein schöner Gruß an alle Schwarzseher, die die Borussia nach den Abschieden von Hummels und Gündogan sowie der bisher nicht erfolgten Vertragsverlängerung von Miki vor dem Ausverkauf sahen.

Natürlich werden die Selbigen nun auf seine Einsatzzeiten hinweisen: Nur vier Startelfauftritte in der Liga und zwei in der Champions League (hinzu kommen neun respektive zwei Einwechslungen). Bartra war höchstens Innenverteidiger Nummer 3 in Barcelona. Doch nicht an Gerard Piqué und Javier Mascherano vorbeizukommen ist keine Schande. Ins Nationalteam hat es Bartra sicher nicht ohne Grund geschafft. Vielleicht ist er der Spieler, der Mats Hummels schon bald vergessen macht – auch wenn manche Medien weiterhin über BVB-Interesse an Ömer Toprak spekulieren.

Den Borussia-Verantwortlichen, zuvorderst Michael Zorc und Aki Watzke, könnte mal wieder ein echter Coup gelungen sein. Einen Barca-Spieler aus dem A-Kader für 8 Millionen zu holen kann nicht völlig verkehrt sein. Manchen kommt das so unglaublich vor, dass sie von einem Rückkaufrecht für den katalanischen Weltverein ausgehen – das wäre jedoch eine sehr ungewöhnliche Konstruktion bei einer vorhandenen Ausstiegsklausel.

Marc Bartra hat Barcelona, wo er bereits im berühmten Nachwuchszentrum La Masia war, nicht leichtfertig verlassen. Er hat sich per offenem Brief an die Fans gewandt, wie es auch viele andere Abwanderer heute über die sozialen Medien zu tun pflegen. Doch er hat den Schritt getan, um regelmäßig auf hohem Niveau spielen zu können. In Dortmund hat er darauf gute Chancen und trifft mit Mikel Merino auf einen weiteren frisch zum Verein gewechselten Spanier. Stand heute ist da auch noch Adrian Ramos, der ebenfalls spanischer Muttersprachler ist.

Willkommen Marc, Gratulation und weiter so, Susi und Aki!

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