Guerreirowatch

Gestern hat Raphael Guerreiro bei der Fußball-EM mit Portugal 1:1 gegen Island gespielt. Sein Teamkollege Cristiano Ronaldo war darüber not amused. Guerreiro hat sich heute erst mal untersuchen lassen, in der Nähe von Paris, vom BVB-Mannschaftsarzt Dr. Stefan Braun. Ob der Vertrag mit der Borussia auch noch während der EM unterschrieben wird, hängt wohl davon ab, ob das als stilistisch korrekt angesehen wird.

Das alles ist jedenfalls Grund genug, um sich Guerreiro mal in Aktion anzusehen. Gegen Island wurde er positionsgemäß als Linksverteidiger eingesetzt, rückte aber vor allem in der zweiten Hälfte immer öfter nach vorne nach. Doch zunächst wurde er eher selten angespielt und seine Aktionen wirkten noch ein wenig schmelzeresk. Die gute Passquote kam auch mit Hilfe des ein oder anderen Quer- und Rückpasses zustande. Defensiv sah man ein, zwei Unsicherheiten.

Anschließend zeigte sich allerdings mehr und mehr, welchen Mehrwert Raphael Guerreiro auch für Schwarz-Gelb haben könnte. Schnelle Antritte, der Mut, auch Gegenspieler anzulaufen, zu umspielen und in den Strafraum zu ziehen – war alles zu sehen. Außerdem durfte Guerreiro einige Freistöße schießen und machte das sehr respektabel. Wenn er einige Wochen mit seiner Mannschaft trainiert, könnte das richtig gut aussehen mit dem Beinahe-Neuzugang.

Weniger positiv hat sich unterdessen eine andere Personalfrage entwickelt: Henrikh Mkhitaryan will Borussia Dortmund verlassen. Oder sein Berater Mino Raiola will, dass er es will. Und Raiola behauptet auch, dass der BVB Miki das bereits vor Monaten zugesagt habe. Aber nicht nur wenn man die Geschichten über Raiola kennt, muss man sich fragen, wie glaubwürdig das ist. Hans-Joachim Watzke wird Mkhitaryan sicher kein bedingungsloses Versprechen gegeben haben. Warum sollte er das tun, wenn danach noch monatelang verhandelt wurde?

Fakt ist nun wohl, dass es keine Vertragsverlängerung geben wird. Der Verein will Miki Stand heute nicht vorzeitig abgeben. Und bei allen finanziellen Gründen, die dagegen sprechen: Ich finde das zumindest nicht falsch. Man muss hier ein Zeichen setzen, um sich nicht immer wieder auf der Nase herumtanzen zu lassen. Wenn es einen Fehler gab, dann den, überhaupt mit Leuten wie Raiola zusammengearbeitet zu haben. Auch auf die Berater sollte man bei der Spielerauswahl verstärkt achten.

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