Es ist doch nur Fußball, aber trotzdem

Standard

1. Bundesliga, 16. Spieltag / BVB 1 FC Augsburg 1

Wieder gerät die Borussia in Rückstand, wieder muss sie sich in ein Spiel zurückkämpfen. Dank defensiver wie offensiver Unzulänglichkeiten reicht es ein Tag nach dem Vereinsgeburtstag nur zu einem Unentschieden gegen Augsburg.

Drei Gedanken zum Spiel

Was ist falsch an der guten alten Viererkette? Die Idee der von Thomas Tuchel zuletzt häufig aufgebotenen Dreierkette ist klar: Im Mittelfeld soll gerade gegen tief stehende Gegner ein Übergewicht geschaffen werden. Doch was nutzt es wenn man immer in Rückstand gerät? Gerade in einer nicht eingespielten Abwehr ist es hilfreich, die Außenverteidiger immer an seiner Seite zu haben. Ohne Sokratis ist die Dreierkette ein Experiment am offenen Herzen.

Die Sache mit dem Schiedsrichter. Eine zweischneidige Geschichte. Einerseits wurde der BVB in den letzten beiden Partien eindeutig benachteiligt. Gestern hätte Guido Winkmann zwei Elfmeter für Schwarz-Gelb geben können, einen davon müssen. Doch vielleicht hat die exzessive Debatte, die von den Medien an den Verein herangetragen und dort aufgegriffen wurde, geschadet. Wenn man an so etwas wie unterbewussten Trotz bei den Unparteiischen glaubt. Nicht hilfreich waren gestern auch die unbegründeten Proteste von Schmelle und Mario Götze vor dem Gegentreffer, mitten im Augsburger Angriff. Ob sie das Tor begünstigt haben, ist noch mal eine andere Frage.

Performer, Teilzeit-Performer und Nicht-Performer. Die Borussia spielt derzeit zu selten geschlossen auf höchstem Niveau. Greifen wir mal ein paar Akteure raus: Mario Götze lässt zu selten seine frühere Spritzigkeit aufblitzen. Shinji Kagawa war gestern am Tor beteiligt, aber sonst an nicht viel. Selbst Ousmane Dembélé blühte erst in der zweiten Hälfte aus. Und Schürrle entwickelt sich langsam zu einem Unglücksvogel, wie es Jürgen Klopp vielleicht ausdrücken würde. Nach seinem Tor im Heimspiel gegen Madrid gelingt ihm kaum noch was. Auch kein Schuss aufs Tor aus aussichtsreichster Position.

Nun ist Weihnachten. Vorher könnte einer der beiden Spitzenklubs auf zwölf Punkte davonziehen. Die Meisterschaft ist passé. Die Hoffnung: keine Verletzten in der Winterpause. Und immerhin gab es doch ein Weihnachtsgeschenk: Julian Weigl hat bis 2021 verlängert.

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Ein Gedanke zu “Es ist doch nur Fußball, aber trotzdem

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