Die Dilemmas des BVB

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Kann doch nicht so schlimm sein, oder? Wollen wir wirklich von Problemen reden, nachdem Borussia Dortmund Testspiele gegen PSV Eindhoven und Standard Lüttich mit 4:1 respektive 3:0 gewonnen hat? Noch dazu ohne Pierre-Emerick Aubameyang. Womit wir beim ersten Thema wären, dass den BVB medial im neuen Jahr begleitet. Die beiden Partien während des Trainingslagers in Spanien waren natürlich NUR Vorbereitungsspiele und Auba wird auch zum Rückserienauftakt noch fehlen. Schließlich spielt er mit Gabun den Afrika-Cup.

Man muss die Winterloch-Spekulationen über Mega-Angebote aus China nicht ernst nehmen. Wichtiger ist die Frage: Wie stellt sich die Borussia im Sturm auf, wenn Aubameyang nicht da oder gar verletzt ist? Dass mir jetzt niemand von Götze als falscher 9 anfängt. Standardmäßiger Ersatz für unsere Nummer 17 ist Adrian Ramos. Doch genau diese Rolle behagt dem Kolumbianer nicht mehr und man kann das ein Stück weit nachvollziehen. Die China-Gerüchte um ihn scheinen deutlich plausibler zu sein.

So könnte es also sein, dass die Schwarz-Gelben Ende des Monats vorübergehend ohne zwei Stürmer da stehen. Das wäre kein Weltuntergang, denn natürlich kann Ousmane Dembélé Mittelstürmer spielen und auch Marco Reus ist torgefährlich. Bleibt zu hoffen, dass beide sich schnell von ihren Wehwehchen erholen. Trotzdem müsste Ramos perspektivisch ersetzt werden – ob noch im Januar oder im Sommer. Der Idealfall wäre eine Perspektivlösung, die Erfolg innerhalb eines Jahres verspricht, ohne sofort einschlagen zu müssen. Also mal wieder der Spieler kurz vor dem großen Sprung, den alle Vereine der 1B-Kategorie suchen. Schön wäre es, zumindest gelegentlich wieder mal einen Angreifer aus dem eigenen Nachwuchs zu sehen.

Erst heute ist ein Thema wieder aufgepoppt, das noch kontroverser diskutiert werden dürfte. Ömer Toprak hat im Trainingslager von Bayer Leverkusen bestätigt, dass er den Verein am Saisonende verlassen möchte. In seinem Vertrag gibt es eine Ausstiegsklausel über 12 Millionen Euro. Der Kicker will wissen, dass der 27-jährige Innenverteidiger nach Dortmund kommt. Hans-Joachim Watzke hat das letzten Sommer ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Doch aktuell gibt es dazu keine Äußerungen vom Verein oder vom Spieler.

Sicher ist der Wechsel aber nicht so unwahrscheinlich, dass er nicht zu diskutieren wäre. Er hätte mehr als einen Hauch von Halbherzigkeit an sich. Will man Bartra als Hummels-Nachfolger aufbauen, Bender als tollen Typen weiter in der Mannschaft haben und Ginter nicht verlieren, macht der Toprak-Transfer wenig Sinn. Nur wer knallhart sagt, dass diese drei nicht mit dem türkischen Nationalspieler mithalten können – eine gewagte Behauptung – vertritt eine nachvollziehbare Linie.

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