Vertragsverlängerungchen: Nuri Sahin bleibt bis 2019

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Gerade noch hat ihn wieder mal das Verletzungspech ereilt: In Mönchengladbach zog sich BVB-Mittelfeldspieler Nuri Sahin einen Außenbandteilriss zu und wird frühestens im letzten Saisonspiel oder im Pokalfinale wieder auflaufen können. Doch was unser Eigengewächs in seinen wenigen Einsätzen der letzten Wochen gezeigt hat, scheint den Vereinsverantwortlichen gereicht zu haben: Nuri Sahin und die Borussia verlängern ihre Zusammenarbeit bis Juni 2019. Sportdirektor Michael Zorc sagte dazu unter anderem folgendes:

Auch wenn Nuri in den vergangenen beiden Jahren Pech mit Verletzungen hatte, hat er doch immer wieder gezeigt, dass er zurückkommen und einen sehr wichtigen Part in unserer jungen Mannschaft ausfüllen kann.

Natürlich weiß Nuri, dass jetzt ein ungünstiger Zeitpunkt für einen Wechsel wäre. Aber natürlich hat man auch auf Vereinsseite seine Verletzungsanfälligkeit ins Kalkül gezogen. Insofern macht eine Vertragsverlängerung um (nur) zwei Jahre für beide Seiten Sinn: Nuri ist heute 28 – Kinder, wie die Zeit vergeht. Mit 30 könnte er noch mal zu einem halbwegs ambitionierten Klub wechseln, wenn es nötig werden sollte. Der BVB sichert sich eine Integrations- und Identifikationsfigur, was bei einer jungen und veränderten Mannschaft schon mal per se Sinn macht.

Ob es sich für den Verein direkt sportlich auszahlt, ist noch mal eine andere Frage. Ich war damals skeptisch, als Nuri und Shinji Kagawa aus England zurückgeholt wurden. Bis zur aktuellen Rückserie dürften die meisten Beobachter diese Skepsis geteilt haben. Seither haben beide wieder eine Reihe guter Auftritte gezeigt – Shinji noch ein paar mehr als Nuri. Ob der Aufschwung von Dauer ist, lässt sich kaum vorhersagen. Noch haben sie ihr Spitzenniveau nicht erreicht und die Messlatte liegt hoch. Verletzungen helfen in aller Regel nicht.

Sagen wir es so: Wäre mit der Vertragsverlängerung eine deutliche Gehaltserhöhung verbunden, würde der Deal für den BVB keinen Sinn machen. Zu ähnlichen oder leistungsbezogeneren Bezügen dagegen schon. Und noch mehr dann, wenn Tuchel, Zorc und Watzke die Überbesetzung des Mittelfelds beheben und den Kader auf anderen Positionen stärken. Gerade in Zeiten wie diesen darf man sich außerdem auch mal ganz sentimental freuen, wenn uns ein langjähriger Schwarz-Gelber erhalten bleibt.

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