Watzke und was sonst noch gut ist

Sie bleiben alle: Hans-Joachim Watzke und Thomas Treß haben ihre Verträge als Geschäftsführer von Borussia Dortmund bis Ende 2022 verlängert. Carsten Cramer steigt zum Geschäftsführer auf und bleibt ebenfalls bis Ende 2022. Alle drei haben in ihren Verantwortungsbereichen gute Arbeit geleistet, auch wenn das die Hater bei Aki Watzke anzweifeln und dieser natürlich die Schlagzeilen bestimmen wird.

Auch ich werde mich in diesem Beitrag allein schon aus Zeitgründen auf den Vorsitzenden der Geschäftsführung beschränken. Dieser hat – an der Seite von anderen – den Verein aus tiefen Tälern geführt und er hat den besten Trainer verpflichtet, den der BVB je hatte. Mit ihm hat Aki so vertrauensvoll zusammengearbeitet, dass Jürgen Klopp sieben Jahre geblieben ist.

Nun ist in den letzten drei Jahren nicht alles optimal gelaufen und auch Geschäftsführer und Sportdirektor haben Fehler gemacht. Seine Fehleinschätzung in der Dreier-Transferfrage 2016 hat Watzke kürzlich bei Sky noch mal eingestanden. Aber in dieser wie in einigen anderen Fragen gilt: Erfolg ist nicht immer planbar, speziell im Sport. Bestimmte Dinge funktionieren nicht und niemand konnte es ernsthaft vorherahnen.

Fehler in der Transferpolitik

Derzeit macht es tatsächlich nicht immer Spaß, Borussia Dortmund zu gucken. Derzeit macht es aber auch generell nicht mehr so viel Spaß, Profifußball zu gucken. Vieles, was man auch beim BVB bemängeln kann, ist Ausdruck der Zustände an der Spitze dieses Sports. Der Verein ist schlicht gezwungen, bei vielem mitzumachen, wenn man oben mitspielen will. Was auch ich ausdrücklich bemängeln würde, ist die Transferpolitik der letzten zwei bis drei Jahre. Aber nicht wegen Abgängen, die nicht zu verhindern waren. Sondern wegen zu großer, unausgewogener Kader. Wegen zu viel Nostalgie in manchen Personalfragen. Und zu viel Experiment in anderen.

Hans-Joachim Watzke hat die Probleme in diesem Bereich zum Teil erkannt. Auch er möchte wieder einen „Typen“ fürs Mittelfeld haben. Das klingt platt, ist aber richtig. Und in dieser wie in anderen Fragen sollte man einem Mann, der so lange Gutes für den Verein geleistet hat, Wandlungsfähigkeit zugestehen und Vertrauen schenken. Nicht blind, sondern kritisch. Über manche Aussage in seiner Amtszeit konnte man sich richtig ärgern. Aber auch in dieser Hinsicht ist Aki etwas weiser geworden.

Haters gonna hate. Alle anderen sollten sich fragen, ob es wirklich so viele gibt, die es besser könnten. Und wenn man dann folgende Meldung liest, freut man sich auch wieder ein bisschen über seinen BVB und dessen Führung.

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