Dortmund erntet drei Punkte auf Gladbacher Acker

28 zu 7 Torschüsse verbuchte Mönchengladbach am Ende der Sonntagabendpartie zu seinen Gunsten – hat der BVB daher glücklich oder gar unverdient gewonnen? Glücklich war im Borussia Park gestern alles. Deshalb kann man kaum von verdient oder unverdient sprechen. Selbst niederrheinische Bauern würden sich für solch einen Acker schämen. Dabei liegt Mönchengladbach nur gut 20 Kilometer von der niederländischen Grenze entfernt – dort gibt es Gras nicht nur zum Rauchen, sondern auch als feinste Auslegeware fürs Stadion. Da kann man nur sagen: selber schuld, Gladbach!

Weil aufgrund der Platzverhältnisse so vieles in der gestrigen Partie zufällig wirkte, machte es als Fußballspiel nicht so viel Sinn und Spaß. Spannend war es trotzdem. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte, in der auf Dortmunder Seite vor allem Mario Götze und Marco Reus Akzente setzen konnten, kamen die Gladbacher vor allem dank der zweiten 45 Minuten auf ihren imposanten Vorsprung an Torschüssen. Doch obwohl Roman Bürki zum Mann des Spiels werden musste, um die drei schwarz-gelben Punkte festzuhalten, täuscht die Zahl 28. Aufs Tor kamen davon ’nur‘ elf Schüsse. Dass die Abschlüsse auf beiden Seiten nicht gefährlicher waren, hatte zu einem guten Teil sicher ebenfalls mit den Bodenverhältnissen zu tun.

Ein Spiel für Papa

Diese begünstigten dafür die Innenverteidiger. Niemand verlangte von ihnen gestern eine kreative Spieleröffnung. Es reichte völlig, zur Stelle zu sein und robust zu klären. Sokratis und Manuel Akanji machten das richtig gut. Gerade für ‚Papa‘ dürfte es ein Spiel nach seinem Geschmack gewesen sein. Von den Mittelfeldspielern erwartet man sich da gemeinhin etwas mehr, doch gestern war selbst Julian Weigl entschuldigt, der immerhin mit ein paar ordentlichen Tacklings gefallen konnte.

Die Gladbacher hatten am Ende ein Problem mit Schiedsrichter Bastian Dankert, als der kurz vor Schluss nicht auf Elfmeter für Vestergaard entschied. Sokratis hatte ihn im Strafraum kurz gehalten. Aber auch die Spielleitung stand unter dem Eindruck des schlechten Platzes und insofern war Dankert konsequent: Er ließ mehr laufen als gewöhnlich. Und über die ganzen 90 Minuten betrachtet pfiff er eher kleinlicher gegen den BVB.

Viel mehr zu bewerten fällt bei dieser Partie schwer. Alle interviewten Dortmunder gaben zu, dass vor dem Team noch viel Arbeit liegt. Auch wenn der BVB jetzt – Stand Montag, 21.15 Uhr – Platz 2 belegt. Wie stabil der Fortschritt ist, den man spätestens seit der Rückkehr von Marco Reus erkennt, wird die Partie in Bergamo zeigen.

Die Aufstellung: Bürki – Piszczek, Sokratis, Akanji, Toljan – Weigl, Castro – Reus (79. Dahoud), Götze (74. Pulisic), Schürrle (87. Toprak) – Batshuayi. Gelbe Karte: Batshuayi, Castro, Bürki. Tor: Reus

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