Axel Witsel füllt das Mittelfeld

Der BVB besetzt die letzte Planstelle im Mittelfeld mit einem Stammspieler der belgischen Nationalmannschaft. Das ist der offizielle Spin rund um die Verpflichtung von Axel Witsel, der für 20 Millionen Euro von Tianjin Quanjian kommt. Die Qualitäten des 29-Jährigen sind natürlich unbestritten. Aber sind wirklich noch Stellen offen?

Worauf ich natürlich hinaus will: Wie letztes Jahr steuert Borussia Dortmund auf einen sehr großen Kader zu. Spieler werden für Positionen geholt, auf denen zumindest quantitativ ein Überangebot besteht. Qualitativ sah das im zentralen Mittelfeld in der letzten Saison tatsächlich nicht überzeugend aus. Wenn aber nun gesagt wird, Witsel und Julian Weigl könnten auch zusammen spielen, kann die Frage nur lauten: Was machen dann Delaney, Sahin, Kagawa, Dahoud?

Neben verschiedenen anderen Dingen fehlte der Borussia 2017/18 die mannschaftliche Geschlossenheit. Eine solche herzustellen ist einfacher, wenn der Trainer einem Spieler überzeugend erklären kann, warum er nicht spielt. Das dürfte bei der Dichte, oder sagen wir Fülle, im Mittelfeld schwierig werden. So schwer es fällt: Es wird noch der ein oder andere, vielleicht auch mit großem Namen und BVB-Tradition, gehen müssen. Nur wenn es gelingt, den Kader noch zu verkleinern, kann man von einer gelungenen Transferpolitik sprechen.

Axel Witsel dürfte dem BVB weiterhelfen. Doch die Schwarz-Gelben müssen wieder mehr als die Summe ihrer Einzelspieler werden. Wenn dazu etwa Nuri Sahin gehen muss, dann sollte er. Es wäre auch nicht das erste Mal.

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