Die Borussia vor dem Start

Lange Zeit wurde dieser heiße Sommer in Sachen Fußball von den Nachwehen der WM bestimmt. Inzwischen wird wieder über anderes gesprochen. Spätestens ab Montagabend auch wieder über den BVB – hoffentlich aus den richtigen Gründen.

In der laufenden 1. Runde des DFB-Pokals hat es schließlich schon mehrere Überraschungen gegeben. Titelverteidiger Frankfurt scheiterte beim Viertligisten Ulm, der VfB beim Drittligisten Hansa Rostock. Der FC Bayern erzielte beim Regionalligisten Drochtersen nur ein Tor. Und Borussia Dortmund muss morgen Abend beim nominell schwerstmöglichen Gegner, dem Zweitligafünfzehnten der Vorsaison, antreten. Nach zwei Spieltagen der aktuellen Saison steht Greuther Fürth sogar mit vier Punkten auf dem dritten Tabellenplatz.

Ehrlicherweise muss man als Schwarz-Gelber ohnehin zugeben, dass man vor der Saison 2018/19 noch so gar nicht sagen kann, wohin die Reise geht. Ein neuer Trainer, eine Reihe von neuen Spielern, ein großer Kader, noch kein Mittelstürmer – das sind alles schwer einzuschätzende Faktoren. Der BVB ist die sprichwörtliche Gleichung mit vielen Unbekannten. Wie weit ist beispielsweise die Abwehr? Glaubt man jüngsten Berichten, hat sich Lucien Favre für eine junge, frische Innenverteidigung aus Abdou Diallo und Manuel Akanji entschieden. Außen sollen dagegen die BVB-Veteranen Schmelzer und der neue Vize-Kapitän Lukasz Piszczek die Seiten dicht machen – was in der letzten Spielzeit nur gelegentlich funktioniert hat. Im Tor bleibt Roman Bürki, der nicht über jeden Zweifel erhaben ist, aber natürlich in der letzten Saison von manchen viel zu heftig kritisiert wurde.

Weniger Fragezeichen bleiben bei der Qualität des zentralen Mittelfelds. Thomas Delaney und Axel Witsel sind allem Anschein nach Transfers, die der Borussia direkt weiterhelfen können. Die ‚Unbekannten‘ sind hier eher diejenigen, die nicht spielen oder im Kader stehen werden. Bei der Stürmerfrage gibt sich der BVB entspannt. Natürlich wird hinter den Kulissen geschaut was machbar ist. Sollte noch jemand für ganz vorne kommen, könnte das die Einsatzzeit von beispielsweise Maximilian Philipp stark einschränken – was schade wäre. Doch braucht man nicht doch eine stärkere Nummer 9 als Alexander Isak? Das bleibt vorerst unbekannt. Auch das Pokalspiel wird hierbei noch keinen Aufschluss geben.

Fraglich bei den Gastgebern ist für morgen Kapitän Marco Caligiuri, ein nicht unbekannter, erfahrener Abwehrmann. Sein Fehlen könnte die Aufgabe im ausverkauften Sportpark Ronhof etwas erleichtern. Schauen wir mal, wie lang die Borussen brauchen, um Licht ins Dunkel zu bringen.

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