Pulisic geht und bleibt erst mal

Chelsea hat also das Rennen gemacht: Für 64 Millionen Euro verpflichten die Londoner Christian Pulisic vom BVB – auch wenn Trainer Maurizio Sarri davon nichts gewusst haben will. Denn der wollte eigentlich sofortige Verstärkung für die Offensive. Und die ist der US-Wonderboy erst mal nicht – ganz einfach deswegen, weil er noch bis zum Sommer leihweise in schwarz-gelb auflaufen wird.

Warum hat sich der FC Chelsea auf diesen Deal eingelassen? Vielleicht weil die Konkurrenz so groß war, vielleicht, weil der Abramowitsch-Klub im Sommer ein Transferembargo aufgrund der Financial Fair Play-Regeln befürchtet? In Deutschland wird der Wechsel ja überwiegend als perfektes Geschäft für Borussia Dortmund gewertet. War Christian Pulisic zuletzt an Spieltagen nicht häufiger auf der Bank als auf dem Platz zu sehen?

Tatsächlich scheint der Weggang auch aus der Perspektive eines BVB-Fans verkraftbar zu sein, wenn die Vereinsführung mit dem Geld weise umgeht. Gleichzeitig ist es aber durchaus möglich, dass Christian in London oder anderswo aus seiner Stagnation herausfindet und sein großes Potenzial wieder entfaltet. Dass auch diese Transfersumme eigentlich zu hoch ist, darüber müssen wir nicht reden. Aber sportlich könnte Pulisic bald wieder Freude machen und haben – hoffentlich auch noch in Dortmund.

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