Die Show geht weiter

1. Bundesliga, 19. Spieltag / BVB 5 Union Berlin 0

Wer das Hinrundenspiel des BVB in der Alten Försterei gesehen hat, weiß, dass uns heute der größtmögliche Kontrast geboten wurde. Eine um Dimensionen verbesserte Borussia traf auf fehlerhafte und später mutlose Unioner und schlug die Gäste auch in der Höhe verdient mit 5:0.

Es kann nur eine Meinung geben

Eine der neuen Dimensionen der Schwarz-Gelben heißt Erling Haaland. Wer aufgrund von Alter, der nötigen Umstellung auf eine stärkere Liga oder Anpassung an eine neue Umgebung Zweifel an dieser Verpflichtung hatte, darf diese tatsächlich schon nach drei Spielen begraben. Klar, der norwegische Wunderstürmer wird auch mal leer ausgehen und jeden Spieler kann das Verletzungspech treffen. Aber Haaland hat schon einen Bundesliga-Rekord geknackt: Sieben Tore in den ersten drei Spielen hat ligaweit noch kein Neuling geschafft. Dazu dieser Torriecher gepaart mit Schnelligkeit – genau das hat dem BVB in der Hinserie gefehlt. Der Transfer war sowas von richtig. Bleibt nur die Frage, ob wir nicht einen Stürmer mehr hätten vertragen können.

Lust am Fußball

Diese Mannschaft hat (wieder) Bock auf die Rückrunde. Jeder will 90 Minuten spielen und setzt in der Regel nach, wenn er den Ball verliert. Es gab diese Ballverluste bei den Schwarz-Gelben, es gab einige schlampige Pässe, aber man ließ sich im Anschluss nicht vom Gegner auskontern, sondern gewann viele Bälle schnell zurück. Der BVB hatte schwächere, passivere zehn bis 15 Minuten zu Anfang der zweiten Hälfte. Aber so richtig gefährlich wurde der 1. FC Union nicht. Da war nach dem frühen 0:2-Rückstand der Gäste viel Respekt zu spüren – und sie vermissten offensichtlich die Alte Försterei.

Der BVB profitierte von Fehlern. Selbst Unions Torwart und Fanliebling Gikiewicz hätte das 5:0 halten können. Aber es waren auch feine schwarz-gelbe Spielzüge dabei, die zu noch mehr Toren hätten führen können. Ein rundum gelungener Tag war es dennoch.

Deadline Day Can

Am Freitag wurde zwischen den Abgängen von Paco Alcacer zu Villareal und Jacob Bruun Larsen zur TSG Hoffenheim noch ein großer Einkauf klar gemacht: Emre Can wurde bis zum Saisonende von Juventus ausgeliehen und wird danach aller Voraussicht nach dauerhaft verpflichtet werden. Schön, dass wir noch einen starken Defensiv-Allrounder verpflichtet haben. Schade wäre es, wenn er Dan-Axel Zagadou aus der Startelf verdrängt.

Die Aufstellung: Bürki – Piszczek, Hummels, Akanji – Hakimi (64. Hakimi), Brandt, Witsel, Guerreiro – Sancho, Reus (72. Hazard) – Haaland (78. Reyna). Tore: Sancho, Haaland (2), Reus (EM), Witsel

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