Ode an Mats

1. Bundesliga, 6. Spieltag / Arminia Bielefeld 0 BVB 2

Selbst wenn ich nicht der Erste und Einzige bin, der die Leistung von Mats Hummels nach dem jüngsten Auswärtssieg des BVB in den Mittelpunkt stellt: Es ist mal wieder Zeit, dem Doppeltorschützen vom Samstag Tribut zu zollen. Die Nummer 15 ist das Gesicht der Schwarz-Gelben.

Denker und Lenker

Nicht immer sind Mats‘ Beiträge zum Spiel so offensichtlich wie in Bielefeld. Am Samstag war der Abwehrchef gleichzeitig Mittelstürmer. Bei der Ecke, die zum 0:1 führte, stand er sträflich allein gelassen am langen Pfosten und musste nicht einmal mehr abstauben – der Ball fiel ihm buchstäblich in den Schoß und prallte von dort ins Tor. Das 0:2 war dagegen ein echter Power-Kopfball, wie ihn Mats eben auch kann, nach Reus-Flanke.

Es gibt die Partien, in denen sich Hummels in eine schwache Mannschaftsleistung einreiht und er ist nicht immun gegen eigene Fehler. Aber er ist wohl derjenige, der sich am produktivsten darüber aufregt und nachdenkt. Eine wochenlange Schwächephase haben wir bei ihm schon lange nicht mehr erlebt. Und wenn das Mittelfeld mal keine Impulse liefert, springt immer wieder er ein – mit viel Ballsicherheit und gutem Auge. Die große Kritik aus Fankreisen bei seiner Rückkehr habe ich schon damals nicht verstanden. Trotz Bayern-Wechsel war Hummels nie ein Söldner-Typ. Wie gut, dass er ein Schwarz-Gelber ist.

Die Null steht schon wieder

Wäre da nicht dieses Lazio-Spiel gewesen, gäbe es rein vom Sportlichen her sehr wenig zu meckern in Dortmund. Ja, die Auftritte sehen nicht durchweg überzeugend aus und es gab eine Niederlage in Augsburg. Vom Spiel auf der Alm habe ich nur die zweite Hälfte gesehen. Aber zwei Gegentore nach sechs Ligapartien sind schon verdammt gut. Die beste Abwehr der Liga wird natürlich am Samstag gegen den FC Bayern auf eine harte Probe gestellt werden. Deshalb ist mir schon fast egal, ob der verletzungsbedingt ausgewechselte Mats Hummels gegen Brügge spielen kann – gegen den deutschen Rekordmeister dürfte der BVB ohne ihn jedenfalls Probleme kriegen.

Die Aufstellung: Bürki – Meunier, Akanji, Hummels (86. Piszczek), Passlack – Bellingham, Delaney (82. Witsel) – Sancho (75. Reyna), Reus (75. Guerreiro), Hazard (82. Reinier) – Brandt. Gelbe Karten: Delaney, Hummels. Tore: Hummels (2)

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