Ein freundschaftliches 3:1 zum Finale

1. Bundesliga, 34. Spieltag / BVB 3 Bayer Leverkusen 1

Es war ein Tag der Abschiede und der Freundschaft: Im Duell der befreundeten Trainer Edin Terzic und dem von seinem aktuellen Verein scheidenden Hannes Wolf hatte der scheidende Schiedsrichter Manuel Gräfe wenig Mühe und kam ohne Gelbe Karten aus. Von der Intensität her war die Partie zwar nicht mit der aus der Hinserie vergleichbar, aber immerhin weitaus weniger ein Sommer-Kick des BVB wie am letzten Spieltag der Vorsaison.

Abschieds-Aufstellung

Der zumindest von seiner jetzigen Position scheidende Edin Terzic beorderte sechs Neue in die schwarz-gelbe Startelf. Man kann das zuvorderst auf der menschlichen und in zweiter Linie auf der kommerziellen Ebene verstehen. Dass Lukasz Piszczek spielen würde, war eh klar. Dass auch Brandt, Delaney, Reinier und Schulz auflaufen durften, war gleichzeitig ein Dank für ihre Geduld, aber auch ein Schaufenster für die Spieler, um sich nochmal möglichen Interessenten zu präsentieren. Man möchte und kann wohl nicht alle vier abgeben, wäre bei dem einen oder anderen aber auch nicht gleich abweisend. Wobei ich inzwischen hoffe, dass Julian Brandt uns erhalten bleibt.

Ich war zunächst etwas skeptisch bezüglich der Aufstellung, weil ich absolut keine Lust auf eine Blamage wie vor einem Jahr gegen Hoffenheim hatte. Doch für Leverkusen ging es ebenfalls um nichts mehr und der BVB machte es gerade zu Beginn gut. Es war tatsächlich Reinier, der den letzten Pass auf Erling Haaland spielte, so dass der Norweger schon in der 5. Minute zur Führung treffen konnte. Nach etwa einer Viertelstunde war es allerdings vorbei mit dem erstaunlich frischen Auftritt der Gastgeber. Aktionen nach vorne kamen nur noch von Leverkusen; die Schwarz-Gelben hielten den Ball nicht mehr, spielten unnötige Fehlpässe, wirkten passiv, ließen sich weit hinten reindrängen und kamen zumindest außerhalb des Strafraums nicht mehr gut in die Zweikämpfe. Es war das Gesicht, dass die Borussia in dieser Saison schon öfter gegen spielstarke und engagierte Teams gezeigt hatte. Allerdings konnte man sich immerhin auf Manuel Akanji und Roman Bürki verlassen.

Wieder ein später Elfmeter des Gegners

In Mainz hatte der BVB kurz vor der Pause getroffen, gegen Leverkusen waren es sechs Minuten nach Wiederanpfiff. Seinen Freistoß von links zirkelte Marco Reus direkt ins lange Eck, der VAR bestätigte das Tor zum idealen Zeitpunkt. Denn die Schwarz-Gelben gewannen nun einen Teil Spielkontrolle zurück, obwohl die Gäste die gefährlichere Mannschaft blieben. In weiteren Parallelen zum Mainz-Spiel trafen die Borussen in der Schlussphase zum entscheidenden 3:0 (Haaland), ehe es in der Nachspielzeit noch einen Elfmeter für den Gegner gab. Torwart Roman Bürki gab sich keine große Mühe, den Strafstoß des scheidenden Lars Bender zu halten. Noch mehr hätten die schwarz-gelben Fans den Treffer sicher seinem kurz zuvor ausgewechselten Brunder Sven aka Manni gegönnt.

Lukasz Piszczu Piszczek wurde nicht nur mit einem großen Banner auf der Südtribüne gefeiert, sondern auch bei seiner Auswechslung in der 75. Minute. Ein 3:1 zum Abschied – was will man mehr? Am Ende kam Leverkusen zwar auf knapp doppelt so viele Torschüsse, lag bei den Expected Goals aber nur aufgrund des Elfmeters vorne (1,85 zu 1,21). In jedem Fall war’s ein effektiver Abschluss des BVB. Einer, der mehr als zufrieden stimmt. Und ja, das war nicht ganz unwichtig, trotz der bereits erreichten Ziele.

Zur Personalie Edin Terzic gibt es einen eigenen Artikel – sie ist ja auch noch offen. Dass der Erfolg ihm sowas von zu gönnen ist, muss aber schon heute nochmal ausgesprochen werden. Über eine interessante weitere Personalie darf seit heute offiziell diskutiert werden: Stuttgarts 23-jähriger Keeper Gregor Kobel hat heute das Interesse von Borussia Dortmund an seiner Verpflichtung bestätigt und will sich das „anhören“.

Die Aufstellung: Bürki – Piszczek (75. Passlack), Akanji (63. Hummels), Can, Schulz – Dahoud (46. Bellingham), Delaney – Brandt, Reinier (79. Reyna), Reus (63. Sancho) – Haaland. Tore: Haaland (2), Reus

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