Dortmund ohne Sancho und ein Rose ohne Dornen

Zum offiziellen Saisonbeginn am 1. Juli gibt es gleich zwei nicht unbedeutende Ereignisse rund um den BVB zu berichten. Die Transfer-Saga um Jadon Sancho geht ihrem Ende entgegen – wie bereits seit einigen Tagen abzusehen und in den Medien zu lesen. Heute bestätigte Manchester United in einer sehr kurzen Meldung auf der Vereinswebseite, dass man sich grundsätzlich mit Borussia Dortmund auf einen Transfer geeinigt habe, aber die Klärung von Vertragsinhalten – mutmaßlich mit dem Spieler – sowie der Medizincheck noch bevorstünden und nach Jadons EM-Teilnahme erfolgen sollen.

Von einer grundsätzlichen Einigung, aber noch bevorstehendem Vollzug sprach Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in einer seiner vernünftigeren Antworten auf der heutigen BVB-Pressekonferenz. Die Sache scheint also klar zu sein – es sei denn, Sancho fällt überraschend beim Medizincheck durch. Die Ablöse soll 85 Millionen Euro betragen und in fünf Raten bezahlt werden. 15 Prozent davon stehen Sanchos Jugendverein Manchester City zu. Unterschiedliche Angaben gibt es zu den Bonuszahlungen: Sind sie an „teils sehr niedrige“ Bedingungen geknüpft (Kicker) oder„quite difficult to reach“, wie der Guardian schreibt?

Bye Jadon, hallo Marco!

Zu Jadon Sancho muss man ansonsten nicht mehr allzu viel schreiben. Ein begnadeter bis genialer Kicker, der sich in der Transfer-Frage immer fair verhalten hat. Schade, dass er geht – er wird dem BVB (und uns Fans) fehlen. Trotzdem war es natürlich richtig, dem Wechsel jetzt zuzustimmen und unter Corona-Bedingungen ist die Ablöse fast schon obszön hoch. Man kann damit jedenfalls versuchen, Ersatz zu besorgen und vielleicht auch ein bisschen die Verluste reduzieren.

Der eigentliche Anlass der heutigen PK in Dortmund war natürlich der Amtsantritt von Marco Rose. Der kam schon ehrgeizig, aber auch unkompliziert rüber. Auf den ersten Blick keine Dornen, keine Ecken und Kanten erkennbar. Aber auch Thomas Tuchel oder Lucien Favre zeigten sich bei ihrer Vorstellung von ihrer besten Seite. Grundsätzlich gab es über Marco Rose hier wie anderswo ja schon einiges zu lesen, deshalb hier nur die unmittelbaren Erkenntnisse vom heutigen Termin: Der neue Trainer zeigte sich offen gegenüber verschiedenen Systemen und will „Arbeiter-Fußball“ mit schnellem Umschalten sehen. Die interessanteste Aussage: Neuzugang Gregor Kobel geht wie erwartet von der Pole Position ins Rennen um den Platz zwischen den Pfosten. Sollte er die Erwartungen nicht erfüllen, steht natürlich Marwin Hitz bereit. Roman Bürki wurde von Rose zwar gelobt, aber sein Weggang scheint trotzdem die favorisierte Lösung zu sein.

Die komplette PK gibt’s auf dem Youtube-Kanal des BVB zu sehen.

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