Jubel, Trubel, Attraktionen

Spiele zwischen Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen gehören zum Besten, was die Bundesliga zu bieten hat – zumindest was den Unterhaltungswert angeht. In jeder der letzten acht Begegnungen fielen mindestens drei Tore und häufig noch einige mehr. Trafen sich die Schwarz-Gelben und die Schwarz-Roten im Westfalenstadion, hatten zudem in den letzten Jahren die Gastgeber immer das bessere Ende für sich. Den letzten Dortmunder Punktverlust daheim gab es 2014 (0:2). Diese Fakten allein machen schon richtig Lust auf die Partie am Sonntag um 15.30 Uhr. Doch es gibt noch mehr zu wissen und Grund zur Vorfreude…

Gios Rückkehr

Der Trainer freute sich jedenfalls sichtlich, als er auf der Pressekonferenz vor dem Spiel verkünden durfte, dass Giovanni Reyna seit zwei Wochen ohne größere Probleme das Mannschaftstraining mitmacht und am Sonntag zumindest für einen Teileinsatz zur Verfügung stehen dürfte. Es klang so, als ob Marco Rose auch von Gios Trainingsleistungen angetan war. Gerade bei der sich abzeichnenden personellen Situation (siehe nächster Absatz) täte ein frischer, kreativer Spieler auf dem Platz gut. Ob Reyna nicht nur frisch genug fürs Training, sondern auch für ein Topspiel gegen Leverkusen ist, bleibt natürlich abzuwarten.

Spielt er oder spielt er nicht?

Die Personalie, die mal wieder die größte Aufmerksamkeit erregen dürfte: Wird Superstürmer Erling Haaland bis Sonntag fit? Nach Roses Einschätzung bei der PK wahrscheinlich nicht. Ebenso wie Emre Can ist der Norweger noch nicht ins reguläre Mannschaftstraining zurückgekehrt, während Mats Hummels immerhin schon wieder auf dem Fahrrad gewesen sei. Wir brauchen nicht darüber zu reden, dass Erlings Fehlen eine immense Schwächung wäre. Sein Auflaufen wäre aber auch nicht die erste Haalandsche Wunderheilung.

Auf Leverkusener Seite wird neben bekannten Ausfällen wie Julian Baumgartlinger nur der Neue fehlen. Winter-Transfer Sardar Azmoun, ein Offensivmann, der von Zenit St. Petersburg kam, ist laut Trainer Gerardo Seoane noch nicht bereit für den Kader. Auf spielerische Schwergewichte wie Moussa Diaby und Patrik Schick muss sich der BVB aber einstellen.

Ein Gegner mit vielen Ähnlichkeiten

Gerardo Seoane hat es in seiner PK selber angesprochen: Die beiden Kontrahenten von Sonntag haben vergleichbare Stärken und Schwächen.

In gewissen Punkten sehe ich Ähnlichkeiten zu uns. Das ist eine Mannschaft, die es liebt, offensiv zu spielen. Wenn du viele Spieler mit diesem Drang hast, riskierst du natürlich, dass du Räume preisgibst für schnelle Gegenangriffe. Das passiert uns auch ab und zu.

Kicker Online

Natürlich gibt es Unterschiede, allerdings mehr bei taktischen Feinheiten als bei der grundsätzlichen Spielweise. An der Konstanz müssen beide Teams noch arbeiten. Ergebnistechnisch hatte Leverkusen das Problem, längere Durstphasen als der BVB zu haben. So gab es wettbewerbsübergreifend gleich zweimal, im Oktober und Dezember, fünf sieglose Spiele hintereinander. Seit Jahresbeginn haben die Gäste in der Liga sieben von neun möglichen Punkten geholt, die Schwarz-Gelben bekanntlich alle neune. Jedoch mit dem großen Malus, zwischendurch gegen einen Zweitligisten aus dem Pokal geflogen zu sein. Das widerfuhr Leverkusen schon in Runde 2 (1:2 zuhause gegen den KSC).

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