Klare Lösungswege für BVB-Dilemma

Zu den wichtigsten Dingen, die Borussia Dortmund mittelfristig für Sebastien Heller tun kann, zählt, ihm den Weg zurück in die Mannschaft so einfach wie möglich zu machen. Wir wünschen uns alle vor allem, dass er wieder vollständig gesund wird. Egal wie lange das dauert, gibt es für den Verein zwei Alternativen, wie er Haller bis dahin ersetzen kann.

Option 1: Der BVB setzt auf die anderen Offensivkräfte. Besonders naheliegend ist das natürlich, wenn Hallers Rückkehr eher früher als später zu erwarten ist. Klar dürfte einem dabei nicht ganz wohl sein, denn Karim Adeyemi, Donyell Malen und Youssoufa Moukoko als die nominellen Stürmer haben noch nicht nachgewiesen, dass sie im BVB-Trikot regelmäßig treffen können.

Vielleicht hilft es Neuzugang Adeyemi oder dem noch so jungen Moukoko aber auch, wenn man ihnen explizit das Vertrauen als Torschützen schenkt und sie im Sturmzentrum einsetzt. In jedem Fall dürfte es die Chancen vergrößern, Letzteren zu halten, nachdem Youssoufa zuvor im Blitztempo dem schwarz-gelben Nachwuchs entwachsen war, seine Entwicklung in der ersten Mannschaft jedoch stagnierte. Edin Terzic müsste bis zum Saisonstart noch ausprobieren, in welcher Konstellation – etwa mit ein oder zwei Spitzen – Option 1 funktionieren könnte. Und natürlich bräuchten die genannten Spieler gehörig Unterstützung aus einem nachrückenden Mittelfeld.

Option 2: Die Borussia leiht einen Stürmer aus – je nach Lage für ein halbes oder ganzes Jahr. 2018 hat das mit Michy Batshuayi in einer nicht einfachen Saison solide funktioniert. Der springende Punkt: Es gibt vertraglich gebundene Offensivkräfte bei Klubs mit entsprechendem Standing, etwa in der Premier League, die dort nicht oder nicht ausreichend zum Zuge kommen, dem BVB aber vermutlich weiterhelfen könnten. Natürlich müssten Sebastian Kehl, Edin Terzic & Co abwägen, wie schnell jemand, der nicht so oft wie gewünscht gespielt hat, bei 100 Prozent wäre und wie viel eine Leihe inklusive Gehalt und möglicher Gebühr kosten würde. Passende Leihstürmer findet man zwar nicht wie Sand am Meer und jemand vom Niveau Sebastien Hellers dürfen wir wohl nicht erwarten. Jemanden auszuleihen, der mehr Torgefahr ausstrahlt als die vorhandenen Angreifer, sollte jedoch möglich sein.

Einen Stürmer für eine Ablöse fest zu verpflichten verbietet sich eigentlich angesichts der anderen Baustellen, die der BVB noch hat. Als Alternative geistert seit Kurzem der Name Luis Suarez durch das Web und die sozialen Medien, also ein vertragsloser Spieler, der den Schwarz-Gelben vermutlich sofort weiterhelfen könnte. Doch zu dieser Verpflichtung wird es wohl kaum kommen. Abgesehen von den Fragezeichen hinsichtlich seines Charakters würde Suarez wohl so gar nicht ins Gehalts- und Mannschaftsgefüge der Borussia passen.

Grundsätzlich dürfte es nur ganz wenige ungebundene Spieler geben, die die Qualität für den BVB haben und zu dessen Gehaltsstruktur passen. Und auch noch bereit für die Feuerwehrmann-Funktion sind, also einen kurzzeitigen Vertrag unterschreiben würden. Wenn der BVB eine solche „Perle“ finden sollte – her damit! Wahrscheinlich dürfte es jedoch auf Option 1 oder 2 hinauslaufen.

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