Volle Portion Krise am County Ground

Kein Geld, kaum Spieler, kein Trainer, kein Geschäftsführer, Streit um die Eigentümerschaft, Mietschulden: Die Fans des englischen League Two-Clubs Swindon Town müssen derzeit einiges ertragen, vielleicht mehr als je zuvor. Die „Robins“ aus der 157.000-Einwohner-Stadt Swindon in Wiltshire sind außerdem frisch abgestiegen. Doch das ist noch das geringste Problem.

Kern des Dilemmas: Der bisherige Besitzer Lee Power, ein ehemaliger Profi und Spielerberater, kann oder will die Robins nicht mehr finanzieren und möchte den Club eigentlich veräußern. Allerdings nicht so gerne an Miteigentümer Clem Morfuni, dem aktuell 15 Prozent der Anteile gehören – denn Power schwebt ein werthaltigeres Angebot vor. Ein Gericht hat allerdings bestätigt, dass dem Miteigentümer ein Vorkaufsrecht zusteht. Morfuni, ein australischer Geschäftsmann, der erfolgreich in der Baubranche tätig ist, wird bei seinem Vorstoß zur Übernahme von Swindon vom Supporters Trust, der Fan-Stiftung des Vereins, unterstützt. Diese hat sich den wahrscheinlichen neuen Besitzer nach eigenen Angaben schon mal genauer angesehen.

Schuldzuweisungen und ein Exodus

Lee Power hat dagegen längst jeden Kredit bei den Anhängern der Robins verloren. Und an dieser Situation ist nicht nur die Corona-Pandemie schuld: Schon zuvor wurde Power vorgeworfen, im Zweifelsfall eher eigennützig als im Sinne des Clubs zu handeln. Entsprechend wenig Glauben wurde einer Mitteilung auf der Vereinshomepage geschenkt, in der Morfunis Axis Group für die Verzögerung bei der Übernahme verantwortlich gemacht wird. Es sei noch keine Zahlung eingegangen und dies habe zu diversen Problemen beim Betrieb des Clubs geführt. Weiterlesen „Volle Portion Krise am County Ground“

Wanderer zurück vom Abgrund

Es begann eigentlich eher banal. Als ich mich vor rund zwölf Jahren erstmals intensiver mit dem Bolton Wanderers Football Club beschäftigte, war ich getriggert von zwei Fakten: dem legendären Unentschieden, das den Whites 2007 beim großen FC Bayern gelungen war – Stichwort „Fußball ist keine Mathematik“. Und ihren Bei- bzw. Spitznamen „Wanderers“ und „Trotters“, die mir als passioniertem Wanderer und Spaziergänger gut gefielen. Die lokale Verbundenheit, die ich aufgrund damals nur seltener England-Besuche nicht hatte, fiel als Begründung aus; meine Leidenschaft für den englischen Fußball allgemein musste sich aber irgendwie ihre Bahn brechen.

2010 schrieb ich erstmals über die Trotters in diesem Blog (Owen Coyle’s Superwhite Army). Einige Jahre lang verfolgte ich das Geschehen rund um das Reebok bzw. spätere Macron Stadium intensiv und sah, wie die Probleme rund um den Club nach dem Abstieg aus der Premier League wuchsen. Eddie Davies, der viele Jahre lang viele Millionen in den Verein gepumpt hatte, verkaufte die Wanderers, verzichtete dabei aber auf die Rückzahlung eines Großteils der ihm geschuldeten Summe. Im September 2018, nur vier Tage vor seinem Tod, half er seinem Ex-Verein nochmal mit einem Fünf-Millionen-Pfund-Kredit aus höchster Not.

Ich selber hatte die Wanderers seit 2017 etwas aus den Augen verloren. Soweit ich mich erinnern kann, hatte das nicht in erster Linie mit ihrem sportlichen und finanziellen Abstieg zu tun. Im englischen Fußball gab es schon immer viele spannende Geschichten zu erzählen und ich war (England betreffend) nie Die-hard-Fan nur eines Vereins gewesen, sondern habe seit Langem mindestens eine Handvoll Clubs, die mir sympathisch sind. Ein bisschen bedauerte ich das Fehlen einer besonders engen Beziehung zu einem bestimmten Verein. Erst in den letzten Monaten habe ich das Gefühl, dass sich der Kreis schließt und ich auf den zuletzt beschwerlichen Weg der Wanderer zurückgefunden habe. Weiterlesen „Wanderer zurück vom Abgrund“

Zwei Wege, ein Ziel: Derby County v Preston North End

Alle wollen in die Premier League. Für Neulinge in Englands zweitklassiger Championship ist das manchmal ein längerfristiges Ziel. Nicht jedoch für die dort etablierten Traditionsvereine Derby County und Preston North End, die am Boxing Day (26.12.) in Derbys Pride Park-Stadion aufeinandertreffen. Die Gastgeber, gegründet 1884, begreifen sich – nicht zu Unrecht – als großen Club, der einfach in die höchste Spielklasse gehört. Preston wiederum, gegründet 1880, war einst der erste und zweite Meister nach Einführung des englischen Ligafußballs, wartet inzwischen aber seit fast 60 Jahren auf die Rückkehr in die Erstklassigkeit.

Beide Vereine eint zwar ein Ziel, doch ihre Profile und ihre Herangehensweise könnten kaum unterschiedlicher sein. Derby – die „Rams“ – stand in den letzten Jahren für einen Zweitligisten oft im Rampenlicht. In der letzten Spielzeit gab es einen groß publizierten Zwischenfall nach einer Mannschaftsfeier, als mehrere Spieler betrunken ins Auto stiegen und einen Unfall verursachten, bei dem der damalige Mannschaftskapitän Richard Keogh verletzt wurde. Keogh wurde in der Folge gefeuert, andere Beteiligte ’nur‘ bestraft.

Sportliche Schlagzeilen schrieben die Rams mit der Verpflichtung von Wayne Rooney aus den USA, der zunächst als Spieler eingeplant war und inzwischen, zumindest temporär, auf der Trainerbank sitzt. Ermöglicht wurde der Giganten-Transfer offenbar durch den gemeinsamen Sponsor 32Red, einem Anbieter von Online-Casinos und Sportwetten. Dass Rooney in der Folge die Rückennummer 32 trug, war natürlich reiner Zufall. Weiterlesen „Zwei Wege, ein Ziel: Derby County v Preston North End“

Die nächste große Hoffnung für Sunderland

Fans zurück in den Stadien – in Großbritannien könnte das schon zum Ende des aktuellen Lockdowns am 2. Dezember und je nach regionaler Pandemie-Lage Realität werden. Die Anhänger des englischen Drittligisten Sunderland AFC hätten dann womöglich gleich doppelt Grund zur Freude. Sie warten seit geraumer Zeit auf eine Übernahme ihres Klubs durch neue finanzkräftige Investoren. Die jetzigen Eigentümer um Mehrheitsaktionär Stewart Donald und Charlie Methven reden seit Langem von laufenden Gesprächen, doch nun könnte es endlich ernst werden. Spekuliert wird über den Abschluss der Verhandlungen und eine zeitnahe Ratifizierung der Übernahme durch den Ligaverband EFL, vielleicht sogar bis Anfang Dezember.

Doch wie die Fan-Rückkehr ist auch der geplante Eigentümerwechsel durchaus zwiespältig zu betrachten. Die jüngere Geschichte der „Black Cats“ ist eine der enttäuschten Hoffnungen. Als ich vor zwei Jahren zum letzten Mal über Sunderland schrieb, waren sie bereits drittklassig, aber Donald und Methven hatten einiges getan, um die Fans nach zwei Abstiegen in zwei Jahren wieder an Bord zu holen. Doch es war nicht genug, denn sportlich verfehlte der Klub das klare Ziel, wieder aufzusteigen, zweimal – sowohl mit Trainer Jack Ross als auch seinem Nachfolger und Noch-Amtsinhaber Phil Parkinson.

Das Gewicht der Geschichte

Man muss die Größe des Klubs und seiner Anhängerschaft kennen, um die Dimension des Problems zu verstehen. Neben Newcastle United und Middlesbrough ist Sunderland eines von drei sportlichen Aushängeschildern im Nordosten Englands, einer Region mit wirtschaftlichen Problemen. Die Black Cats haben in ihrer Geschichte sechs Meisterschaften geholt und sind damit in dieser Hinsicht der sechsterfolgreichste Fußballverein Englands. Auch wenn nur einer der Titelgewinne in den letzten 100 Jahren gelang (1936), sehen die Fans ihren Verein weiter als einen der großen an. Noch verständlicher wird ihre derzeitige Frustration, wenn man sich vergegenwärtigt, dass Sunderland in seiner vor 2018 knapp 140-jährigen Geschichte nur eine einzige Saison (1987/88) in der dritten Liga verbringen musste, 87 Spielzeiten insgesamt und vor 2017 zehn am Stück erstklassig war. Weiterlesen „Die nächste große Hoffnung für Sunderland“

Die Kosten für die Kleinen

Was macht Corona mit dem Fußball? Neben der Leere in diesem Blog, die die Krise wenigstens mitzuverantworten hat, sorgt sie auch für riesige Belastungen der Vereine. Und doch wird immer wieder auch die Hoffnung oder Erwartung geäußert, dass Covid-19 längerfristig etwas Positives bewirken kann. Wenn selbst DFL-Geschäftsführer Christian Seifert über die Deckelung von Gehältern nachdenkt und eine „Taskforce Zukunft“ einsetzen will, könnte sich nicht tatsächlich etwas zum Besseren ändern?

Hoffen darf man, aber neben den rechtlichen Hürden dafür ist momentan sowieso eher die Zeit, an Andere zu denken, die Schwächeren. Clubs in den unteren Ligen, an der Schwelle vom Amateur- zum Profisport. Clubs, die höhere Kosten haben als echte Amateure, aber keine oder nur äußerst geringe Fernseheinnahmen verbuchen können. Werfen wir einen Blick nach England, auf zwei Vereine, die vor der Pandemie auf dem Weg der Besserung waren und dazu ansetzten, erhebliche Lasten der Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Gloucester ist die sehenswerte Hauptstadt der Grafschaft Gloucestershire. Die Kathedrale der Heiligen Dreifaltigkeit, die hier steht, war sogar bei Harry Potter zu sehen. Den lokalen Fußballclub Gloucester City AFC kennen mit Sicherheit deutlich weniger Menschen. Die „Tigers“ haben in ihrer 137-jährigen Geschichte noch nie im Profibereich gekickt; diese Saison bestritten sie in der sechstklassigen National League North. Nachdem die Spielzeit unterhalb der vier Profiligen für beendet erklärt worden ist, kann sich Gloucester City immerhin eines Nichtabstiegsplatzes sicher sein. Was in Sachen Auf- und Abstieg in der National League (Klassen 5+6) geschieht, ist noch nicht geklärt. Weiterlesen „Die Kosten für die Kleinen“

Phönix an der Decke?

Eine mehrjährige Erfolgsgeschichte ist ins Stocken geraten: Als ich im Juni 2018 zuletzt über den englischen Phönix-Club Hereford FC schrieb, war der Nachfolger des insolventen Hereford United gerade zum dritten Mal in drei Jahren, und damit in jedem Jahr seiner Existenz, aufgestiegen. Seither spielen die „Bulls“ in der sechstklassigen National League North und sind nicht vorangekommen. Das ist bei dem vorherigen rasanten Aufschwung eigentlich normal und verzeihlich, doch die Erwartungen bei manchen Vereinsvertretern und Fans waren offenbar schneller gewachsen als die sportliche und strukturelle Leistungsfähigkeit.

Hereford FC möchte vieles anderes machen als der Vorgängerclub und eigentlich nicht mehr abhängig von einzelnen Besitzern oder Geldgebern sein. Die Mitglieder des Hereford United Supporters Trust sind der größte Anteilseigner, haben aber aufgrund der eigenen finanziellen Möglichkeiten noch nicht die angestrebten und laut Statuten maximal möglichen 50 Prozent erreicht. Einzelpersonen oder Gruppen dürfen maximal 24 Prozent halten.

Trainer-Roulette und Familienbande

Der Verein hat schon einiges erreicht – so spielt die Frauenmannschaft gerade ihre sehr ordentliche zweite Saison in der siebtklassigen Midwest Counties Female Football League. Bei den Herren hat sich die überstürzte Entlassung des dreimaligen Aufstiegstrainers Peter Beadle im September 2018 nicht ausgezahlt. Zu dieser Zeit standen die Bulls im Mittelfeld der Liga, auf Platz 12. Keiner der Nachfolger brachte konstanten Erfolg mit. Zunächst versuchte sich Marc Richards auf der Trainerbank, eingesetzt von seinem Schwiegervater Tim Harris, der zuvor Fußballdirektor geworden war. Richards hielt gerade so bis in die aktuelle Saison durch, wurde Mitte August 2019 entlassen. Weiterlesen „Phönix an der Decke?“

Das Team, gegen das Jürgen Klopp nicht spielen will

Kloppo hat genug vom Pokal. Zumindest bleibt der Trainer des FC Liverpool bei seinem Standpunkt, das Wiederholungsspiel der 4. Runde des FA Cups zu Hause gegen Drittligist Shrewsbury Town auszulassen. Konkret würde das bedeuten, dass er selber sowie der gesamte Kader der ersten Mannschaft nicht da oder sogar in Urlaub sind. Antreten soll stattdessen die U23 der Reds, angeleitet von ihrem Trainer Neil Critchley.

Klopp beruft sich auf eine von der Premier League eingeführte gestaffelte Spielpause im Februar, die den Klubs aus dem Oberhaus etwas Freizeit verschaffen soll. Der englische Fußballverband FA sagt dagegen, alle Vereine hätten gewusst, was passiert, wenn man in der 4. Runde des Pokals in ein Wiederholungsspiel muss. Der Terminkalender der folgenden Wochen sei schon überladen.

Topspieler halfen nicht

Wie immer man dazu steht: Schade ist, dass die Diskussion davon ablenkt, was Liverpools Gegner Shrewsbury im Hinspiel geschafft hat. Ja, Klopp und die Reds traten im New Meadow freiwillig mit Spielern aus der zweiten Reihe an. Aber auch die späteren Einwechslungen von Alex Oxlade-Chamberlain, Mohamed Salah und Firmino verhalfen ihnen nicht zum Sieg. Der großflächig tätowierte Einwechselstürmer Jason Cummings hatte für die Riesenüberraschung gesorgt und aus einem 0:2 ein 2:2 für Shrewsbury gemacht. Weiterlesen „Das Team, gegen das Jürgen Klopp nicht spielen will“

Eine Niederlage, die Mut macht

Im Fußball gibt eine Niederlage null Punkte – wenn der Sieger alle Regeln befolgt hat. So hat auch der englische Drittligist Shrewsbury Town aus Barnsley nichts Zählbares mitgenommen. Und doch wird die 1:2-Niederlage beim Tabellenzweiten als Fortsetzung des Aufschwungs gewertet, den „Salop“ endlich geschafft hat. Viereinhalb Monate, nachdem der 37-jährige Sam Ricketts als Trainer übernahm, der zuvor nur ein halbes Jahr Erfahrung bei einem Fünftligisten vorweisen konnte.

Vor dem Spiel in Barnsley hatte Shrewsbury zehn Punkte aus den letzten fünf Partien geholt und sich sechs Punkte von der Abstiegszone absetzen können. Es hatte jedoch einige Zeit gebraucht, bis die Shrews endlich in Schwung kamen. Seit meinem letzten Beitrag über den Verein Ende 2018 waren sie zunächst bis auf die Abstiegsplätze abgerutscht und einige Fans hatten bereits einen erneuten Trainerwechsel gefordert. Doch nun erweisen sich einige der Deals, die Ricketts im Januar während der Transferperiode über die Bühne brachte, doch noch als echte Schritte nach vorne. Etwa der aus dem Nachwuchs von Manchester United fest verpflichtete Innenverteidiger Ro-Shaun Williams. Vor allem aber der bis zum Saisonende vom Zweitligisten Stoke City ausgeliehene junge Stürmer Tyrese Campbell, dem in Barnsley dieses Tor gelang:

Ja, das Spiel ging am Ende noch verloren. Die Shrews hätten aber sehr wohl gewinnen können, wie auch Barnsleys deutscher Trainer, der Ex-Hannoveraner Daniel Stendel zugab. Mehrere Eins-gegen-eins-Situationen hatten die Offensivkräfte der Gäste, darunter eine weitere Szene von Campbell.

Nun beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang 21 drei Spieltage vor Schluss ’nur‘ noch fünf Punkte. Doch man traut es Shrewsbury Town allemal zu, am Ostermontag zuhause gegen Oxford United die Rettung faktisch klar zu machen – obwohl die Gäste aus der Uni-Stadt gerade einen sehr guten Lauf haben und als 12. noch drei Plätze besser da stehen.

Schön wär’s, denn Shrewsbury ist ein ruhiger, familiärer Klub ohne Schulden. Man gibt jungen Leuten inklusive dem Trainer eine Chance. Große Sprünge sind zwar nicht drin, auch das Stadion bietet nur knapp 10.000 Zuschauern Platz. Aber wenn ein solches Modell Erfolg hat, kann man sich heutzutage nur freuen.

Am Anfang des langen Wegs zurück

Ipswich Town ist abgestiegen. Das war absehbar. Nicht mal Boris Johnson hätte den Fans des Zweitligisten in den letzten Wochen noch etwas anderes versprechen. Nach dem gestrigen 1:1 zu Hause gegen Birmingham City haben die Tractor Boys 13 Punkte Rückstand auf den rettenden Platz 21 bei vier verbleibenden Spielen, damit ist man auch Tabellenletzter.

Wie konnte es so weit kommen beim Klub aus der Grafschaft Suffolk? Der einst unter dem großen Bobby Robson 1981 den UEFA-Cup gewann und in England zweimal hintereinander Vizemeister wurde? Aktuell spielt Ipswich die 17. Saison in der zweitklassigen Championship hintereinander, ist mit dieser Liga vertrauter als jeder andere aktuelle Teilnehmer. Doch nun ist der Abstieg in die Drittklassigkeit besiegelt – wo Town zum letzten Mal 1957 spielte.

Der Klubbesitzer

Wenn sich Ipswich-Fans über das große Ganze äußern, über die Hauptgründe für den jetzigen Absturz, dann fällt unweigerlich der Name Marcus Evans. Ist ja auch nicht verwunderlich, denn ihm gehört der Fußballklub seit 2007. Evans hat außerdem ein weltweit operierendes Unternehmen, das Events organisiert. Seit er Ipswich Town führt, hat er sich für einen Klubbesitzer und Vorsitzenden arg rar gemacht. Zwar ist er nicht selten bei den Spielen anwesend, aber Interviews gab er lange Zeit keine. Einmal im Jahr wandte er sich in den Vereinsmedien an die Fans.

Erst seit kurzem scheint sich Evans‘ Haltung gegenüber der Öffentlichkeit zu ändern. Ende Januar gab er der regionalen East Anglian Daily Times und ihrem Schwesterblatt Ipswich Star ein Interview – das erste gegenüber unabhängigen Medien seit seiner Übernahme des Vereins. Seine Sprachlosigkeit rechtfertigte er mit der Überzeugung, dass der Trainer die entscheidende Person in einem Fußballklub sein solle. Deswegen habe er auch immer erfahrene und starke Trainer verpflichtet. Zu den letzten gehörten Roy Keane, Paul Jewell und Mick McCarthy. Der Letztere verlor allerdings gegen Ende völlig den Draht zu den Fans, die der Stagnation in Ipswich überdrüssig waren. Weiterlesen „Am Anfang des langen Wegs zurück“

From Niki to Nicky

It’s the third minute of stoppage time. Your team has been down to ten men and under pressure for the longest part of the game. But now, in the final seconds, your substitute crosses from the right for your fan favourite to head in a late, late winner. This has just happened to Exeter City in their away game at Notts County, the bottom team of League Two. Unsurprisingly it sent the 660 away fans into raptures. Most of them probably had a long trip from the Exeter area to Nottingham. And the Grecians were on the receiving end of late goals on a number of occasions in the recent past.

Exeter City are one of just a few teams in the Football League which are controlled by their supporters via a supporter trust model. They have a youth academy renowned for producing talented players who often get their chance in the first team – before aiming higher and ending up in the Championship or even the Premier League. It can be frustrating for the manager and supporters, but for fan-owned clubs it’s a decent way to earn much-needed money.

So after losing long-time manager Paul Tisdale plus a couple of important players in summer and top striker Jayden Stockley in January, Exeter weren’t exactly favourites for promotion this season. But as it happens, as 7th they are just inside the play-off places  with eight games to go. Matt Taylor, a former Grecians player and now their manager, has apparently instilled a good spirit into this team. There have been blips and turns, but to be challenging for the play-offs is pretty remarkable.

I’ve been following the Grecians from a distance for some time now. Occasionally I manage to catch them via iFollow, the EFL’s live streaming service. And, at last, there’s a new fan podcast, the Big Bank Theory. This matchday, it was Twitter and live score app only for me. And now this: my namesake scores the winner in injury time. Nicky Law arrived at St. James Park last summer. The experienced midfielder has helped the team not only with his composure, but also with eight previous goals. His ninth could prove invaluable. Fantastic effort, Nicky!