Wie du erfolgreich den BVB-Frust bekämpfst

1.Bundesliga, 20. Spieltag / TSG Hoffenheim 2 BVB 3

Du bist BVB-Fan und das stetige Auf und Ab leid? Die Lösung ist ganz einfach: Denke von Spiel zu Spiel! Ja, wirklich. Deine Mannschaft verliert im Pokal bei einem Zweitligisten? Nimm es an und gräme dich nicht länger! Es gibt ein nächstes Spiel – tue so, als ob es das letzte für deinen Verein wäre! Für Fans einiger Vereine, etwa in England, aber auch anderswo, droht das, Realität zu werden. Dagegen bist du in einer komfortablen Situation. Und wenn dein Klub dann Tage später bei einem unangenehmen Gegner aus den Top 5 gewinnt? Feiere den Tag, freue dich über schöne Tore und Spielzüge, aber erwarte nichts!

Ja, liebe Leserinnen und Leser, ganz so einfach ist das natürlich nicht. Aber wohl auch nicht komplett abwegig, wenn man an den BVB der letzten Jahre denkt. Denn der hat nun mal zwei Gesichter, die sich oft auch innerhalb einer Partie zeigen. Wie gestern in Sinsheim. Erneut kamen die Schwarz-Gelben gut ins Spiel und führten bereits nach sechs Minuten. Erling Haaland traf, aber der Macher des Tores und Flankengeber war Donyell Malen – nach einem wunderschönen Spielzug über mehrere Stationen. Es war die erste von drei Torbeteiligungen des Niederländers, der vielleicht der insgesamt beste Spieler auf dem Platz, zumindest aber der absolute Aktivposten in der BVB-Offensive war.

Bekannte Muster und ein bekannter Gegentorschütze

Das Problem, mal wieder: Die Borussia agierte angesichts nach dem Rückstand beherzt pressender Hoffenheimer zu passiv. Gegen Freiburg und zu Anfang der gestrigen Partie hatten die Schwarz-Gelben mit aggressivem Anlaufen selbst Erfolg, doch das Moment drehte sich zugunsten der Gastgeber. Sehr aktiv war dabei der früh für Baumgartner eingewechselte Rutter. Der BVB präsentierte sich dagegen in dieser Phase ideenlos und ängstlich – mit vielen Quer- und Rückpässen bei eigenem Ballbesitz. Obendrein agierten die Gäste direkt nach Ballgewinnen oft zu überhastet – etwa mit langen Bällen, die eher einer Klärung als einem Pass gleichkamen.

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Malen, Haaland und drei Punkte

1.Bundesliga, 13. Spieltag / VfL Wolfsburg 1 BVB 3

Fußball eben: Da war Borussia Dortmund nach dem verfrühten Champions League-Aus gerade am Saison-Tiefpunkt und dreht dann am Samstag darauf nach frühem Rückstand die spannende Partie beim – nun ehemaligen – Verfolger Wolfsburg. Noch dazu kehrt eine Woche vor dem Topspiel gegen die Bayern unerwartet der Superstar zurück auf den Platz. Größer könnte der Unterschied in den Gefühlswelten zwischen Mittwoch und gestern nicht sein. Vielleicht bin es auch nur ich, wegen meines gestörten Verhältnisses zur Champions League, aber mit dem Auftritt von gestern hat der BVB stimmungsmäßig einiges wieder gut gemacht.

Es ist ein positives Zeichen hinsichtlich des Verhältnisses von Marco Rose zu seiner Mannschaft, dass er Spielern, die nicht überzeugt haben, eine zweite Chance gibt. Nicht blindlings – der Trainer wird seine Gründe haben. Nico Schulz und Emre Can waren in Lissabon am Ausgang des Spiels mitentscheidend beteiligt. In Wolfsburg zahlten sie Roses Vertrauen zurück; im Rahmen ihrer Möglichkeiten: Von Can kam mehr als von Schulz, aber auch Letzterer hatte ein paar gelungene Szenen vorzuweisen. Zwar fiel das frühe 1:0 der Gastgeber über Dortmunds linke Seite, aber Nico war diesmal nur mittelbar beteiligt.

Aktives Zentrum und zwei treffende Stürmer

Wie der BVB auf den frühen Rückstand reagierte, war eindeutig positiv. Mit Mo Dahoud und eben Can standen dafür genau die richtigen Spieler im Zentrum. Mit Marius Wolf kehrte ein weiterer Aktivposten nach Verletzung ins Team zurück und beackerte die rechte Seite. Marco Reus war vorne wie hinten an wichtigen Aktionen beteiligt und sein Lauf in den Strafraum führte zum Elfmeter zum 1:1. Die Borussia war auch danach das bessere, aktivere Team, kam wach und offensiv ausgerichtet aus der Pause zurück. Dass es dann Donyell Malen war, der mit einem tollen, jedoch nicht völlig unhaltbaren Schuss aus 18 Metern zum 1:2 traf, passte natürlich perfekt. Nun ist er wohl endgültig angekommen in der Bundesliga und wir mussten uns keine so großen Sorgen mehr machen, dass Erling Haaland nicht da war…

Vor allem aber, weil wir dessen Abwesenheit nach der Führung nur ganze 16 weitere Minuten ertragen mussten. Völlig überraschend für Fans und Medien hatte Marco Rose unter der Woche die Rückkehr von Haaland in den Kader bekanntgegeben – Wochen, bevor man das erwartet hatte. Und das Phänomen lieferte prompt. In einer Phase, in der der BVB unter Druck geriet und vor allem über die Seiten nicht unverwundbar wirkte, erwischte Erling eine Hereingabe von Brandt dank eines Sprungs mit seinem gestreckten Bein und bugsierte den Ball zum 1:3 ins Tor. Was soll man dazu noch sagen? Genießen wir es, so lange wir können!

Mi Zagadou kam fünf Minuten vor Schluss ein weiterer Spieler, der am Mittwoch an einer unglücklichen Aktion beteiligt war. Gestern ging alles gut aus und das wird nicht nur Schulz, Can und „Daxo“ Auftrieb geben. So sehr das CL-Aus sportlich und finanziell enttäuschend war, so sehr ist dem BVB trotzdem zuzutrauen, dass er in der Liga hinter den Bayern eine sehr gute Rolle spielen wird. Bleibt Haaland jetzt fit, könnte auch in der Europa League noch einiges gehen.

Die Aufstellung: Kobel – Meunier, Akanji, Hummels, Schulz (85. Zagadou) – Can (85. Witsel), Dahoud – Wolf (62. Knauff), Reus, Brandt – Malen (72. Haaland). Gelbe Karte: Wolf. Tore: Can (EM), Malen, Haaland

Vorahnung bestätigt: BVB scheitert in Lissabon

Champions League, 5. Spieltag / Sporting 3 BVB 1

Es war kein gutes Omen: Raphael Guerreiro verletzte sich vor der Partie in Lissabon beim Aufwärmen und wurde in der Startelf durch Nico Schulz ersetzt. Ein Leistungsträger raus, ein gerade genesener Ersatzspieler rein: Ich war bestimmt nicht der einzige Fan, dem nach dieser Nachricht Böses schwante. Die Balance, die mit Guerreiro zwischen den Teams bestanden hätte, kippte in Richtung Sporting – es war ein Ausfall zu viel für die Schwarz-Gelben.

Es dauerte eine halbe Stunde, bis die Gastgeber aus genau der angesprochenen Personalie Kapital schlagen konnten. Zuvor hatte es die Borussia gar nicht schlecht gemacht und die Partie weitgehend kontrolliert ohne zwingend zu werden. Doch dann reichte ein langer Ball, den Schulz oder Pongracic hätten klären müssen, um das 1:0 einzuleiten. Schulz ging halbherzig hin und verlängerte nur, Pongracic konnte Goncalves nicht mehr aufhalten. Der Treffer veränderte natürlich die Statik dieses entscheidenden Spiels: Sporting konnte es noch ruhiger und defensiver angehen lassen.

Vorne und hinten zu wenig

Nicht, dass sich die Grün-Weißen ausschließlich damit begnügten – schließlich bedeutete ein Sieg mit zwei Toren die sichere Qualifikation fürs Achtelfinale. Der zweite Treffer neun Minuten später lag in der in dieser Szene einfach schlechten Raumdeckung begründet, an der eine Reihe von BVB-Spielern beteiligt war. Zu viele von ihnen orientierten sich am Ball, niemand deckte den Rückraum, wo wiederum Goncalves kurz vor der Strafraumgrenze lauerte. Satter Schuss, 2:0.

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Vergesst Leipzig: Daxo ist zurück!

1.Bundesliga, 11. Spieltag / RB Leipzig 2 BVB 1

Der BVB verliert beim Fußball-Projekt mit 1:2 und hat Glück und sich bei Gregor Kobel zu bedanken, dass es nicht noch höher ausgeht. Die Stimmen, die sich nun negativ überrascht äußern, gehören wohl zu jenen Beobachtern, die entweder immer etwas zu kritisieren oder die Borussia tatsächlich für einen Meisterschaftskandidaten gehalten haben. Um nicht falsch verstanden zu werden: Das Spiel war Mist und das sollte man auch sagen. Nichts macht weniger Spaß, als gegen das Projekt zu verlieren – es ist ja schon eine Zumutung, dagegen spielen zu müssen. Ich kann nur die Überraschung nicht verstehen: Die Vorzeichen waren miserabel.

Ohne eine überzeugende Lösung auf der Linksverteidiger-Position, ohne den Super-Stürmer und mit nur einem schnell handelnden Mittelfeldspieler mussten die Schwarz-Gelben in die Partie gehen. Für Leipzig, deutlich weniger von Verletzungssorgen gebeutelt, war es die Gelegenheit, vor heimischem Publikum endgültig in die Saison zu finden und den Anschluss bis zu Platz 2 wieder herzustellen. Und so kam es, wie es vielleicht kommen musste. Marco Reus formulierte es so:

Wir haben es einfach nicht geschafft, auf Augenhöhe zu sein. In der Aggressivität, in der Spieleröffnung. Im Gesamten war das zu wenig.

Kicker.de

So bitter das ist: Wer hätte gestern den Unterschied machen sollen? Mats Hummels, Jude Bellingham und mit Abstrichen Marco Reus traut man das zu; ebenso natürlich Gregor Kobel im Tor. Zu wenige gegen ein mit technisch und gestern auch mental starken Spielern gespicktes Leipziger Team. Wo selbst ein Defensivmann wie Mukiele im Vorwärtsgang den Schwarz-Gelben arge Probleme bereitet. Julian Brandt, Axel Witsel oder Thomas Meunier sollten eigentlich gestandene Spieler sein, aber sie sind zu druckanfällig. Alle drei hatten in Leipzig auch ein paar ordentliche Szenen, zuvorderst Meunier mit seiner starken Vorlage zu Reus‘ Ausgleich. Demgegenüber standen aber Gruselpässe (Brandt in Hälfte 1), verlorene Zweikämpfe, fehlende Ideen und Handlungsschnelligkeit.

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Malens erstes Tor, Dortmunds zweiter CL-Sieg

Champions League, 2. Spieltag / BVB 1 Sporting Lissabon 0

Zu null gespielt, Donyell Malens ersten Treffer gesehen, schon sechs Punkte vor Platz 3 – ergebnistechnisch war es ein perfekter Champions League-Abend im Westfalenstadion. Auf den BVB-Trikots war sogar ein schwarz-gelbes Emblem zu sehen. Doch für den Erfolg war einiges an Mühe und Arbeit nötig…

Zurück zur Viererkette, wieder mit Marco Reus in der Offensive – Marco Rose knüpfte mit der Aufstellung an die erfolgreichen letzten Wochen an. Die offensichtliche Ausnahme: Wie am Samstag fehlte Erling Haaland erneut verletzungsbedingt, saß aber auf der Tribüne. Ein weiterer Rückschlag folgte bereits nach drei Minuten, als Mo Dahoud verletzt vom Feld musste und durch Julian Brandt ersetzt wurde. Der ist selbst erst seit Kurzem wieder spielfähig – das merkte man ihm gestern Abend an.

Überzeugend gegen den Ball, wenig zwingend mit ihm

Der BVB tat sich schwer, klare Torchancen zu kreieren. Vieles wurde von Sportings Verteidigern an oder kurz hinter der Strafraumgrenze geklärt. Ein Erling Haaland tankt sich da manchmal einfach durch – dies gelang Malen, Reus oder Hazard am Dienstag kaum. Und auch über außen ging wenig: Kaum Dribblings und von 18 Flanken kam gerade eine ans Ziel. Dass Sporting nicht erneut wie zuhause gegen Ajax die Schießbude öffnen würde, war klar. Etwas mehr Torgefahr hätte man sich aber schon gewünscht: Die Borussia kam gerade einmal auf einen xG-Wert von 0,28, Sporting vor allem aufgrund von Standardsituationen auf 0,36. Umso besser, dass Donyell Malen in der 37. Minute ein starkes Zuspiel von Jude Bellingham nutzen konnte und den Ball von rechts aus spitzem Winkel ins lange Eck schob.

Marco Rose lobte nach der Partie vor allem das „herausragende Gegenpressing“. Dieses war Voraussetzung dafür, dass die Schwarz-Gelben nur selten unter großen Druck gerieten. Es gab einige Angriffe der Gäste, in denen die Viererkette gefordert war. Es gab einige Fehler, die Mehrheit ausgerechnet von Mats Hummels, die aber wieder ausgebügelt oder nicht genutzt wurden. Gegen den Ball war es ein reifer CL-Auftritt des BVB gegen ein allerdings nicht übermäßig Furcht einflößendes Team. Darauf lässt sich aufbauen. Mit Erling Haaland sollte in dieser Gruppe nichts mehr schief gehen. Mit ihm stünden auch die Chancen am Samstag gegen Augsburg nicht schlecht.

Die Aufstellung: Kobel – Meunier, Akanji, Hummels, Guerreiro (75. Schulz) – Witsel – Bellingham, Dahoud (8. Brandt) – Reus, Malen (75. Reinier), Hazard (71. Wolf). Gelbe Karten: Bellingham, Hummels. Tor: Malen

„Experiment“ gescheitert: no Haaland, no party!

1. Bundesliga, 6. Spieltag / Mönchengladbach 1 BVB 0

Be careful what you wish for: Nach dem letzten Spiel hatte ich geschrieben, dass ich mir als Experiment „einen Sturm aus Donyell Malen und Youssoufa Moukoko schon mal gerne anschauen“ würde – aber nicht unbedingt in der Realität. Warum wurde gestern mehr als klar.

Nicht nur hier wurde die große Abhängigkeit des BVB von Erling Haaland schon länger thematisiert. In Gladbach musste Marco Rose nun nicht nur den Über-Stürmer wegen muskulären Problemen ersetzen, sondern auch noch den ebenfalls formstarken Kapitän Marco Reus wegen einer Kapselreizung im Knie. Beide Verletzungen sollen keine längerfristigen Ausfälle nach sich ziehen. Inwiefern also der enge Terminkalender mit dem bevorstehenden Champions League-Spiel gegen Sporting Lissabon eine Rolle spielte, bleibt dahingestellt. Völlig klar ist natürlich, dass auch Erling Haaland mal eine Pause braucht.

Es blieb auf schwarz-gelber Seite aber nicht bei personellen Veränderungen: Trainer Rose passte auch das System an das der Gastgeber an und ließ mit Dreierkette spielen, gebildet von Akanji, Pongracic und Hummels. Nicht, dass diese drei es nicht alle verdient hätten, zu spielen. Aber der Mannschaft insgesamt schien diese Umstellung, die nach der Pause zurückgenommen wurde, eine zusätzliche Bürde zu sein. Wenn die Außenverteidiger Guerreiro und Meunier weit aufrückten, wirkten die drei hinten einige Male entblößt. Man hätte auch ahnen können, dass ein Mittelfeld aus Witsel, Bellingham und Dahoud und der neue Sturm aus Moukoko und Malen von Anfang an die Unterstützung eines Thorgan Hazard gebraucht hätte, der zugegebenermaßen noch nicht lange wieder fit ist.

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Donyell Malen: der nächste Hit nach Sancho?

Hätte es ein „Malen“-Wortspiel auf halbwegs britischem Niveau gegeben, ich hätte es nicht verschmäht. Doch ich habe keins gefunden und auch noch keines gelesen. Deshalb bleiben wir mal seriös. Donyell Malens Verpflichtung ist perfekt, kurz nachdem Jadon Sanchos Wechsel zu Manchester United endgültig über die Bühne gegangen war. Dessen vermeintlicher Nachfolger kommt für rund 30 Millionen Euro plus mögliche Boni von PSV Eindhoven und hat einen Vertrag bis Juni 2026 unterschrieben.

Borussia Dortmund hat sich mit Donyell einen weiteren Schützling von Mega-Berater Mino Raiola ins Haus geholt. Schlägt er ähnlich ein wie der letzte Raiolaner – gemeint ist natürlich Erling Haaland – wird alles super. Natürlich können wir davon ausgehen, dass Raiola für Malen ebenfalls eine Ausstiegsklausel ausgehandelt hat. Dazu ist noch nichts bekannt, doch da der BVB schon bei Haaland von seiner zuvor ablehnenden Linie gegenüber derartigen Vereinbarungen abgewichen ist, dürfte es beim 22-jährigen Niederländer ähnlich sein. Einen Langzeitplan kann man als Verein mit Raiola-Klienten also eher nicht verfolgen.

Bekommt der BVB einen Jadon Haaland?

Was die meisten schon wissen dürften: Ein 1:1-Sancho-Ersatz ist Donyell Malen nicht. Seine bevorzugte Position ist das Sturmzentrum, auch wenn er schon häufiger als etwa Erling Haaland und nicht gänzlich erfolglos auf Außen gespielt hat. Der Vergleich mit seinem neuen Sturmkollegen zeigt: Malen hat in seiner Karriere 46 Einsätze mehr als der Norweger vorzuweisen und dabei 18 Tore weniger erzielt (88:106). Immerhin führt er aber bei den Vorlagen (37:28). Starke Werte sind das ohnehin.

Die entscheidende Frage wird sein, ob Marco Rose diese beiden Topspieler in einem funktionierenden Spielsystem vereinen kann. Denn selbstverständlich können es sich weder der Trainer noch der Verein leisten, Malen oder Haaland längere Zeit auf die Bank zu setzen. Vorstellbar sind etwa die Raute mit zwei echten Stürmern, wie sie der BVB schon lange nicht mehr gespielt hat, ebenso wie ein Dreier-Angriff mit Malen und Hazard/Reyna auf den Außen. Wichtig wird auch, ob Erling und Donyell den bis zu einem gewissen Grad natürlichen Egoismus des Stürmers beim Torschuss in den Griff bekommen. Ersterer hat das in der vergangenen Saison immer wieder gut hingekriegt – doch stand seine Position als Torjäger Nummer 1 auch nie in Frage. Klar ist: Sollte das Zusammenspiel der beiden halbwegs funktionieren, dürfen sich die BVB-Fans – und die Gegner – auf einiges gefasst machen.

Ob die Borussia allerdings von Saisonbeginn an glänzen wird, bleibt nach den jüngsten Auftritten und bei der momentanen Personalsituation zweifelhaft. Dem neuen Trainerteam steht noch viel Arbeit bevor.