Wo ist eigentlich Joo-Ho Park? Weg!

Er war einer der Spieler, die man in den Tiefen des Dortmunder Kaders zuletzt gänzlich vergeblich suchte. In dieser Saison kam Joo-Ho Park nur noch für die U23 des BVB in der Regionalliga West zum Einsatz. Nun wurde sein Vertrag „in beiderseitigem Einvernehmen“ mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Park will sich voraussichtlich in seiner südkoreanischen Heimat den Suwon Bluewings anschließen.

Rückblende: Es war der Sommer 2015, als Park sein Engagement in schwarz-gelb begann. Jener Sommer, als in Dortmund auch Thomas Tuchel auf Jürgen Klopp folgte. Und mit großer Wahrscheinlichkeit dürfte der neue Trainer auch bei der Verpflichtung des Außenverteidigers von seinem ehemaligen Verein Mainz 05 ein Wörtchen mitgeredet haben.

Um es kurz zu machen: Joo-Ho Park wurde von Beginn an eher als Ergänzungsspieler gesehen. Als einer, der dem Verein mehr Optionen gibt. Aber natürlich hätte wohl niemand gedacht, dass es so wenige Einsätze für den mittlerweile 30-Jährigen werden. Park lieferte auch keine Gründe für mehr, so dass man wohl von einem Fehleinkauf sprechen muss. Es ist ja nicht so, dass die Linksverteidiger-Position beim BVB bockstark besetzt wäre.

Man darf fragen, warum Park nicht schon im Sommer gehen wollte – oder woran ein möglicher Wechsel scheiterte. Man darf ihm aber auch ein paar freundliche Worte hinterherschicken wie sein letzter Trainer Jan Siewert:

Joo ist ein Spieler mit einem fantastischen Charakter. Er hat diese Situation, bei uns zu spielen, super angenommen, einen tollen Umgang mit unseren Jungs gepflegt und sich in jeglicher Hinsicht vorbildlich verhalten.

Die BVB-Verantwortlichen müssen sich jetzt der Frage stellen, ob man nicht auf Parks Position endlich mal eine überzeugende Alternative zu Platzhalter Schmelzer präsentieren will, nachdem man scheinbar auch Raphael Guerreiro nicht links hinten sieht.

Später Punkt gegen Copy and Paste Ingolstadt

1. Bundesliga, 8. Spieltag / FC Ingolstadt 3 BVB 3

Da ist das Gefühl wieder: Borussia Dortmund macht vieles falsch, aber rettet einen Punkt in einem am Ende packenden Spiel. Wie gegen Hertha BSC. Doch wie vorletzten Freitag fühlt sich der Punkt nicht wirklich gut an.

Zusätzlich zu erwartbaren Veränderungen in der Startelf setzte Thomas Tuchel auf Roman Weidenfeller, Joo-Ho Park und Adrian Ramos. Zwei dieser drei Personalentscheidungen darf man nach der Partie wohl als falsch bezeichnen. Die Defensive sah gegen eine keinesfalls überirdische Offensive besonders schlecht aus. Bartra und Ginter vermitteln in der Innenverteidigung bei Weitem (noch?) nicht die Sicherheit der Kombination Hummels/Sokratis. Joo-Ho Parks Stellungsspiel ist teilweise schlichtweg katastrophal. Und all das und noch viel mehr kommt zusammen, wenn man sich zweimal den identischen Freistoß einschenken lässt.

Was der Borussia vor allem in der ersten Hälfte offensiv zu schaffen machte, war das aggressive Pressing der Gastgeber im Mittelfeld. Diese Taktik der BVB-Gegner – beherzt anlaufen, robust in die Zweikämpfe gehen, auf Fehler der Schwarz-Gelben und Konter lauern – kann aufgehen. Zumindest wenn sich unsere Abwehr so wacklig präsentiert wie heute. Doch gegen Ende schwinden den Gegnern wegen des lauf- und zweikampfintensiven Spiels häufig die Kräfte – der FCI lief gut drei Kilometer mehr als der BVB, bei nur 26 Prozent Ballbesitz.

Den Schwarz-Gelben fehlten heute in der ersten Halbzeit ein Ilkay Gündogan oder Henrikh Mkhitaryan in Bestform. Man hatte außerdem das Gefühl, dass die Motivation für die Partie beim Tabellenletzten etwas schwerer fiel als unter der Woche in Lissabon. In Ideenlosigkeit gegen eine kompakte Defensive kann man sich auch ergeben. Das wurde in den zweiten 45 Minuten nach einer vermutlich knackigen Halbzeitansprache von Thomas Tuchel besser. Bis auf zwei Minuten Tiefschlaf nach Aubameyangs Anschlusstreffer. Die Folge waren das 1:3 und eine weitere Großchance der Schanzer.

In der Schlussphase verdiente sich die Borussia fast noch mehr als einen Punkt. Der tolle Schuss des eingewechselten Passlack, Götze steht frei, Auba versuchts noch mal – es hätte schon früher zumindest 3:3 stehen können, nachdem Ramos bereits in der 69. Minute getroffen hatte. Gerade wir Schwarz-Gelben mögen ja Tore in der Nachspielzeit, manchmal kassieren wir sie auch. Diesmal traf Pulisic für den BVB im Nachschuss nach Piszczeks abgewehrtem Kopfball. Schon ziemlich lässig, so ’ne späte Bude, aber die Krönung wäre natürlich nur ein 4:3 gewesen. So aber ist die Borussia nur noch Sechster.

Die Aufstellung: Weidenfeller – Piszczek, Ginter, Bartra, Park (46. Pulisic) – Weigl – Castro (59. Götze), Kagawa (73. Passlack), Dembélé – Aubameyang, Ramos. Gelbe Karte: Ramos. Tore: Aubameyang, Ramos, Pulisic

BVB verweigert Deadline Day

Während anderswo am Mittwoch Computer, Faxgeräte und scheinbar auch einige Samsung-Telefone heiß liefen, blieb es in der BVB-Geschäftsstelle am Rheinlanddamm mutmaßlich ruhig. Weder spektakuläre noch überhaupt irgendwelche Spielerwechsel vermeldete der Vizemeister in den letzten Tagen der Transferphase. In der Konsequenz umfasst der schwarz-gelbe Kader bis zum Winter 28 Spieler, sollte es keine vorzeitige Vertragsauflösung geben.

Gehen wir mal davon aus, dass die Borussia nicht den Ronny macht. Thomas Tuchel ist einer gewissen Rotation nicht abgeneigt, gilt aber auch als Trainer, der gerne mit einem überschaubaren Kader arbeitet. Es wird in der gerade gestarteten Hinserie zweifellos Härten geben und es könnte auch nachhaltig unzufriedene Spieler geben.

Wen könnte das betreffen? Es gibt jene Akteure, die sich wohl keine großen Hoffnungen auf einen Stammplatz ausrechnen und auch wenig dafür getan haben, ihn sich zu verdienen. Dazu fällt einem als erstes Joo-Ho Park ein, der die Borussia in absehbarer Zeit wieder verlassen dürfte. Dann ist da Nuri Sahin, der nach seiner Rückkehr nie zu früherer BVB-Form zurückfand, länger verletzt war, aber immer noch einen Bonus bei Teilen der Fans hat und zurück in die Mannschaft will.

Die Perspektiven der Olympia-Fahrer Bender und Ginter mögen etwas besser sein, aber höchstens einer von ihnen dürfte den Weg zurück in die Startelf schaffen. Sportlich ist das angesichts der Konkurrenz nachvollziehbar, aber die beiden sind Sympathieträger, die man gerne langfristig in schwarz-gelb sehen würde. Erik Durm wird es nach seinen Verletzungsproblemen auch erst mal schwer haben.

Und dann sind da noch die internaionalen jungen Talente, die mit den Füßen scharren. Spätestens nach den Mega-Transfers Schürrle und Götze dürfte klar sein, dass nicht für alle von ihnen Platz in der Startelf oder auch nur im Kader ist. Wie werden das Mikel Merino oder Emre Mor verkraften?

Kurzum, ganz wohl kann einem bei diesem großen Kader nicht sein. Es scheint sich auch in Dortmund einzubürgern, dass man sich viele Gedanken über Neuverpflichtungen macht, um nur ja schnell genug zu sein – und sich erst dann möglichen Abgängen zuwendet. Rein finanziell kann man sich das Riesenaufgebot ja leisten. Nur bewegt man sich so mehr in Richtung Premier League, als Watzke & Co zugeben wollen.

Der Weihnachtsmann ist kein Dortmunder Junge

1. Bundesliga, 17. Spieltag / 1. FC Köln 2 BVB 1

Als die Bundesligapartie in Köln gestern dem BVB kurz vor Schluss auch vom Ergebnis her entglitt, erinnerte man sich als Fan wieder, noch bevor es uns Sky verriet: Weihnachten kann die Borussia nicht so gut. Nicht mehr. Schon das dritte Jahr in Folge verloren die schwarz-gelben Jungs das letzte Ligaspiel vor der Bescherung. Doch natürlich ist es ein himmelweiter Unterschied zur Situation nach der 1:2-Niederlage in Bremen vor einem Jahr. In dieser im Idealfall besinnlichen Zeit sollte man sich noch mal in Erinnerung rufen, welch weiten Weg der BVB seither schon wieder gegangen ist.

Trotzdem: Ärgerlich war das ganz ohne Zweifel. Und es stellt sich die Frage, warum die Spieler ein so anderes Gesicht zeigten als beim Last-Minute-Sieg in Wolfsburg. Auch andere Teams haben schließlich unter der Woche Pokal gespielt und am Samstag gewonnen. Klar, die Gesamtbelastung war bei niemand so groß wie bei den Schwarz-Gelben. Vielleicht setzte Thomas Tuchel deshalb ein weiteres Mal auf Rotation und brachte unter anderem in Park und Ginter zwei neue Außenverteidiger. Hätte er Angst vor den Kölner Flügelspielern gehabt, hätte er es nicht machen sollen.

Tatsächlich lag es am Ende nicht an diesen beiden, dass der BVB die bittere Pleite kassierte. Joo-Ho Park hatte zwar arge Probleme, hätte sich gar über einen Elfmeterpfiff gegen sich nicht beschweren dürfen, wurde aber bereits zur Pause ausgewechselt. Da stand es bekanntlich 1:0 durch den starken Sokratis. Auch Ginter machte keine schlechte Partie. Dagegen war es Parks ‚Ersatzmann‘ Schmelzer, der kurz vor Schluss den Ball ebenso unkontrolliert aus der Gefahrenzone schlug wie einige Minuten zuvor Torwart Bürki. Wobei auch die jeweiligen Zielspieler alles andere als wach wirkten. Ergebnis: eine sehr unnötige Niederlage. Auch wenn Köln tatsächlich stark zurück kam.

Nach einer sehr ordentlichen ersten Hälfte ließ der BVB aber auch genau das zu und versäumte es bis auf einige Distanzschüsse, das Tor der Kölner weiter in Gefahr zu bringen. Es waren Leistungsträger wie Mkhitaryan, der meist zu spät und zu ungenau passte, oder Gündogan, der stark abbaute, die die Borussia gebraucht hätte. Auch Aubameyang blieb, sagen wir, anonym. Roman Bürki dagegen hatte vor seinem von der Bodenbeschaffenheit begünstigten Fehler zweimal richtig stark reagiert. So was ist eben das bittere Los des Torwarts: De facto war die unglückliche Szene der Auslöser der Wende, doch das Spiel haben trotzdem vor allem andere verloren.

Für die Kölner muss es ein Traum gewesen sein, so wie für uns Wolfsburg. Kurz vor Weihnachten beendete auch noch Anthony Modeste seine Torflaute und der Effzeh überwintert im Mittelfeld. Man kann sich schlimmere Orte für Niederlagen vorstellen als ein feierndes Kölner Stadion. Trotzdem: Ein wenig traurig ist es schon, dass es nun nicht mal mehr den Anschein hat, als könne irgendjemand noch ins Titelrennen eingreifen. Aber da wir Dortmunder ja aus gutem Grund ohnehin nur auf uns schauen, frage ich mich eher, warum ausgerechnet die schwarz-gelben Jungs am Ende nichts mehr zuzusetzen hatten. Und ob nicht ein Gonzalo Castro mehr geholfen hätte als ein Ramos. Auch Thomas Tuchel wird die Winterpause gut tun.

Die Aufstellung: Bürki – Ginter, Sokratis, Hummels (46. Bender), Park (46. Schmelzer) – Weigl – Mhkitaryan, Gündogan, Kagawa, Hofmann (75. Ramos) – Aubameyang. Gelbe Karte: Aubameyang. Tor: Sokratis

Tuchels Kraftsparklub scheitert an PAOK

Europa League, 6. Spieltag / BVB 0 PAOK 1

Die Gruppenphase der Europa League hat für Borussia Dortmund ein laues Ende genommen. Umso heißere Gegner könnten den Schwarz-Gelben in der nächsten Runde bevorstehen. Thomas Tuchel hatte in der Startelf heftigst rotiert, unter anderem die Außenverteidiger ausgetauscht, Ramos für Aubameyang gebracht und dem jungen Pascal Stenzel sein Debüt von Beginn an geschenkt.

Der Erfolg blieb aus. Und die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt: Dortmund war vom Ballbesitz her drückend überlegen, doch die Gäste aus der zweitgrößten Stadt Griechenlands gaben sich auch gar keine Mühe, richtig am Spiel teilzunehmen. Auch sie waren angesichts des bereits feststehenden Ausscheidens darauf bedacht, Kraft zu sparen und vor allem Tore zu verhindern – natürlich nicht ohne  auf Konter zu lauern. Darin waren sie erfolgreicher als der BVB mit seinem Spielplan.

Natürlich hätten die Schwarz-Gelben gewinnen können. Es gab zwei Alu-Treffer und etliche Situationen unmittelbar vor dem Tor, in dem nur der Ball hätte besser platziert werden müssen. PAOK-Keeper Glykos erledigte die einfachen wie auch schwierigere Aufgaben aber bravourös.

Andererseits merkte man dieser BVB-Startelf die fehlende Abstimmung an. Zu viele Pässe gingen fehl, teils ins Nichts. Und gerade die Akteure mit wenig Spielpraxis konnten nicht überzeugen. Linksverteidiger Joo-Ho Park hob vor dem 0:1 das Abseits auf und sorgte nach vorne nur sehr selten für Gefahr. Pascal Stenzel wirkte bemüht, aber wirkliche Impulse gingen von ihm nicht aus. Besonders enttäuschend: Man United-Leihgabe Adnan Januzaj, dem trotz Talent nur sehr wenig gelang. Und Adrian Ramos tauchte nach ein paar guten Aktionen schnell ab.

Mats Hummels‘ Leistung schwankte wie ein junger Baum im Herbststurm. Ein paar starke Tacklings, aber auch eine gewisse Schlampigkeit wechselten sich ab. Vor dem PAOK-Tor reklamierte der Kapitän – fälschlicherweise – Abseits und schaltete danach zu spät, um den Treffer von Mak noch zu verhindern.

Mit einer anderen Startaufstellung hätte die Borussia vermutlich gewonnen. Gibt nun die Tatsache, dass das Ergebnis im Westfalenstadion letztlich aufgrund des Siegs von Krasnodar egal war, Tuchels Kraftsparplan recht? Nur bedingt. Klar, Einsatzmöglichkeiten für die ‚zweiten Männer‘ sind natürlich zu befürworten. Die Anzahl der Wechsel bleibt jedoch diskutabel. Und für die Zuschauer im kalten Stadion hätte es doch noch etwas mehr sein dürfen – das Thema Eintrittspreise muss man da gar nicht extra ansprechen.

Die Aufstellung: Weidenfeller – Ginter, Subotic, Hummels, Park – Bender (46. Weigl) – Januzaj, Stenzel, Kagawa (66. Aubameyang), Reus (46. Mkhitaryan) – Ramos. Gelbe Karte: Januzaj

Zu guter Letzt: Der Linksverteidiger ist da

In den letzten Tagen hatten sich die Anzeichen verdichtet, dass Borussia Dortmund unter Thomas Tuchel nachholen würde, was der Verein meiner bescheidenen Meinung nach seit Jahren versäumt hat: für echten Wettbewerb auf den Außenverteidiger-Positionen zu sorgen. Das Timing ist angesichts der jüngsten Blüte von Marcel Schmelzer zwar nicht so zwingend, doch die Entscheidung trotzdem goldrichtig: Wie bereits gestern spekuliert kommt Joo-Ho Park für rund drei Millionen Euro von Mainz 05. Der 28-jährige Südkoreaner unterschrieb einen Dreijahresvertrag.

Nach jetzigem Stand wird sich der neue Linksverteidiger zunächst hinter Schmelle einordnen müssen. In Stein gemeißelt ist die Rangordnung allein schon wegen möglicher Verletzungen nicht. Mit der Verpflichtung von Park ergibt sich auch eine neue Situation rechts hinten: Erik Durm dürfte nach seiner hoffentlich baldigen Genesung von Thomas Tuchel vorrangig dort eingeplant sein. Lukasz Piszczek hat seinen Vorsprung wohl eingebüßt und so könnte sich bald ein offenes Rennen um die Position ergeben, in das auch Matthias Ginter eingreifen wird.

Wie schon öfter erwähnt haben die BVB-Verantwortlichen mMn den Außenverteidigern nicht die Bedeutung beigemessen, die vielleicht angemessen gewesen wäre. Das ändert sich nun mit dem neuen Trainer. Wünschenswert wäre bis Transferschluss am Montag noch der Weggang von Moritz Leitner. Im Sturm kann man sich dagegen locker machen: Man kann handeln, muss aber nicht.

Hertha kommt, Kevin geht

Einen Tag nach der Qualifikation zur Europa League und drei Tage vor Ende der Transferphase kommt Bewegung in die Personalpolitik von Borussia Dortmund. Nach einem guten halben Jahr verabschiedet sich Kevin Kampl bereits wieder nach Leverkusen. Für angeblich elf Millionen Euro schließt er sich bis 2020 dem Werksklub an. Die Verluste für die Borussia halten sich also in Grenzen.

Wenn einer nach nicht mal acht Monaten den Verein verlässt und niemand ihn zurückhalten will, kann es aber trotzdem nicht so gut gelaufen sein. Kampl, zumindest in seiner Jugend BVB-Fan, spielte in schwarz-gelb engagiert, aber uneffektiv. Verpflichtet wurde er in einer Notsituation, die sich möglicherweise negativ auf das Gespür von Michael Zorc und Jürgen Klopp ausgewirkt hatte. Ob er in Leverkusen regelmäßig zum Einsatz kommen wird, ist zu bezweifeln. Trotzdem alles Gute, Kevin!

Mit Jeremy Dudziak verlässt außerdem eine Nachwuchskraft den Verein und wechselt zum FC St. Pauli. Noch vor nicht allzu langer Zeit wurde er als Alternative zu Marcel Schmelzer gehandelt – so schnell ändern sich die Dinge. Immerhin hat sich der BVB eine Rückkaufoption gesichert. Dass Thomas Tuchel nun allein auf Schmelle links hinten setzt, kann man sich trotz dessen vergleichsweise sensationeller Frühform aber nicht vorstellen. Gut möglich, dass nun, wie spekuliert, der Mainzer Koreaner Joo-Ho Park zu seinem früheren Trainer wechselt. Die 05er sind nach „Kicker“-Informationen bereits an einem Ersatz dran: Gaetan Bussmann vom FC Metz.

Bei der heutigen Auslosung der Europa League hat der BVB unterdessen die gesamte Exotik des Wettbewerbs zu spüren bekommen. Die Schwarz-Gelben müssen nach Thessaloniki zu PAOK, nach Russland zum FK Krasnodar und nach Aserbaidschan zum Verein mit dem vielleicht komischsten Namen, dem FK Qäbälä. Sportlich ist das alles sicherlich machbar, ansonsten wohl eher strapaziös.

Zunächst geht es jedoch im heimischen Westfalenstadion gegen Hertha BSC. Das letzte Spiel gegen die Berliner wurde gewonnen; ansonsten waren diese in den letzten Jahren nicht immer ein angenehmer Gegner. Den ersten Partien der neuen Saison nach zu urteilen, hat die Hertha ihre Abwehr weiter stabilisieren können. Den Hauptstädtern fehlen unter anderem Änis Ben-Hatira, Jens Hegeler und Ex-Borusse Julian Schieber – dennoch dürfte am Sonntagnachmittag ein bisschen Geduld gefragt sein.