Ein freundschaftliches 3:1 zum Finale

1. Bundesliga, 34. Spieltag / BVB 3 Bayer Leverkusen 1

Es war ein Tag der Abschiede und der Freundschaft: Im Duell der befreundeten Trainer Edin Terzic und dem von seinem aktuellen Verein scheidenden Hannes Wolf hatte der scheidende Schiedsrichter Manuel Gräfe wenig Mühe und kam ohne Gelbe Karten aus. Von der Intensität her war die Partie zwar nicht mit der aus der Hinserie vergleichbar, aber immerhin weitaus weniger ein Sommer-Kick des BVB wie am letzten Spieltag der Vorsaison.

Abschieds-Aufstellung

Der zumindest von seiner jetzigen Position scheidende Edin Terzic beorderte sechs Neue in die schwarz-gelbe Startelf. Man kann das zuvorderst auf der menschlichen und in zweiter Linie auf der kommerziellen Ebene verstehen. Dass Lukasz Piszczek spielen würde, war eh klar. Dass auch Brandt, Delaney, Reinier und Schulz auflaufen durften, war gleichzeitig ein Dank für ihre Geduld, aber auch ein Schaufenster für die Spieler, um sich nochmal möglichen Interessenten zu präsentieren. Man möchte und kann wohl nicht alle vier abgeben, wäre bei dem einen oder anderen aber auch nicht gleich abweisend. Wobei ich inzwischen hoffe, dass Julian Brandt uns erhalten bleibt. Weiterlesen „Ein freundschaftliches 3:1 zum Finale“

Pokalsieger 2021: Und wir freuen uns doch!

DFB-Pokal, Finale / RB Leipzig 1 BVB 4

Viel war darüber geredet worden, wie das wohl sein werde: ein Pokalfinale in Berlin mit schwarz-gelber Beteiligung, aber ohne Fans. Wer bei einem der vergangenen Endspiele dabei oder zumindest in der Stadt war, weiß, dass das noch mal etwas anderes ist als eine beliebige andere Partie vor leeren Rängen. Es hatte schon etwas Surreales, wie die glücklichen BVB-Profis am Ende mit dem Pokal auf den Rängen durchs leere Stadion liefen. Aber trotzdem: Die Situation ist wie sie ist. Und dafür war es schon ziemlich genial, was gestern im Olympiastadion passiert ist.

Perfekter Start, starke Konter

Die Dortmunder – inklusive dem fitten Erling Haaland – gingen wach und mit einer guten Portion Aggressivität ins Spiel und belohnten sich schon nach fünf Minuten. Eine Balleroberung von Marco Reus mündete schließlich in einen tollen Schlenzer von Jadon Sancho ins Tor. Womit schon zwei der Hauptfiguren des Abends erwähnt wären. Reus ist zum bestmöglichen Zeitpunkt wieder in Topform. Und Jadon – nicht nur Erling – werden wir hart vermissen, wenn er im Sommer tatsächlich wechseln sollte. Haaland zeigte dann beim 0:2, wieso es so wichtig war, ihn dabei zu haben, selbst wenn es am Samstag noch ohne ihn geklappt hatte. Wie er sich gegen Upamecano behauptete und dann trotz Bedrängnis die richtige Ecke in Gulascis Kasten fand – unnachahmlich!

Zuvor hatte die Partie bereits ihren Rhythmus gefunden: Es spielte vor allem die Leipziger, die alles in allem passsicherer und flüssiger agierten. Nur eben nicht bis vors Tor – zumindest in der ersten Hälfte nicht. Das frühe Pressen, das der BVB zunächst noch praktiziert hatte, sah man später nur noch punktuell. Zahlen untermauern die optische Überlegenheit der Brause-Kicker: 60 Prozent Ballbesitz, 248 zielgenaue Pässe in der gegnerischen Hälfte gegenüber 92 bei der Borussia. Allerdings machten es die Schwarz-Gelben offensiv eben besser: Sie brauchten nicht viele Pässe und auch nur zehn Torschüsse, von denen fünf zielgenau und vier drin waren (Leipzig: 22/4/1). Die Nadelstiche und Konter, die der BVB setzte, waren oft gefährlich und es hätte auch noch höher ausgehen können – wenn man etwa an die Chancen von Thorgan Hazard und vor allem Jadon Sancho denkt. Weiterlesen „Pokalsieger 2021: Und wir freuen uns doch!“

Dortmund glänzt, Berlin wartet

DFB-Pokal, Halbfinale / BVB 5 Holstein Kiel 0

Ohne Erling Haaland spaziert Borussia Dortmund ins Pokalfinale. Trotz des Ausfalls des schwarz-gelben Torjägers war das klare Weiterkommen nicht überraschend, allenfalls die Höhe des Sieges. Einfach guter Fußball – was will man mehr? Nur eine vermutlich schwere Verletzung dämpft die Freude.

Großer Fußball ohne klassische „9“

Als ob es diese Wendung noch gebraucht hätte, als ob dieser einseitigen Partie der Gesprächsstoff fehlte: Es waren bereits drei Viertel des Pokal-Halbfinales absolviert, der BVB führte immer noch 5:0, als sich der erst 13 Minuten zuvor eingewechselte Mateu Morey ohne Fremdeinwirkung in einem Laufduell wohl schwer am Knie verletzte und vor Schmerzen schrie. Scheinbar ist es in diesen Zeiten einfach nicht möglich, Fußball mal halbwegs unbeschwert zu genießen. Dabei denke ich natürlich nur ganz am Rande an mich und „uns Fans“, sondern zuallererst an Mateu Morey, der kurz vor seinem ersten Endspiel mit dem BVB stand und nicht nur das mit Sicherheit verpassen wird. Gute Besserung, Mateu!

Zur Geschichte der Partie zuvor gibt es dagegen viel Erfreuliches zu sagen. Ob mit oder ohne Haaland: Die klare Maßgabe von Trainer Edin Terzic schien gewesen zu sein, Holstein Kiel von Beginn an unter Druck zu setzen und nicht ins Spiel kommen zu lassen. Endlich mal konsequentes, ganz frühes Anlaufen, endlich mal flüssiges Kombinationsspiel nach vorne! Natürlich geht das leichter gegen einen Zweitligisten, der vor nicht allzulanger Zeit noch in Quarantäne war und deswegen nun ein richtig volles Restprogramm hat. Aber der BVB schaffte es nicht nur, das auszunutzen, sondern glänzte dabei auch noch.

Bis zum ersten Tor durch Giovanni Reyna hielten die Kieler noch einigermaßen dagegen; in der Folge wurden sie dann regelmäßig überspielt. Vielleicht hätten es die „Störche“ zumindest taktisch einfacher gehabt, wenn Haaland als einzige Spitze auf dem Platz gestanden hätte. Nominell schlüpfte Thorgan Hazard in dessen Rolle, aber die eigentliche Gefahr entwickelten zunächst die Drei hinter ihm: Sancho, Reus und Reyna brillierten und die Gäste-Defensive bekam die schnellen Kombinationen auf allen Seiten nicht eingehegt. Der Fokus fehlte – was nicht heißen muss, dass es mit der Urgewalt Haaland tatsächlich leichter für die Kieler gewesen wäre.

Den Titel holen – für den Fußball!

Die zweite Hälfte konnte erwartungsgemäß nicht mit der Qualitäts-Demonstration der ersten 45 Minuten mithalten. Absolut nachvollziehbar, dass Edin Terzic Julian Brandt nach der Halbzeit und Reinier, Delaney und Morey nach 62 Minuten Spielpraxis verschaffte. Am Ende stand eine Passquote von 92 Prozent, die auch gegen einen Zweitligisten und selbst unter Einbeziehung der Quer- und Sicherheitspässe stark ist.

Es folgen nun zwei Partien gegen RB Leipzig. Das muss man so nicht haben, denn eigentlich gehört RB dahin, wo man auf Asche spielt; es ist aber die Realität. Leipzig schätze ich momentan nicht stärker ein als den BVB, sie haben aber einen Vorteil: Das Spiel am Samstag müssen sie nicht gewinnen, denn niemand glaubt, dass sie noch Meister werden. Eine interessante Frage ist, welche der beiden zweifellos wichtigen Begegnungen man für wichtiger hält. Für mich ist es das Pokalfinale. Weil es um einen Titel für den BVB geht und in zweiter Linie auch darum, einen Titel für Leipzig zu verhindern. Deshalb wird uns ein Großteil von Fußball-Deutschland die Daumen drücken – hoffentlich hilft’s!

Die Aufstellung: Hitz – Piszczek (62. Morey (74. Meunier)), Akanji, Hummels, Guerreiro – Bellingham, Can (62. Delaney) – Reyna (46. Brandt), Reus (62. Reinier), Sancho – Hazard. Tore: Reyna (2), Reus, Hazard, Bellingham

Ausgerechnet Brandt: Dortmund gewinnt B-Movie

1. Bundesliga, 25. Spieltag / BVB 2 Hertha BSC 0

Nach der unvermeidlichen Niederlage in München meldet sich der BVB auch in der Liga zurück und begibt sich wieder auf die Fährte der Eintracht. Sieg ohne Gegentor gegen Hertha – dafür kann man die Mannschaft loben. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Partie ein typischer Geisterkick war: teilweise schwer anzuschauen, mit nur wenigen Highlights.

Fußball, der beim Zusehen müde macht

Sechs Torschüsse, davon einer auf den Kasten, gab es von der Borussia in der ersten Hälfte zu sehen. Doch die war noch langweiliger als diese Zahlen nahelegen. Die Partie ähnelte den ganzen Geisterspielen gegen defensiv eingestellte Teams, in denen den Schwarz-Gelben Inspiration und scheinbar auch Laufbereitschaft fehlen, um torgefährliche Szenen zu erzwingen. Der Sky-Kommentator griff einen Ausruf von Mats Hummels auf, der seine Mitspieler aufforderte, doch auch mal tief zu gehen. Sie merken es ja selber, machen es aber zu selten anders. Zu sehen bekam man also ermüdendes Ballgeschiebe von links nach rechts, zurück und oft auch nach hinten.

Natürlich weiß man als Fußballfan, dass man gerade bei Spielen vor leeren Rängen Geduld haben muss, dass es nicht immer gleich nach vorne gehen kann. Klar muss man sich ein Team, das auftritt wie Hertha, erstmal zurechtlegen. Aber (nicht nur) gestern wären Raumgewinne und sichere Pässe nach vorne deutlich öfter möglich gewesen als die Schwarz-Gelben sie versuchten. Einfach mal ein paar Schritte mehr gehen, ob mit oder ohne Ball, hätte wohl schon früher Wunder gewirkt. Weiterlesen „Ausgerechnet Brandt: Dortmund gewinnt B-Movie“

Das verflixte 13. Spiel

1. Bundesliga, 18. Spieltag / Mönchengladbach 4 BVB 2

Zwölfmal hatte Borussia Dortmund gegen die andere Borussia zuvor gewonnen, doch 2020/21 kann man sich auf nichts mehr verlassen, schon gar nicht auf eine schwarz-gelbe Serie. Stattdessen kassierte der BVB vier Tore in Gladbach, davon drei durch Standards. Es war ein attraktives Spiel, das die Gäste aber erneut zu wechselhaft bestritten.

Diesmal fehlt die Wachheit

Stellen die Schwarz-Gelben eine Unzulänglichkeit ab, tritt eine neue zutage. Das Offensivspiel hat sich unter Edin Terzic insoweit verbessert, dass die Mannschaft wieder mehr nach vorne probiert und streckenweise ansehnliche Szenen im letzten Drittel hat. Zwei gut herausgespielte und erkämpfte Tore von Erling Haaland auf Vorlage von Jadon Sancho lassen hoffen.

Doch in beiden Halbzeiten brauchte der BVB eine Anlaufzeit, um wach zu sein und den Gladbacher Angriffsbemühungen zu widerstehen. Aus beiden Anlaufzeiten resultierten Tore der Gastgeber. Dem ganz frühen, nicht anerkannten Treffer der Gladbacher ging ein klares Foul an Bellingham voraus, so dass man diese Aktion nicht einbeziehen muss. Doch sie tauchten auch danach zu oft am und im Dortmunder Strafraum auf. Das 1:0 durch Elvedi nach Freistoß von Jonas Hofmann war folgerichtig. Weiterlesen „Das verflixte 13. Spiel“

Und abwääärts…

1. Bundesliga, 17. Spieltag / Bayer Leverkusen 2 BVB 1

Die Achterbahnfahrt 2020/21 geht weiter und Borussia Dortmund scheint in Leipzig den Scheitelpunkt überschritten zu haben. In Leverkusen finden die Schwarz-Gelben erneut nur streckenweise Antworten, spielen ansonsten zu lange zu fehlerhaft. Warum es diese großen Unterschiede gibt? Viele mögliche Antwort-Ansätze ergeben da weiterhin kein kohärentes Bild…

Too little too short

Eigentlich war es ja ein gutes oder zumindest lebhaftes, spannendes Fußballspiel. Das Problem ist, dass Dortmund es verloren hat, bei einem direkten Konkurrenten, und schon zu viele andere Spiele zuvor nicht gewinnen konnte. Heute Abend könnte der Rückstand auf die Tabellenspitze zehn Punkte betragen. Immerhin wäre dann mal die Meisterfrage abgehakt.

Der Borussia fehlte gestern Emre Can, wahrscheinlich auch ihrem Spiel. Thomas Delaney und Jude Bellingham im Mittelfeld überzeugten wie so viele nur zeitweise. Neben einigen starken Aktionen gab es da auch viele Abstimmungsschwierigkeiten mit den Hinterleuten. Leverkusen sah stets bei Kontern gefährlicher aus und wirkte lange Zeit gefälliger im Spielaufbau. Zum Glück waren die Abschlüsse etwas weniger überzeugend.

Der BVB hatte im Offensivspiel drei entscheidende Probleme: Viele wichtige Pässe im vorderen Drittel waren ungenau. Manchmal war es ganz schön knapp, als Reus und Brandt um ein Haar Haaland verfehlten. Vor allem in der ersten Hälfte wurde der Ball zwar nach vorne gespielt, aber zu spät oder eben gar nicht mehr weitergegeben. Und als die Schwarz-Gelben einige Zeit vor und nach dem 1:1 – natürlich durch Julian Brandt – am Drücker waren, kamen die Abschlüsse nicht ins Ziel. Von den 16 Torschüssen gingen nur drei aufs Tor, starke sechs Schüsse konnten die Gastgeber blocken. Die wiederum auf der anderen Seite 13 von 23 Schüssen auf den Kasten brachten. Weiterlesen „Und abwääärts…“

Es ist sooo Dortmund!

1. Bundesliga, 16. Spieltag / BVB 1 FSV Mainz 05 1

Nur ein weiterer frustrierender Samstag: Borussia Dortmund gestaltete ihn in aus den letzten Jahren gewohnter Art. Einer großen Leistung in Leipzig ließen die Schwarz-Gelben ein 1:1 gegen den Tabellenletzten Mainz folgen. Immerhin war die Leistung nicht so schlecht wie beim Grottenkick letzten Juni.

Chancen genug, leider vergeben

Eine Sache, über die man unter Edin Terzic kaum noch meckern kann, ist die Aufstellung. Seine Umstellungen schienen durchweg Sinn zu machen: Dan-Axel Zagadou bekam in der Innenverteidigung mal wieder eine Chance von Beginn an. Leider ging es dann verletzungsbedingt nicht über 90 Minuten. Emre Can und der gegenüber Delaney kreativere Jude Bellingham machten im zentralen Mittelfeld ebenso Sinn wie die Hereinnahme von Julian Brandt, der sich gegen einen vermeintlich schlagbaren Gegner hätte Selbstvertrauen erspielen können.

Das Positive: In der ersten Halbzeit kreierten die Schwarz-Gelben einige echte Chancen, obwohl die Mainzer sehr defensiv und kompakt standen. Gegen Brandt und Reus parierte 05-Keeper Zentner, Bellingham traf den Pfosten. Die Borussia hielt zunächst an der Maxime fest, auch mal etwas nach vorne zu probieren, wenn der Erfolg nicht garantiert war. Das ist in jedem Fall besser anzusehen als die ständigen Rückpässe und das Quergeschiebe, in das man später phasenweise zurückfiel. Allerdings schaffte es sogar der Tabellenletzte in ein paar Szenen schnell in die Nähe des BVB-Tors – die Kehrseite der ’neuen‘ Spielweise. Weiterlesen „Es ist sooo Dortmund!“

1:3 – Dortmund ärgert Didi

1. Bundesliga, 15. Spieltag / RB Leipzig 1 BVB 3

Endlich zeigen sich die Schwarz-Gelben mindestens eine Halbzeit lang in der benötigten Topspiel-Form. Zunächst agierten die Gäste jedoch zu passiv gegen spielbestimmende Leipziger. Gut war immerhin, wie man die Angriffs-Power von RB hinten wegverteidigte und kaum echte Chancen zuließ. Nach einer halben Stunde kam die Borussia dank mutigerer Taktik ins Spiel und gestaltete es ausgeglichen.

In der zweiten Hälfte startete beinahe umgehend die große bunte Offensiv-Show der Schwarz-Gelben mit Marco Reus, Erling Haaland und Jadon Sancho als Hauptattraktionen. Herrlich kombinierte Tore vor allem zum 0:1 und 0:2, provozierte Ballverluste der sonst so defensivstarken Gastgeber im Mittelfeld und eine für Dortmunder Verhältnisse unheimliche Wachheit sorgten für den nicht mehr gefährdeten Auswärtssieg.

Taktischer Kniff und eine Verletzung als Chance

Etwa eine halbe Stunde lang war der BVB gestern die zweitbeste Mannschaft im Zentralstadion. Dann reagierte Edin Terzic mit einer simplen, naheliegenden und dennoch mutigen taktischen Änderung. Er ließ das Team, insbesondere die Offensivabteilung höher rücken und die Gastgeber schon früh im Aufbau stören. So wie andere mutige Mannschaften, natürlich inklusive dem FC Bayern, gerne gegen die Borussia spielen.

Der mutigere Ansatz birgt natürlich die Gefahr, dass dich ein starkes Team wie Leipzig überspielt. In der Partie gestern hatten die Schwarz-Gelben jedoch endlich wieder das Selbstbewusstsein und die Griffigkeit, um das zu verhindern. Verbunden ist dieser Erfolg neben den offensichtlichen Namen vor allem mit einem der Eingewechselten: Emre Can musste schon nach einer halben Stunde den verletzten Axel Witsel ersetzen und ergriff seine Chance absolut überragend. Zwar war die taktische Umstellung von Terzic hauptverantwortlich für die Steigerung des gesamten Teams, aber Can war der ideale Spieler, um die daraus folgenden Implikationen im Mittelfeld umzusetzen. Weiterlesen „1:3 – Dortmund ärgert Didi“

Auswärtssieg: Terzic dreht an Knöpfen

1. Bundesliga, 12. Spieltag / Werder Bremen 1 BVB 2

1:2 in Bremen – mehr hat niemand erwartet, mehr hat Borussia Dortmund nicht geliefert. Aber das Notwendige war gestern in jedem Fall ein Erfolg und die Schwarz-Gelben brauchten dazu kein Glück. In der kurzen Zeit seit seiner Ernennung konnte Edin Terzic offenbar Manches ändern, auch wenn sich das noch nicht über 90 Minuten auswirkte.

Keine schwarz-gelbe Revolution

Dortmund begann mit einer Viererkette, in meinen Augen die stabilere Option für die schwarz-gelbe Deckung, und mit Youssoufa Moukoko im Sturm. Der 16-Jährige war agil, blieb bei seinem einzigen Torabschluss links aus kurzer Entfernung jedoch glücklos. Aber er war da und das machte etwas mit dem Angriffsverhalten der Borussia. Den Ball direkter und schneller nach vorne zu befördern funktioniert besser mit einer Anspielstation, die sich am Strafraum orientiert und damit Lücken beim Gegner in anderen Räumen schafft. Ja, das klappte nur phasenweise, aber es war ermutigend. Und wenn Erling Haaland erst zurückkehrt…

In anderen Phasen der Partie sah man noch viel horizontales Ballgeschiebe, wie wir es aus den letzten Monaten kennen. Und Dortmund war auch nicht resistent gegen schnelle Gegenstöße der Bremer. Witsel als alleiniger Sechser ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber die Defensive stand schon deutlich besser als gegen Stuttgart. Sechs Torschüsse der Bremer (BVB: 15), darunter keine echte Großchance. Das Tor der Gastgeber resultierte aus einem Ballverlust von Manuel Akanji im Mittelfeld, einem guten Bremer Angriff und einem Klasseschuss von Kevin Möhwald, der laut Sky einen xG-Wert von 5% hatte. Weiterlesen „Auswärtssieg: Terzic dreht an Knöpfen“

Es ist, wie es war

1. Bundesliga, 7. Spieltag / BVB 2 Bayern München 3

Nach dem Topspiel am Samstagabend wird Borussia Dortmund von vielen Seiten eine ordentliche Leistung bescheinigt, doch gleichzeitig zementiert die Heimniederlage gegen die Bayern die Rangordnung im deutschen Fußball weiter. Mit jeder Pleite schwindet die Hoffnung auf Änderungen.

Ist der BVB näher an Bayern dran?

Manche deuten den couragierten Auftritt gegen die „Besten der Welt“ schon als Fortschritt. Dabei darf man nicht vergessen, dass es für die Schwarz-Gelben ein Heimspiel – wenn auch eines ohne Zuschauer – war. Aus den letzten fünf Ligapartien gegen die Bayern im Westfalenstadion hat der BVB sieben Punkte geholt (S 2, U 1, N 2); die höchste der beiden Niederlagen war ein 1:3. Es hat sich also bisher nichts grundlegend geändert – da müssen wir schon noch das Rückspiel und allgemein den weiteren Saisonverlauf abwarten.

Spielerisch kann die Borussia dem FCB punktuell weh tun, aber dann schlägt der Rekordmeister in aller Regel mit der ihm eigenen Selbstsicherheit zurück. Die Frage, warum es Hoffenheim gelingt, diesen Gegner deutlich zu schlagen und uns nicht, ist nicht schwer zu beantworten: Die Bayern haben ihre gebrauchten Tage, aber nicht gegen Schwarz-Gelb. Für dieses Duell sind sie immer top vorbereitet und eingestellt – so braucht es selbst zu Hause außergewöhnliche Umstände, um gegen sie zu gewinnen. Weiterlesen „Es ist, wie es war“